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Amadeus - Director's Cut (2 DVDs)
 
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Amadeus - Director's Cut (2 DVDs)

F. Murray Abraham , Tom Hulce , Milos Forman    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge
  • Regisseur(e): Milos Forman
  • Komponist: John Strauss, Sir Neville Marriner, Wolfgang Amadeus Mozart, Giovanni Battista Pergolesi, Antonio Salieri
  • Format: Director's Cut, Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 1. April 2003
  • Produktionsjahr: 1984
  • Spieldauer: 173 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006GJ8Q
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.791 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II -- dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) -- perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual -- obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.

All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. --Jim Emerson

Produktbeschreibungen

In einer Novembernacht des Jahres 1823 schreit ein verwirrter alter Mann von seinem Fenster aus ein grausiges Geständnis über die Stadt Wien: "Vergib mir, Mozart, vergib deinem Mörder." Sekunden später versucht er sich das Leben zu nehmen; durch die verschneiten Straßen bringt man ihn eilends ins Krankenhaus, ein abweisendes Gemäuer, das jede Menge siecher und verzweifelter Patienten birgt. Einige Wochen später bekommt er in seinem Einzelzimmer Besuch vom Kaplan der Anstalt, Pater Vogler. Ganz offensichtlich verachtet der alte Mann den Priester, aber dennoch drängt es ihn zu beichten. Eine Nacht lang erzählt er aus seinem Leben, und seine Geschichte stellt die Handlung des Films dar.

Bei dem Alten handelt es sich um ANTONIO SALIERI, einst der berühmteste Musiker Wiens. Er stammt aus der italienischen Kleinstadt Legnago und brachte es zum Hofkomponisten KAISER JOSEPHS II., des Bruders von Marie Antoinette, der auf seine beschränkte Art ein großer Musikliebhaber war. In seinen jungen Jahren wurde Salieri nur von einem Gedanken getrieben: Gott mit seiner Musik zu dienen. Dies bekräftigte er als Knabe mit einem kirchlichen Gelöbnis, er schwor keusch zu leben, all seine Kraft einzusetzen und Gott in tiefster Demut zu dienen, falls Gott ihm seinerseits die hervorragenden Fähigkeiten eines großen Komponisten und unsterblichen Ruhm für die Durchsetzung seiner Bemühungen gewähren würde.

Zunächst scheint Salieris Wunsch gnädig angenommen zu werden. In Wien, der Stadt der Musik, steigt er schnell zum führenden Musiker auf. Doch 1781 erscheint dort ein junger Mann, der all dies in Frage stellt: WOLFGANG AMADEUS MOZART. Schon als


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165 von 178 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Blu-ray
FILM:
Der 1984 in der Originalfassung und 2002 im "Director's Cut" erschienene "Amadeus" zeigt Wolfgang Amadeus Mozart in seinen letzten Lebensjahren am Wiener Hof; er ist infantil und über alle Maßen arrogant und zieht dadurch fast automatisch die Abneigung der kleingeistigen Hofkamarilla auf sich. Als einer der wenigen erkennt Hofkompositeur Antonio Salieri Mozarts Genius, fühlt sich aber gleichzeitig durch Gott verhöhnt, da er selbst, ein strebsamer musikalischer Handwerker, durch Mozart seiner eigenen Mittelmäßigkeit gewahr wird. An diesem Konflikt wird Salieri innerlich zugrunde gehen.

Völlig zurecht wurde "Amadeus" seinerzeit mit acht Oscars ausgezeichnet und gehört nicht nur deswegen zu den größten Filmen aller Zeiten; Milos Forman und Peter Shaffer haben eine zeitlose Parabel über künstlerische Hingabe, zerfressenden Ehrgeiz und moralischen Verfall erschaffen. Musik ist hier kein Stimmungsgedüdel im Hintergrund, sondern so etwas wie die "dritte Hauptperson" neben Salieri und Mozart. Unabhängig von der Haupthandlung portaitiert der Film wunderbar das Lebensgefühl in einer Zeit, in der Vernunftdenken und schöne Künste sich übergangslos mit einer schrillen Vergnügungssucht aller Schichten vermengten.
Die Schauspieler sind durch die Bank fantastisch gecastet; Tom Hulce (Mozart) und Jeffrey Jones (Joseph II.) liefern die besten Leistungen ihre Filmkarriere ab. Abrahams subtile und vielschichtige Verkörperung des Antonio Salieri ist schlichtweg meisterhaft, vor allem in den Szenen, die ihn als alten Mann im Irrenhaus zeigen - unterstützt vom grandiosen Makeup. Der Moment, in dem er dem Pfarrer zum ersten Mal von seinen Mordplänen erzählt und von Mozarts Begräbnismesse fantasiert, gehört zu den hochklassigsten Darstellungen der gesamten Filmgeschichte. Kraftvoll und variantenreich, und gleichzeitig unaufdringlich und zu hundert Prozent glaubhaft - man kann einen Greis einfach nicht besser spielen als F. Murray Abraham, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst knapp über vierzig Jahre alt war.

BLU-RAY-QUALITÄT:
Ich bin sehr froh, dass der Film jetzt endlich auf dem neuen Medium erhältlich ist. Der Qualitätsunterschied zu meiner fast zehn Jahre alten DVD ist gigantisch. Das Bild ist nicht mehr matschig und dunkel, sondern gut ausgeleuchtet, farbenfroh und sehr scharf. Bis auf eine Sequenz in der Mitte des Films, in der Salieris dunkler Rock wegen der Musterung des Kleidungsstücks mächtig flimmert, sind mir keine nennenswerten Bildmängel aufgefallen. Der Ton ist m.E. kristallklar und sehr kraftvoll. Wenn der Komtur bei der Aufführung von "Don Giovanni" mit mächtigem Tritt die Stufen hinabschreitet, bringt das Orchester mit donnerndem Paukenschlag den Subwoofer zum Arbeiten. Ich muss aber dazusagen, dass ich kein Experte für Tonabmischung bin und auch keiner, der sich mit der Lupe zehn Zentimeter vor den Fernseher setzt, um nach irgendwelchen Bildfehlern zu suchen.

DIRECTOR'S CUT:
Alle die, die nur die Originalversion von 1984 kennen, fragen sich vielleicht, was sich in der neuen Version, die um etwa eine halbe Stunde länger ist, geändert hat. Deshalb eine kurze Information dazu: Die zusätzlichen Szenen befinden sich fast alle in der ersten Hälfte des Films (im Schlussteil wäre es auch fast gar nicht möglich gewesen, neue Elemente einzubauen, da sonst die ganze Struktur zerstört worden wäre - oder frei nach Mozart selbst: Man kann nicht umschreiben, was schon perfekt ist). Die meisten hinzugekommenen Szenen beziehen sich auf Mozarts finanziellen Nöte, die in der Originalfassung nur angedeutet wurden. Dadurch werden in der Geschichte durchaus neue Schwerpunkte gesetzt; bisher bildete der Moment, in dem Salieri als Greis die Kerze ausspuckt, den Wendepunkt vom Heiteren zum Tragisch-Düsteren. Jetzt sehen wir, dass die Familie Mozart schon vorher mächtig in der Klemme steckt.

Es ist glaube ich normal, dass jemand, der wie ich den Originalfilm schon zwanzig- oder dreißigmal gesehen hatte, bevor der Director's Cut in die Kinos kam, sich mit der Neufassung etwas schwerer tut als jemand, der die Version von 1984 nicht kennt. Meine Meinung zum Neuschnitt ist sehr gemischt. Positiv ist zu vermerken, dass die zusätzlichen Szenen manche Lücke in der Handlung schließen. Zum Beispiel hatte ich nie ganz verstanden, worauf sich Konstanzes tiefe Abneigung gegen Salieri gründet, die in den Schlussszenen deutlich wird. Jetzt sieht man, dass Salieri ihr zuvor sexuelle Dienste abgepresst hat, um ihrem Gatten die Stelle als Lehrer der kaiserlichen Nichte zu verschaffen. Gleichzeitig hat mir diese Szene nicht besonders gefallen, da sie wie ein Fremdkörper wirkt; der Restfilm besitzt zwar eine gewisse derbe Erotik, die aber letztlich davon lebt, dass alles nur bis zu einer gewissen Grenze angedeutet wird. Wenn die Kamera dann plötzlich Frau Mozarts blanke Brüste zeigt, ist das ein platter Voyeurismus, der einfach nicht passt.
Eine weitere Sache, die mich an der hinzugefügten Affäre zwischen Konstanze und Salieri stört, ist, dass sie die Handlung in meinen Augen verwässert. In der ursprünglichen Schnittfassung blickt Salieri auf die Originalmanuskripte seines Kontrahenten und lässt sie fassungslos zu Boden fallen; wortlos geht er daraufhin in sein Zimmer und verbrennt sein Kruzifix ("Von nun an sind wir Feinde, du und ich ..."). Ich hielt das immer für eine der stärksten Sequenzen im ganzen Film, die jetzt leider unnötig in die Länge gezogen wurde und dadurch an Wirkung eingebüßt hat. Auch einige andere Szenen, beispielsweise jene in der Garderobe der Sängerin Katarina Cavalieri, sind dramaturgisch überflüssig und wurden seinerzeit zurecht weggelassen. Ein "Director's Cut" ist eben nur in begrenztem Maße wirklich jene Version, die der Regisseur ursprünglich im Sinn hatte und die ihm das böse Studio einst zerschnippelte. Meistens ist es nur eine Marketing-Masche, um einen Film ein zweites Mal in die Kinos zu bringen. Das war um das Jahr 2000 herum gerade groß in Mode - George Lucas kam mit "Star Wars" als erster auf die Idee, und alle anderen Studios zogen dann mit ihren Klassikern nach.

SYNCHRONFASSUNG:
Es hat ja hier eine heiße Diskussion gegeben, welche deutsche Synchronfassung bei dieser Edition dabei sein wird. Eigentlich bevorzuge ich persönlich auch die Originalsprache, aber bei diesem Film ist es etwas anders. Der Wiener Dialekt ("So, Herr Professor, Zeit auf's Topferl zu gehen") klingt doch wirklich netter und authentischer als ein amerikanisches "Wuulfgäng Ämädeus Moudsaat". Eine Ausnahme ist der Diener von Salieri, der im Neuschnitt wesentlich häufiger zu sehen ist und in der englischen Originalversion eine herrlich lätschige Stimme hat, was im Deutschen leider nicht übernommen wurde.
Da es sich um den "Director's Cut" handelt, ist die deutsche Tonspur zwangsläufig nicht die originale, sondern die Neusynchronisation von 2002. Alles andere wäre gar nicht möglich, da dieser Film wie gesagt fast eine halbe Stunde länger ist als die ursprüngliche Kinoversion von 1984. Viele Sprecher von damals sind mittlerweile gestorben (vor allem Gottfried Kramer, die Stimme von F. Murray Abraham) oder standen aus anderen Gründen nicht zur Verfügung.
Ich persönlich finde das nicht besonders schlimm. Erstens spricht Joachim Höppner den Part von Salieri streckenweise viel besser als Kramer seinerzeit, zweitens ähnelt die Stimme ein wenig mehr der von Abraham. Abgesehen von der Rolle des Salieri sind außerdem nur Nebencharaktere von Neubesetzungen betroffen, z.B. Graf Orsini-Rosenberg, Leopold Mozart und Emanuel Schikaneder. Erleichtert war vor allem darüber, dass Tom Hulce (Amadeus) und Jeffrey Jones (Kaiser Joseph II.) "ihre" Synchronsprecher behalten konnten.

ZUSATZMATERIAL:
Abgesehen vom üblichen Werbe-Schnickschnack (Trailer, Online-Content usw.) ist die Zusatzausstattung nicht üppig, aber in meinen Augen sehr gut. Auf der alten DVD befanden sich die englische, deutsche und spanische Tonspur, jetzt ist auch noch Französisch und Italienisch dabei (plus English True HD). Der Originalkommentar mit Milos Forman und Peter Shaffer (Regisseur bzw. Autor) ist ebenso informativ wie das einstündige Making-Of. Die meisten Making-Ofs sind bekanntlich inhaltsleere Marketing-Konserven, in denen sich alle Beteiligten gegenseitig belobhudeln. Erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand wird es lohnend, sich diese Zusatzinfos zu Gemüte zu führen, und das ist hier der Fall. Die Erzählungen, wie es war, hinter dem "Eisernen Vorhang" ein solches Monumentalwerk zu drehen, ist gerade für Jüngere sehr lehrreich. Anderes ist einfach amüsant - zum Beispiel kann man in Originalaufnahmen von damals sehen, wie der "Don Giovanni"-Darsteller während eines Takes mit seiner Hutfeder in eine Kerze gerät und die ganze Kopfbedeckung zu brennen anfängt - wohlgemerkt in einem Opernhaus, dessen Saal komplett aus trockenem Holz bestand und der den Verantwortlichen wegen Tausender brennender Kerzen Kopfschmerzen bereitete.

So, das wär's jetzt ... sorry, dass die Rezension etwas lang geworden ist, aber ich hoffe, dass sie Euch bei einer eventuellen Kaufentscheidung hilft. :-)
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Für einen Fan dieses Filmes ein absolutes Muß.
Schon die Dokumentation und der Original Trailer sind den Kauf Wert.
Auch wer die erste Ausgabe dieses Films auf DVD gekauft hat, wird nicht drum herum kommen. Die Verpackung sieht ebenfalls viel liebevoller gestaltet aus. Durch den Pappschuber gibt es dem ganzen die ihm zustehende Eleganz.
Ich würde die volle Punktzahl geben, wenn es nicht einen sehr gravierenden Makel geben würde. Es wurde neu synchronisiert. Und das leider, (meiner Meinung nach) sehr grauenhaft. Die Texte wurden teils geändert und die Stimmen passen sowohl bei F.Murray Abrahams (Salieri) als auch bei Tom Hulce (Mozart) leider überhaupt nicht. Auch der Witz bei Jeffrey Jones (Kaiser) ist teilweise verloren gegangen.
Wer den Film kennt und die Dialoge mitsprechen kann wird sich sehr gewöhnen müssen.
Die zusätzlichen Szenen sind aber wirklich gut eingefügt und wirken nicht als "Alibi-Verlängerung".
Wer den Film nicht kennt, wird nicht merken, wo Teile eingefügt wurden.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stefanie Conrad TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
"Amadeus" ist für mich einer der besten -wenn nicht sogar der beste- Musikfilm aller Zeiten. 1991 habe ich diesen Film zum damaligen Mozartjahr im Fernsehen gesehen und er hat sich in mein filmisches Gedächtnis gebrannt wie kaum ein anderer Film.

Über die Notwendigkeit eines Director's Cut mag man streiten, viele Rezensenten auf dieser Seite stören wohl die längeren Szenen und vor allem die neue Synchronfassung. Nun, diesen sei gesagt: die längeren Szenen stören mich persönlich genauso wenig, wie mich die 45Minuten an zusätzlichen Szenen im "Herrn der Ringe" gestört haben, im Gegenteil, als zusätzliche Ergänzung zum Erreichen eines detaillierteren Portraits des musikalischen Genie Mozart finde ich sie nicht störend oder den Film unnötig in die Länge ziehend. Bei Filmen mit Überlänge besteht beim Einfügen zusätzlicher Szenen immer das Risiko des Tempoverlusts, bei "Amadeus" ist dies nicht der Fall.

Was die neue Synchro angeht: für mich persönlich liegt 1991 schon zu lange zurück, als daß ich mich an die alte Version erinnern kann, daher kann und will ich mir darüber kein Urteil bilden. Für diejenigen, die sich mit der neuen Synchronisation schwertun: schaut euch den Film einfach in der englischsprachigen Originalversion an, die DVD ist zudem vollgepackt mit anderen Sprachen und Untertiteln.

Die These, Salieri hätte Mozart getötet ist so alt wie der Mythos Mozart selbst, ob es sich wirklich so zugetragen hat... na ja, man weiß es nicht so genau. Dennoch gelingt Forman ein unheimlich starkes Portrait seiner beiden Hauptfiguren Mozart und Salieri. Laut, schrill, bunt, hitzköpfig, ordinär, aber genial der eine; ruhig, beherrscht, zurückhaltend, asketisch, aber mittelmäßig der andere. Das erste Treffen der beiden bei Hofe und die Zuschaustellung Salieris durch Mozart - eine der stärksten Szenen des ganzen Films, darstellerisch, szenisch und auch musikalisch. Es ist nicht so, daß diese beiden Männer sich hassen, tatsächlich ist Mozart sich Salieris Antipathie bis zum Ende überhaupt nicht bewußt. Vielmehr verachtet Salieri Mozart aufgrund dessen moralischen Verhaltens und seines Genies, während er selber trotz geradezu religiöser Askese weiß, daß er immer nur ein mittelmäßiger Musiker sein wird und niemals Mozarts Genie erreichen kann.

"Amadeus" ist mehr als ein Musikfilm. Wer eine biographische Aufarbeitung von Mozarts Leben erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Forman behandelt hier nur Mozarts letzte Jahre in Wien mit einigen Rückblenden. Man braucht kein Mozartexperte zu sein, um die Handlung nachvollziehen zu können. "Amadeus" ist darüberhinaus ein Ausstattungsepos mit großen Kostümen, einer authentisch wirkenden Lichtgestaltung, wunderbarer Ausstattung und einem Soundtrack, der wirkt, als wäre er nur für diesen Film geschrieben, der aber letzten Endes beweißt, daß klassische Musik durchaus auch als Filmmusik funktionieren kann.

F. Murray Abrahams Darstellung des Salieri ist grandios, mit jeder faser spielt er diesen Charakter, der zwischen Bewunderung und Abstoßung hin- und hergerissen ist. Gleiches gilt für Tom Hulce als Mozart, dessen Figur ebenfalls hin- und hergerissen ist: einerseits zwischen dem Genie Amadeus, das von allen Seiten bejubelt wird, andererseits als Wolferl, der trotz aller Obszönität in der Lage ist, seine Stanzerl aufrichtig zu lieben. Es ist schade, daß man von diesen beiden wunderbaren Schauspielern zumindest im deutschsprachigen Raum seit "Amadeus" so wenig gehört hat.

Auch die Nebenrollen sind durch die Bank weg wunderbar besetzt, allen voran sei Jeffrey Jones als Kaiser Joseph zu nennen, der diese Rolle mit einem trockenen Humor ausstattet und ihr somit eine gewisse satirische Komponente verleiht.

Man mag also über den Director's Cut denken, was man will: "Amadeus" ist für mich ein ganz großes Stück Kino, ein Klassiker, der auch nach Jahren beim Zuschauer das Gefühl hinterläßt, nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Film gesehen zu haben und das Bonusmaterial tut noch sein übriges dazu.
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Veröffentlicht am 1. Januar 2010 von frageras
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