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Am falschen Ort
 
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Am falschen Ort [Taschenbuch]

Edward W. Said
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Berliner Taschenbuchverlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442760747
  • ISBN-13: 978-3442760749
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 515.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 14.11.2000
Elke Schmitter zeigt sich etwas verwundert darüber, dass sich Edward W. Said in diesem Buch sehr stark auf seine Kindheit und die neurotischen Familienverhältnisse konzentriert. Über den erwachsenen Said und seine Entwicklung zum Intellektuellen hingegen erfahre man fast nichts. Schmitter erläutert, dass Said unter Leukämie leidet, was ihn zu dieser "großen Anklage- wie Rechtfertigungsschrift, (in der er) noch einmal zu den toten Eltern spricht" veranlasst hat. Deutlich werde dabei die innere Heimatlosigkeit der christlichen Palästinenser-Familie in Kairo, die Paranoia der Eltern, die Launen und widersprüchlichen Erwartungen der Mutter an ihren begabten Sohn und die kühle Strenge des Vaters. Dies alles sieht Schmitter "intensiv und hermetisch, nicht selten pathetisch und selbstgerecht" geschildert. Was ihr allerdings gut gefällt ist die musikalische und elegante Sprache, für die sie sich wirklich begeistern kann und die sie in der Übersetzung von Meinhard Büning "hervorragend" wiedergegeben sieht.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Dies ist die Geschichte eines oft schmerzhaften Heranwachsens zwischen mehreren Kulturen, beschrieben mit wunderbarer Leichtigkeit und schonungsloser Offenheit. All jene unter uns, deren Leben sich auf zwei Kulturen verteilt und die dieses Schicksal zugleich als Geschenk und Verlust wahrgenommen haben, werden dankbar sein, dass Said dieser Erfahrung einen so authentischen Ausdruck gegeben hat - sowohl den damit verbundenen Qualen und Verwirrungen, als auch den Freiheiten und Möglichkeiten. Man erhält einen unvergesslichen Eindruck davon, was es in den vergangenen fünfzig Jahren bedeutet hat, ein Palästinenser zu sein." (Salman Rushdie)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Puzzle der Fremdheit 19. März 2003
Format:Taschenbuch
Wenige Palästinenser haben in Amerika und Europa für Furore gesorgt. Edward Said gehört definitiv zur intellektuellen Elite der palästinensischen Diaspora und hat mit seinen Büchern und Artikeln zum Verständnis des nahen Ostens beigetragen. Mit "Am falschen Ort" gibt Said den Lesern und Fans die Gelegenheit, seine Lebensgeschichte nachzuvollziehen. Said wird 1935 in Jersusalem geboren, verbringt aber die meiste Zeit außerhalb Palästinas: In Kairo, Beirut und Princeton wächst Edward Said als Palästinenser, Araber und Amerikaner auf. Er ist Araber und Christ - eine Kombination, die auch in der Arabischen Welt einen gewissen Aussenseiterstatus garantiert.
Wie ein roter Faden zieht sich die Nichtdazugehörigkeit und das Fremdsein durch das Leben Saids. Er ist auch in seiner Familie ein wenig der Sonderling: Eher ein Intellektueller als ein Kaufmann, eher schüchtern, zurückhaltend als Draufgängerisch und die für Araber typische Männlichkeit geht ihm auch ab. Widersprüche prägen das Leben von Said.
"Ich bin amerikanischer Bürger", pflegt der Vater von Edward Said stolz zu sagen. Dieser Aussage schließt sich Edward an, wenn er gefragt wird. Aber er bemerkt auch: "Privat konnte ich das nicht lange durchhalten, denn bei ernsthafter Hinterfragung schwand die behauptet Selbstsicherheit rasch dahin." (S.15)
Es sind diese Widersprüche, die bei seinem Vater noch Merkmal seiner Stärke, seines Wohlstands und seiner Bevorzugung auf Grund seiner Zugehörigkeit zu den USA waren, die Said immer wieder in ernsthafte Identitätsprobleme stürzen.
In der Schule mit britischen und amerikanischen Kindern fühlt er sich wieder eher als Araber. In den USA bildetet sich mehr und mehr seine gemischte amerikanische und palästinensische Identität heraus. Eine Zufriedenheit kommt mit dieser Kombination allerdings nicht zustande. Die Konflikte und Zweifel bleiben.
Da Said aus einer palästinensischen Händlerfamilie stammt und in einem Milieu in Ägypten und dem Libanon heranwächst, das heute nicht mehr existiert, hat seine Autobiographie einen melancholischen, zum Teil traurigen Unterton. Er schreibt diese Autobiographie als Krebskranker und damit als zur Reflexion über sich gezwungener Mensch. Am Anfang ließt sich das Buch teilweise schwer, weil sich Said manchmal in Interpretationen versucht, die zumindest bei mir nicht immer schlüssig ankamen. Rasch gewinnt das Buch an Einsichten und das Puzzle der Fremdheit und Ausgeschlossenheit fügt sich immer besser zueinander.
Es ist ein ergreifendes, aufschlussreiches Buch über einen interessanten Lebensweg. Zugleich ist es auch eine Rückschau in den Nahen Osten unter Kolonialherrschaft. Und es ist ein Buch eines arabisch-palästinensischen Christen, der die meiste Zeit in einer meist fremden, westlichen Welt gelebt hat. Es ist ein großer Glücksfall, dass ein so renomierter Wissenschaftler wie Said zur Feder gegriffen hat und seine Autobiographie verfasst hat. Damit erschließt sich auch ein wenig der Hintergrund für seine wissenschaftlichen Werke, wie zum Beispiel seine Abrechnung mit der Orientalistik ("Orientalism"). Insgesamt ein sehr spannendes und informatives Buch.
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Format:Gebundene Ausgabe
Ein hervorragendes Buch um besser zu verstehen wie sich die klaren und komplexen gedankenstrukturen von E. Said entstanden sind. Ein muss für jedem der sich mit dem Nahen Osten beschäftigt.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Szene in Damaskus: bei einem Busuch bei Intellektuellen läuft CNN, ein Interview mit dem palästinensichen Intellektuellen Edward W. Said ist angesagt. Die laute Runde verstummt, als der Angekündigte Red und Antwort steht.
Diese wichtige palästinensiche Stimme legt im Buch „Am falschen Ort" eine Autobiographie vor.
Als Edward Said erfuhr, dass er schwer erkrankt war, begann er mit dem Schreiben dieses Buches. Dieses eindrückliche Buch ist also auch eine Art Therapie.
Aufgewachsen ist Edward in Kairo, in Palästina und in einem Bergdorf im Libanon. Geboren 1935 erlebt er die Geschichte des Nahen Ostens hautnah mit. Ein historisches Buch. Das auch, es ist aber auch die Aufarbeitung der Erziehungsgeschichte von Edward.
Präzise wird die Erziehung seiner neurotischen Mutter und seines strengen, despotischen Vaters geschildert. Ebenso werden die verschiedenen Clanmitglieder geschildert, auch seine Schulerlebnisse zwischen der arabischen und der englischen Kolonialwelt werden eindrücklich aufgezeigt.
Edward W. Said berichtet das alles analytisch genau, so entsteht ein Portrait seiner ersten zwanzig Jahre, die man als Leser geschildert bekommt. Vieles erfährt man, einiges lernt man, aber dies alles packt einem nicht.
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