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Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache
 
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Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache [Taschenbuch]

Tom Schimmeck
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Westend; Auflage: 2 (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938060506
  • ISBN-13: 978-3938060506
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124.032 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wenn man seine Texte liest, denkt man sich: Karl Kraus ist ja eigentlich tot, Kurt Tucholsky auch. Tom Schimmeck erinnert an sie, an die ganz Großen unseres Metiers. Aber Schimmeck ist Schimmeck. Er ist er selber. Er ist Essayist, er ist Kommentator, er ist auch Prophet.« Heribert Prantl »Eine lebendige Kritik des Zustands von Mediengewerbe und Öffentlichkeit.« taz »In der Tradition von Kurt Tucholsky – messerscharf beobachtet, humorvoll und schonungslos direkt – rechnet Schimmeck mit deutschen und österreichischen Medien ab … Besser kann man die Entwicklung unserer Medienlandschaft nicht abbilden.« Profil

Kurzbeschreibung

Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenzbüros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spin-Doktoren, PR-Consultants, Agendasetter, Werber, Imageberater, Marktforscher, Eventmanager und Mediencoaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor. Tom Schimmeck, seit dreißig Jahren Journalist für führende Medien, beschreibt Mechanismen der Gleichschaltung und Ursachen der Misere. Seine Bestandsaufnahme unserer defekten Öffentlichkeit zeigt: Wenn wir nicht bald irgendwo zwischen Putin und Berlusconi landen wollen, brauchen wir mehr denn je eine unabhängige, kritische vierte Gewalt im Staat.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Medienmacht, 10. Juli 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache (Taschenbuch)
Dass es mit dem "Qualitätsjournalismus" nicht mehr allzu weit her ist und sich bedingt durch mangelnden politischen Willen und übersteigertem Gewinndenken die Spirale deutlich nach unten bewegt beklagt Tom Schimmeck nicht als erster. Doch der freie Journalist der über Deutschlands Landesgrenzen hinaus kein Unbekannter ist kleidet diese immanente Kritik nicht einfach in neue Wörter, sondern geht an die Wurzel. Schimmeck zeigt die Beispiele, wo die Meinungsfreiheit praktisch unterwandert wurde und welche Konsequenzen momentane Trends bereit gezeitigt haben. Es ist ein höchst facettenreiches und komplexes Bild welches Schimmeck von der modernen Mediendemokratie zeichnet.

Angefangen bei Agenturen die gezielt "Darsteller" für Casting- und Reality-Shows rekrutieren, über PR-Unternehmen die ihre Büros schon im gleiche Gebäude haben wie die zu bearbeitenden Journalisten, bis unkritischen Übernahme von PR-Texten durch Wirtschaftsjournalisten. Die Bandbreite der konkreten Beispiele reicht wie bereits erwähnt sehr weit und über rein deutsche Beispiele hinaus. So ist AM BESTEN NICHTS NEUES schlussendlich eine Abrechnung mit einem Trend der ganz einfach international ist. Einem Trend der es erfordern würde umzudenken und Alternativen zu entwickeln.

Man mag von Schimmecks politischer Gesinnung halten was man mag, doch die von ihm geschilderten Probleme sind Missstände die auch fern aller Parteigrenzen anerkannt werden. Und er geht über die üblichen Kritikfelder im Naheverhältnis Politiker/Medien, durch die Einsparungen in den Redaktionen geschaffene Arbeitstbelastung/veröffentlichungsfertige PR-Meldungen hinaus. Denn die "Schuld" trifft nicht nur eine zunehmend dem schnöden Mammon statt irgendwelchen Ansprüchen nachjagende Medienmacher sondern auch die sich eröffnenden Möglichkeiten weidlich nutzende Politiker und PR-Experten, welche einem schnell den einen oder anderen Populisten bescheren können.

Fazit:

Ein sehr facettenreicher und doch vor allem deprimierender Bericht über den Ist-Zustand der Mediengesellschaft.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Abrechnung mit dem Journalismus, 12. April 2010
Von 
Nicole M. (Salzburg, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache (Taschenbuch)
Tom Schimmeck ziert sich nicht. Knallhart rechnet er ab mit den Machenschaften im Journalismus, die die öffentliche Meinung oft gezielt vom Kurs abbringen um ansonsten vielleicht offensichtliche Fakten zu verschleiern. Kapitelweise klappert er die halsbrecherischen Baustellen der Medienlandschaft ab und setzt sie in Relation zur heutigen Gesellschaft und ihren Themen - Politik und Wirtschaft sind ebenso vertreten wie die nicht enden wollende Boulevardisierung von allerlei Angelegenheiten.

Schimmeck beschreibt Berlin zwar als die "neue" Hauptstadt, es ist aber immer noch kein Zentrum. Hier schlägt das kalte Herz der Republik, losgelöst vom Rest des Landes. Wie in Watte gepackt wird in großen Denkfabriken und imposanten Bauten gewerkelt und regiert. Dazwischen wuseln die Journalisten. Die Bundespressekonferenz als Massenmedienmeinungsmaschine fungiert als Legebatterie für Nachrichten - mit enormer Reichweite bei minimalem Aufwand. Berlin ist eine hübsch dekorierte Behelfswirklichkeit, eine polit-mediale Parallelgesellschaft in der Botschaften gekonnt zurechtfrisiert werden. Politik wird dabei auf Kommunikation reduziert, die Inhalte werden vernachlässigt. Denn eigentlich mahlen die Mühlen der Politik viel zu langsam für die hochgetakelten Medien die ständig nach neuen Happen schnappen. Nachhaken, nachdenken und nachlesen - die eigentliche journalistische Tätigkeit - wird dabei zum seltenen Luxus. Zudem, so Schimmeck, kommen die Journalisten zunehmend aus den elitären Schichten unserer Gesellschaft und bilden eine neue publizistische Klasse. Das alte Ideal als Anwalt der Schwachen zu fungieren und mit den Medien als der vierten Gewalt im Staate über die erste bis dritte zu wachen, gerät zusehends ins Hintertreffen. Viel zu verschränkt sind Medien und Macht bereits - Personen wie Putin, Sarkozy, Haider oder Berlusconi ziehen großen Nutzen daraus und beanspruchen ihr eigenes Medienmarketing.

Den Journalisten sind oft die Hände gebunden, sie müssen mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit liefern die dann vielfach verwertet und wiederverwertet werden. Stars und Sternchen etwa werden zur Verkaufssteigerung benutzt. Die Klatschblätter liefern sich in derartigen Sparten einen rigorosen Schlagabtausch und produzieren so Unmengen an Papier das dann wiederum die Regale der Händler verstopft. Masse statt Klasse scheint leider viel zu oft das Credo zu sein. Waschzeitungen und Dummfernsehen erleben einen noch nie dagewesenen Boom. Der moderne Medien-User wird dabei zum Objekt einer Marketingmaschinerie. Im absoluten Hype des Reality TVs, in dem alle nur erdenklichen Belange boulevardisiert und präsentiert werden, suhlt sich der geneigte Rezipient und erfreut sich daran, dass es anderen noch schlechter ergeht als ihm selbst und merkt dabei nicht, dass er beim Konsumieren selbst konsumiert wird.

Sehr interessant und nicht zu verachten ist das Vorwort. Tom Schimmeck beginnt sein Werk mit einer Rüge an den Leser, ohne den immerhin alles nur halb so schlimm wäre. Denn solange es eine Rezipientenschaft für derartigen Journalismus gibt - ganz gleich ob im Print oder TV-Bereich - solange wird es auch Waschblätter und abstruse TV-Kanäle geben. Auf jeden Fall ein äußerst lesenswertes Werk!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen DIE WAHRHEIT ÜBER DIE MEINUNGSMACHER, 27. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache (Taschenbuch)
Tom Schimmeck hat ein mutiges Buch geschrieben. Nur selten- allenfalls gelegentlich auf den Medienseiten der Süddeutschen Zeitung, der TAZ oder der ZEIT- kann man so eindrucksvoll nachlesen, wie heutzutage Meinungen gemacht werden, und wer mit welchen Interessen hinter einzelnen Imperien steckt, die dabei sind, die demokratischen Pressestrukturen in unserem Land zu verändern. Einzelne Kapitel haben realsatirischen Charakter, Schimmeck ist eben auch ein großartiger Schreiber, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Man wünscht dem Buch ( das einen besseren Titel verdient hätte,- erst die Unterzeile macht klar, um was es geht) möglichst viele Leserinnen und Leser.
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