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Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache [Taschenbuch]

Tom Schimmeck
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

März 2010
Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenzbüros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spindoktoren, PR-Consultants, Agendasetter, Werber, Imageberater, Marktforscher, Eventmanager und Mediencoaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor. Tom Schimmeck, seit 30 Jahren Journalist für führende Medien, beschreibt Mechanismen der Gleichschaltung und Ursachen der Misere. Seine Bestandsaufnahme unserer defekten Öffentlichkeit zeigt: Wenn wir nicht bald irgendwo zwischen Putin und Berlusconi landen wollen, brauchen wir mehr denn je eine unabhängige, kritische vierte Gewalt im Staat.

Wird oft zusammen gekauft

Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache + Die vierte Macht: Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten (Zeitgeschichte)
Preis für beide: EUR 40,94

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Westend; Auflage: 2 (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938060506
  • ISBN-13: 978-3938060506
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 399.616 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wenn man seine Texte liest, denkt man sich: Karl Kraus ist ja eigentlich tot, Kurt Tucholsky auch. Tom Schimmeck erinnert an sie, an die ganz Großen unseres Metiers. Aber Schimmeck ist Schimmeck. Er ist er selber. Er ist Essayist, er ist Kommentator, er ist auch Prophet.« Heribert Prantl »Eine lebendige Kritik des Zustands von Mediengewerbe und Öffentlichkeit.« taz »In der Tradition von Kurt Tucholsky – messerscharf beobachtet, humorvoll und schonungslos direkt – rechnet Schimmeck mit deutschen und österreichischen Medien ab … Besser kann man die Entwicklung unserer Medienlandschaft nicht abbilden.« Profil

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Tom Schimmeck schreibt als freier Redakteur für SZ, GEO, Stern, profil und Sports (seine Homepage: klugschiss.org). Er ist Mitbegründer der taz und war Redakteur bei Tempo und beim Spiegel. 2007 erhielt er den Otto-Brenner- Preis, 2009 den Deutschen Sozialpreis. Er lebt in Kuesten im Wendland.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Medienmacht 10. Juli 2010
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dass es mit dem "Qualitätsjournalismus" nicht mehr allzu weit her ist und sich bedingt durch mangelnden politischen Willen und übersteigertem Gewinndenken die Spirale deutlich nach unten bewegt beklagt Tom Schimmeck nicht als erster. Doch der freie Journalist der über Deutschlands Landesgrenzen hinaus kein Unbekannter ist kleidet diese immanente Kritik nicht einfach in neue Wörter, sondern geht an die Wurzel. Schimmeck zeigt die Beispiele, wo die Meinungsfreiheit praktisch unterwandert wurde und welche Konsequenzen momentane Trends bereit gezeitigt haben. Es ist ein höchst facettenreiches und komplexes Bild welches Schimmeck von der modernen Mediendemokratie zeichnet.

Angefangen bei Agenturen die gezielt "Darsteller" für Casting- und Reality-Shows rekrutieren, über PR-Unternehmen die ihre Büros schon im gleiche Gebäude haben wie die zu bearbeitenden Journalisten, bis unkritischen Übernahme von PR-Texten durch Wirtschaftsjournalisten. Die Bandbreite der konkreten Beispiele reicht wie bereits erwähnt sehr weit und über rein deutsche Beispiele hinaus. So ist AM BESTEN NICHTS NEUES schlussendlich eine Abrechnung mit einem Trend der ganz einfach international ist. Einem Trend der es erfordern würde umzudenken und Alternativen zu entwickeln.

Man mag von Schimmecks politischer Gesinnung halten was man mag, doch die von ihm geschilderten Probleme sind Missstände die auch fern aller Parteigrenzen anerkannt werden. Und er geht über die üblichen Kritikfelder im Naheverhältnis Politiker/Medien, durch die Einsparungen in den Redaktionen geschaffene Arbeitstbelastung/veröffentlichungsfertige PR-Meldungen hinaus.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Abrechnung mit dem Journalismus 12. April 2010
Von Nicole M.
Format:Taschenbuch
Tom Schimmeck ziert sich nicht. Knallhart rechnet er ab mit den Machenschaften im Journalismus, die die öffentliche Meinung oft gezielt vom Kurs abbringen um ansonsten vielleicht offensichtliche Fakten zu verschleiern. Kapitelweise klappert er die halsbrecherischen Baustellen der Medienlandschaft ab und setzt sie in Relation zur heutigen Gesellschaft und ihren Themen - Politik und Wirtschaft sind ebenso vertreten wie die nicht enden wollende Boulevardisierung von allerlei Angelegenheiten.

Schimmeck beschreibt Berlin zwar als die "neue" Hauptstadt, es ist aber immer noch kein Zentrum. Hier schlägt das kalte Herz der Republik, losgelöst vom Rest des Landes. Wie in Watte gepackt wird in großen Denkfabriken und imposanten Bauten gewerkelt und regiert. Dazwischen wuseln die Journalisten. Die Bundespressekonferenz als Massenmedienmeinungsmaschine fungiert als Legebatterie für Nachrichten - mit enormer Reichweite bei minimalem Aufwand. Berlin ist eine hübsch dekorierte Behelfswirklichkeit, eine polit-mediale Parallelgesellschaft in der Botschaften gekonnt zurechtfrisiert werden. Politik wird dabei auf Kommunikation reduziert, die Inhalte werden vernachlässigt. Denn eigentlich mahlen die Mühlen der Politik viel zu langsam für die hochgetakelten Medien die ständig nach neuen Happen schnappen. Nachhaken, nachdenken und nachlesen - die eigentliche journalistische Tätigkeit - wird dabei zum seltenen Luxus. Zudem, so Schimmeck, kommen die Journalisten zunehmend aus den elitären Schichten unserer Gesellschaft und bilden eine neue publizistische Klasse. Das alte Ideal als Anwalt der Schwachen zu fungieren und mit den Medien als der vierten Gewalt im Staate über die erste bis dritte zu wachen, gerät zusehends ins Hintertreffen.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE WAHRHEIT ÜBER DIE MEINUNGSMACHER 27. März 2010
Format:Taschenbuch
Tom Schimmeck hat ein mutiges Buch geschrieben. Nur selten- allenfalls gelegentlich auf den Medienseiten der Süddeutschen Zeitung, der TAZ oder der ZEIT- kann man so eindrucksvoll nachlesen, wie heutzutage Meinungen gemacht werden, und wer mit welchen Interessen hinter einzelnen Imperien steckt, die dabei sind, die demokratischen Pressestrukturen in unserem Land zu verändern. Einzelne Kapitel haben realsatirischen Charakter, Schimmeck ist eben auch ein großartiger Schreiber, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Man wünscht dem Buch ( das einen besseren Titel verdient hätte,- erst die Unterzeile macht klar, um was es geht) möglichst viele Leserinnen und Leser.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es bleibt, wie immer, nur eins: selber denken. 3. Februar 2011
Format:Taschenbuch
Was Sie bei der Lektüre Ihrer Zeitungen und mehr noch bei den Sendungen Ihres Fernsehens schon lange ahnten, in diesem Buch über die "Medien, Macht und Meinungsmache" werden Fakten und Zusammenhänge genannt, die Ihre Ahnungen noch weit übertreffen.

Der freie Journalist Tom Schimmeck, die für viele der Zeitungen arbeitet, die er in diesem Buch ebenfalls einer kritische Analyse und Kritik unterzieht, rechnet mit den zeitgenössischen Meinungsmacher radikal ab. Was das Buch auszeichnet, ist, dass Vorgänge, wie eine Nachricht entsteht, wie sie aufgemotzt, verändert und manipuliert werden, nachvollziehbar werden.

Für die politische Kultur in unserer Demokratie sind die hier dargestellten Zustände untragbar und gefährlich. Es bleibt, wie immer, nur eins: selber denken.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Schade ums Geld
Ich verstehe nicht warum das Buch so gute Rezessionen erhalten hat. Wahrscheinlich wird hier eher die politische Einstellung von Tom Schimmeck bewertet und nicht die Qualität... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2012 von akiiiiiiiii
2.0 von 5 Sternen Sehr Einseitig
Zu Beginn des Buches bekommt man einen interessanten Einblick in den Alltag der Journalisten. Hier fand ich das Buch noch informativ, obwohl mich von anfang an der etwas... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2011 von J. Biernath
4.0 von 5 Sternen Tom Schimmek: Am besten nichts Neues
Ich habe dieses Buch, dessen interessante Radiobesprechung ich einige Monate zuvor gehört habe, nur verschenkt, nicht selbst gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2011 von G.Andriessens
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber schwer zu lesen
Man hat den Eindruck, dass der Autor sich satztechnisch ein Denkmal setzen wollte. Ich habe noch nie so ein schwieriges Buch gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2010 von carzi
2.0 von 5 Sternen Enttäuschendes Buch zu einem interessantem Thema
Tom Schimmecks "Am besten nichts Neues" behandelt das eigentlich interessante Thema Medien und ihre Probleme. Leider erfährt man beim Lesen jedoch wenig Neues. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2010 von Qwertz
4.0 von 5 Sternen Dieses Buch spricht einem aus der Seele
Alles, was man sich eh schon gedacht hat über Meinungsmache und schlechte Recherchen in den Medien findet sich hier begründet benannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2010 von Tina Thaler
4.0 von 5 Sternen "Gleichschaltung und Herdentrieb sind so stark wie seit Adolf nicht...
Tom Schimmeck war einst Mitbegründer der taz. Heute arbeitet er als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und Sender. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2010 von Dr. R. Manthey
5.0 von 5 Sternen Alles bleibt wie es ist!
Wenn ein schreibender Journalist für seine Zeitung einen Artikel verfassen soll, muss er in der Mediengewalt selbstverständlich reisserisch klingen:

"Nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. April 2010 von Schreiber
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