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Am besten echt - Eine kulinarisch-kulturelle Reise ins Hinterland Venedigs
 
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Am besten echt - Eine kulinarisch-kulturelle Reise ins Hinterland Venedigs [Gebundene Ausgabe]

Günther Schatzdorfer , Wolfgang Böck , Ferdinand Neumüller
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 253 Seiten
  • Verlag: Amalthea; Auflage: 1 (25. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3850027066
  • ISBN-13: 978-3850027069
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 475.184 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Günther Schatzdorfer, geboren 1952 in Oberösterreich, Matura und Militärdienst in Salzburg, Studienjahre 1972-1977 in Wien, Berlin und Bremen. Seit 1978 freier Schriftsteller und Maler. Er lebt in Wien und zwischen Isonzo und Piave. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Reisen und Leben in Triest, Friaul und Veneto. 2007 war er Buchliebling des Jahres. Er verfasste seit 1975 zahlreiche Beiträge für Funk und Fernsehen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz und publiziert kulinarisch-kulturelle Texte sowie Satiren in diversen Zeitungen und Zeitschriften.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter Krackowizer TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Wir sind privilegierte, verwöhnte Snobs. Eigentlich ganz beschissene Typen, die einen Landstrich nach dem anderen ausbeuten und einer Meute von Individualisten ausliefern" meint Böck in einem eigenen Kapitel, in dem beide über ihre Fresserei und Sauferei (nur als solches kann dieses Buch zeitweise bezeichnet werden) reflektieren. "Gut, dann ist das unser letztes Buch" erwidert Schatzdorfer und ich meine, das wird gut sein!

Auf den ersten Seiten zeichnet Schatzdorfer ja noch wirklich das echte Italien. Dann aber zieht er über die Dorferneuerung an Hand der Piazza in Sacile her. Weil es nicht mehr stinkt, nicht mehr gehupt wird und keine kaputten Platten mit Löchern mehr den Platz bedecken, hätten Dorf und Platz ihre Seele verloren. In Castelfranco zahlen beide ihre Zeche nicht, weil das Essen angeblich ungenießbar war. Diesen Schmäh findet man noch ein zweites Mal im Buch. Das reizende Bergdörfchen Asolo wollen sie gar nicht besichtigen, weil dort alles "an den Propagandaflieger des Faschismus, also Gabriele D'Annunzio erinnert.." - der lebte aber nie in Asolo, sondern nur seine Geliebte, die Opernsängern Eleonara Duse und im Dorf erinnert gar nichts an Faschismus; dafür gehen sie in die Villa Cipriani in Asolo etwas Trinken, in der er allerdings nur unter dem Vorwand, er hätte ein Treffen mit den Benettons (?), Einlass findet. Er meint "...bei Oderzó gäbe es die Villa Steffanel; nur zwölf Kilometer westwärts steht ... die Villa Maser..." - die ist aber 49 Kilometer westwärts! Es heißt nicht "agroturismo" (das ist Spanisch), sondern "agriturismo". Marano Lagunare liegt am Meer und nicht im "venezianischen Hinterland", wie der Untertitel des Buches verspricht.

Die Menschen in diesem Buch trinken nicht, sie "schlürfen" (Wein); er ist "nach einer halben Stunde bereits Mitglied der Familie" und das in jedem Wirtshaus und suggeriert so dem Veneto-Reisenden einerseits, dass man schnell Anschluss findet und andererseits dass man fast nirgendwo für sein Essen zahlen muss. Eines der edleren und teuren Lokale des Venetos, das "Gambrinus", führt er als Beispiel für "am besten echt" an, zur Villa Lupis meint er "...und natürlich war man nicht im Veneto, wenn man nicht die feudale Atmosphäre der Villa Lupis und die Gastfreundschaft der Contessa Stefànie genossen hat..". Zum einen liegt die Villa ganz im Osten der Region, schon an der Grenze zu Friaul Julisch Venetien, zum anderen ist dieses durchaus als Kleinod zu bezeichnende Anwesen nicht "das Venetien". Aber er hatte sich dort selbst eingeladen, wie man aus dem Beitrag lesen kann. Wie überhaupt ich das Gefühl bei diesem Buch habe, dass er mit seiner Überheblichkeit und Arroganz (darüber schreibt er übrigens selbst immer wieder) sich so manchen Besuch erschnorrt hatte und so dem Leser manche Dinge als "am besten echt" verkaufen möchte, die aber gar nicht echt venezianisch sind. Mehrmals diskutieren beide, ob sie "den gerade entdeckten Geheimtipp" überhaupt schreiben sollten, was Schatzdorfer natürlich mit einem "nein" beantwortet, um doch darüber zu schreiben - sehr banal und billig diese Art zu schreiben.

Nun gut, sehr schade um das Buch, denn zwischen seinen selbstverherrlichenden Darstellungen (auch fast alle Fotos zeigen nur Böck und ihn) finden sich durchaus gute geschichtliche und sozial-gesellschaftliche Informationen, sowie zahlreiche Rezepte. Auch möchte ich schon erwähnen, dass ein einige, wenige wirklich gute Lokaltipps abseits der Trampelpfade hat. Und auch manche Geschichte durchaus schriftstellerisch schön schildert. Aber aufgrund einiger von mir entdeckten fehlerhaften Recherchen bzw. Angaben muss ich manche Aussagen von ihm in Zweifel ziehen: Schatzdorfer mag ja ein Kenner vom Friaul Julisch Venetien sein, aber ob er dies auch vom Veneto ist? Schließlich schreibt er ja da und dort, er sei hier zum ersten Mal oder nur einmal da gewesen!

Den dritten Stern hat dieses Buch nur aufgrund der durchaus guten geschichtlichen und sozial-gesellschaftlichen Informationen, sowie der zahlreichen Rezepten wegen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu dick aufgetragen 10. August 2010
Von HaWe
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht daß dieses Buch schlecht wäre, aber es macht schnell satt, so dick aufgetragen wirkt vieles. Ich mag solche kulinarischen Bücher im Prinzip gerne und ich kenne sowohl das Hinterland Venedigs als auch das Friaul, trotzdem oder gerade deshalb runzelte ich immer wieder die Stirn im Laufe der Lektüre. Was beim Duo Schatzdorfer-Steinhauer in deren Friaul-Gourmandtour noch locker und süffisant rüberkam, wirkt mit dem Gefährten Böck überladen und überproportioniert wie der permanent erwähnte 300-PS-Chevy mit dem die beiden Bob-Dylan-hörend wie die Lonesome-Freßcowboys durch die Lande ziehen. In den verlassendsten Gegenden warten die Wirtsleute zu jeder Tageszeit auf die "unbekannten" Gäste, kochen spontan für billigstes Geld auf bis sich die Tische unter Zentnerlasten biegen und nehmen die beiden abschliessend in die Familie auf. Sorry, aber das sind oftmals nicht nur die oben erwähnten Pferde des Chevrolet durchgegangen. Einige Passagen sind für Ortskundige nicht nachvollziehbar, z.B. daß man sich in Castelfranco so verfahren kann, daß man nach einer Stunde wieder am Ausgangspunkt ist, mag man kaum glauben ... außer einem Fahrergespann, das Asolo westlich von Bassano del Grappa wähnt und diesen Ort für die Pilgerstätte der d'Annunzio-Fans hält. Auch die Feststellung, daß in Bassano Massen von anglo-amerikanischen und deutschen Grappatouristen unterwegs wären, kann ich nicht bestätigen. Die Touristen, denen ich dort begegne, sind vorwiegend Italiener aus anderen Regionen und Österreicher. Geografische Namen sollten, wen sie erwähnt werden, auch korrekt sein, selbst wenn es sich nicht um einen echten Reiseführer handelt - siehe die Klosteranlage oberhalb von Cividale. In Breganze mußte man angeblich 50 Euro Strafe wegen Weintrinkens in der Öffentlichkeit bezahlen - hier sind die beiden wohl alkoholbenebelt einem Witzbold aufgesessen oder ich habe dort bisher immer nur Glück gehabt. Verfechter des "Echten" zu sein, ist ein edles Unterfangen, aber daß jemand Fisch im Veneto nur "soweit stromauf längs der schiffbaren Flüße ißt, wie die Kähne vor hundert Jahren mit Pferden bis zum Mittagläuten gezogen werden konnten" macht selbst Hardcore-Traditionalisten sprachlos. Wie gesagt, das Buch gefällt mir nicht schlecht, aber an vielen Stellen wäre weniger mehr und vor allem glaubhafter gewesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zwei Männer, zwei Freunde und das Projekt ihres Lebens: Eine Reise durch ein touristisches Niemandsland, weit weg der großen Touristenhochburgen Italiens.

Wolfgang Böck und Günther Schatzdofer erkunden das Hinterland Venedigs, die "Terra ferma". Abseits von belebten Straßen und Orten entdecken sie verlassene Villen, geheimnisvolle Wälder, erstklassige Weingüter und, vor allem, faszinierende Menschen. Dort gibt es noch Menschen, die kochen können, Restaurants findet man hier selten.
"Am besten echt" ist kein Reiseführer, wie oft fälschlich behauptet, sondern ein "Reise-Verführer". Originalrezepte nach "Mammas-Art" laden zum Nachkochen ein, und bereits beim Lesen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Doch das Probieren der einzigartigen Rezepte übertrifft alle Erwartungen. Mit dem richtigen Wein dazu sind die Essens- und Menüvorschläge der Hit - ein kulinarischer Urlaub sondergleichen.
Ich würde dies bei Schatzdorfer und Böck nicht als "Fresserei und Sauferei" bezeichnen, sondern als Genuss, als Teilhaben an einer anderen Mentalität. Denn: wer würde in Italien schon Schnitzel essen und Bier trinken, wenn man die traditionelle, einheimische Kost mit den regionalen, ausgezeichneten Weinen genießen kann? All dies macht die angebliche Tatsache, dass das Buch "voll von fehlerhaften Recherchen bzw. Angaben" sei, wie manch andere Rezensenten behaupten, unwichtig. Denn wie gesagt: es geht hier nicht darum, einen Reiseführer zu genießen, sondern selbst zum Reisen, Genießen und Kennenlernen verführt zu werden - was den beiden Autoren ohne weiteres gelingt!

Ein einzigartiges Buch über ein einzigartiges, bisher kaum beachtetes Italien! Einfach nur ... lecker!
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