Als ich im Bahnhofskiosk nach einem Buch suchte, fiel mir "Am Ufer des Styx" in die Hände.
"Herbst 1884. Eine Gefängniszelle in London. Düster und schmutzig. Darin ein lebloser Körper. Wie tot. Unter seiner Zunge eine Münze - der Obolus für Charon, den Fährmann ins Totenreich. Die junge Archäologin Sarah Kincaid ist verzweifelt, denn der leblose Mann ist niemand anders als ihr Geliebter Kamal. Doch er ist nicht tot. Es gibt noch eine letzte Möglichkeit ihn zu retten...
Von den engen Gassen Prags zu den unterirdischen Gestaden des totenflusses Styx bis auf die einsamen gipfel der Metora-Klöster: Sarah Kincaids neues Abenteuer garantiert einmal mehr atemlose Spannung."
Die Kurzfassung zog mich in den Bann... Ich bin ein Fan von historischen Romanen, das Viktorianische Zeitalter, Archäologie und Krimis. Das erste Mal kam ich mit der Ägyptologie in Berührung und mit Alexander dem Großen sowie mit dem Prager Judenviertel "Josephsstadt" zusammen mit Geschöpf "Golem" der jüdischen Legende . Ich habe neben einer wirklich sehr spannenden Geschichte auch einiges an historischen Details erfahren.
Der Autor schreibt sehr fesselnd und ausführlich. Man sollte allerdings immer das bereits gelesene in Erinnerung behalten, da später im Buch darauf zurück gekommen wird. Es sind immer wieder Breaks - sprich, es wird von anderen Teilnehmern berichtet, was zwar zuerst den Anschein hat, es störe den Lesefluß, jedoch gewöhnt man sich daran.
Nach einem fesselnden Teil, in dem man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann, kommt immer wieder ein Abschnitt in dem es etwas schleppend voran geht. Am besten nützt man diesen Teil für Lesepausen - denn: kurz darauf zieht einem das Buch wieder etliche Seiten lang vollkommen in den Bann. Man fiebert richtig mit und fühlt sich als Teil der Geschichte.
Das Buch lässt sich gut als einzel Titel lesen, wobei ich aber anrate mit dem ersten Teil: "Die Flamme von Pharos" und dem zweiten Teil "Der Schatten von Thot" zu beginnen. Dann kann man den Hauptfiguren der Romane wesentlich besser folgen und vorallem erkennt man dann den komplexen Zusammenhang der Geschichte. Es sind keine Bücher, die man zur Entspannung liest... man sollte sich Zeit dafür nehmen und am besten ungestört sein. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man gerade im spannenden Teil gezwungen ist das Buch wegzulegen - irgendwie steckt man weiterhin im Buch und kann sich schlecht auf anderes konzentrieren... So ging es mir zumindest.
Ich kann diese Bücher nur wärmstens empfehlen....