Ein paar Leute, alte Freunde zum Teil, zum Teil zufällig Herbeigewehte, machen Urlaub am Strand. "Das eigentliche Geheimnis des Romans", schrieben die Salzburger Nachtrichten, "liegt in seiner musikalischen Komposition: im mühelos schwebenden Rhythmus der Erzählung, in der subtilen Orchestrierung weniger Grundmotive - Schwimmen, Tanzen, Rauchen, Plaudern, Spazieren, Autofahren-, die mit virtuosem Erfindungsreichtum moduliert und ineinander verwoben werden zu einer wehmütigen Sommermusik, die nicht leicht zu vergessen ist." Das ist wohl gemogelt, wenn man in einer Rezension so den Klappentext zitiert, aber wegen dem habe ich das Buch überhaupt zum ersten Mal gelesen - und es tatsächlich nicht mehr vergessen. Am Strand ist für die Urlauber ein Moment des Zögerns, außerhalb ihrer sonstigen Welt; Entscheidungen stehen an, sind aber für den Moment vertagt. Bevor man sich entscheidet, ob man erwachsen werden will, geht man noch eine Runde schwimmen im Meer oder zündet sich eine Zigarette an oder firtet ein bisschen...