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Am Meer ist es wärmer: Eine Liebesgeschichte
 
 
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Am Meer ist es wärmer: Eine Liebesgeschichte [Gebundene Ausgabe]

Hiromi Kawakami , Ursula Gräfe , Kimiko Nakayama-Ziegler
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 3 (26. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446235531
  • ISBN-13: 978-3446235533
  • Originaltitel: Manazuru
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.850 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein traumschönes, tröstliches Buch." Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28.08.10 "Ein sprachlich zart zisilierter Roman über das Leben und Lieben einer verlassenen Frau." Frank Keil, Mare, Heft 10/11.10 "Die Anhänger schnörkellosen Erzählens kommen genauso auf ihre Kosten wie die Liebhaber japanischer Küche." Beate Tröger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.10 "Schnörkellos schön." Myself, Heft 5.11

Kurzbeschreibung

Ein Fischerdorf, zwei Bahnstunden von Tokio entfernt: Manazuru. Jenes Wort schrieb Keis Ehemann in sein Tagebuch, bevor er sie für immer verließ. Warum hat er sie damals im Stich gelassen, und wohin ist er gegangen? Keis Liebe zu ihrem Mann ist immer noch grenzenlos, und so versucht sie, dem Rätsel seines Verschwindens auf die Spur zu kommen. Eine geheimnisvolle Unbekannte scheint dabei mehr als sie selbst zu wissen. Hiromi Kawakami, einer der populärsten Autorinnen in Japan, gelingt es in ihrem Roman meisterhaft, die Grenze zwischen Realität und Unwirklichkeit zu übertreten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Seitdem Keis Ehemann Rei vor 13 Jahren plötzlich verschwand, quält Kei der Gedanke, was mit ihm geschehen ist und warum er sie verlassen hat. Ihre einzige Spur ist der Küstenort Manazuru, den Rei in seinem Tagebuch erwähnt hat. Kei begibt sich in Manazuru auf die Suche nach der Wahrheit und entfernt sich damit immer mehr von der Wirklichkeit.

Kei wird gerade jetzt besonders zur Suche nach Kei getrieben, denn ihre gewohnte Welt um sie herum scheint sich aufzulösen. Am meisten hat sie seit Keis Verschwinden Angst davor, auch noch ihre Tochter Momo zu verlieren - die einzige Person, mit der sie sich je stark verbunden fühlte. Mit ihren 16 Jahren ist Momo aber nun so weit, sich von ihrer Mutter abzugrenzen.

Angst macht Kei außerdem, dass sie verfolgt wird. Von wem genau kann sie zunächst nicht sagen, aber als sie nach Manazuru kommt, wird die Figur - eine Frau - immer konkreter. Sie scheint aus einer anderen Wirklichkeit zu kommen, einer Wirklichkeit, in der auch Rei inzwischen lebt und kann Kei interessante Hinweise geben.

Desillusionierung und Ernsthaftigkeit

Am Meer ist es wärmer unterscheidet sich sehr stark von Kawakamis bisher veröffentlichten Romanen. Waren ihre Protagonistinnen bisher immer jung oder zumindest jung geblieben, scheint Kei nicht mehr so unbedarft, erwachsen und gereift. Gleichzeitig ist ihre Welt aber auch desillusioniert und einsam. Kawakamis bisherige Protagonistinnen leben zwar auch alleine in ihrem eigenen Mikrokosmos, fühlen sich aber nicht so einsam wie Kei. Für Kei gibt es keinen Halt, die Welt ist weniger eindeutig, auf ihre Fragen findet sie auch in Manazuru keine vollkommen eindeutigen Antworten.

Ähnlichkeit zu Murakami und Yoshimoto

Vollkommen neu ist in diesem Roman auch das Transzendente, Magische, die Thematisierung von mehreren Wirklichkeitsebenen, wie man es bisher vor allem von Haruki Murakami und Banana Yoshimoto kennt. An Yoshimoto erinnert vor allem die geisterhafte Frau, die Kei auf ihrer Suche begleitet. An Murakami dagegen Keis Übergang in eine andere Wirklichkeit. Es ist verblüffend, wie ähnlich sich dieses Motiv bei Murakamis Mister Aufziehvogel wiederfindet: auch hier sucht ein Mann seine verschwundene Frau, die in einer anderen Wirklichkeit gefangen ist.

Kawakami-Typisches

Ist Kawakamis Roman also nur eine Mischung aus Erfolgselementen anderer japanischer Schriftsteller? Definitiv nicht, denn auch wenn dieser Roman weitaus ernster als seine Vorgänger ist, findet sich doch auch der für Kawakami typische ruhige Erzählfluss: einzelne, kleine, scheinbar unbedeutende Episoden werden aneinander gereiht, ganz subtil entwickelt sich die Handlung, ohne dass der Leser es so richtig mitbekommt. Gemessen an westlichen Standards ist die Geschichte relativ handlungsarm, trotzdem aber nicht langweilig. Durchbrochen wird dieser ruhige Erzählfluss aber mit einer von Kawakami bisher nicht gekannten Dynamik ab dem Moment, als Kei beginnt, mit der fremden Frau in die andere Wirklichkeit hinüberzugehen.

Dieser Roman ist anders als seine Vorgänger, aber das macht ihn nicht schlecht, eher abwechslungsreich. Die Kombination von Ruhe und Dynamik, von naturalistischen und fantastischen Erzählszenen, macht seinen Reiz aus. Am Meer ist es wärmer ist keine bloße Kopie von Murakami oder Yoshimoto. Kawakami gestaltet das Motiv der fließenden Grenzen zwischen verschiedenen Wirklichkeitsebenen auf ihre ganz eigene Weise aus.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ähnlich wie in ihren vorhergehenden Werken befasst sich Hiromi Kawakami in ihrem neuen Roman wieder mit einer delikaten Liebesgeschichte.
Dieses Mal handelt es sich um eine etwas okkulte und zwischen Traum und Wirklichkeit oszillierende Geschichte.
Eine unspektakuläre Handlung bietet den ruhigen Erzählfluss, von dem der ganze Roman durchzogen ist.

Ein kleiner Ort am Meer, "Manazuru", ist das Glück für Kei!
Dorthin flüchtet sie mit ihrer Tochter Momo, wenn es ihr in der großen Stadt Tokio, wo sie mit ihrer Mutter zusammen lebt, zu eng wird! Schon vor Jahren hat ihr Mann Rei sie verlassen, einfach so. Eines Tages kam er nicht nach Hause. Da war Momo erst drei Jahre alt. Jetzt ist sie in der Pubertät, und das Leben mit ihr gestaltet sich nicht gerade einfach.

Das Meer ist für Kei Sehnsucht, Frieden und Heimat.

Ihr Freund Seiji bietet Trost und stillt ihr Verlangen,--lieben aber kann sie nur Rei, mit dem sie glücklich war!

In stillen, kurzen und einfachen Sätzen beschreibt Hiromi Kawakami ihre Geschichte, die wie immer von der Liebe handelt, von der Liebe in ihren seltsamsten Auswüchsen.

Eine stille Frau, die wie ein Schemen kommt und geht, begegnet Kei zuweilen in den Tagen und Nächten und spricht mit ihr; doch wer sie ist und was sie will, erfahren wir nicht. Die Frau gleicht einer Fata Morgana, von der sich Kei Aufklärung um den Verbleib ihres Mannes erhofft.
In ruhigen Bildern dreht es sich immer wieder um die große Liebe. Kei hat seit zehn Jahren einen Freund, der ihre Stütze ist. Die Beziehung mit ihm kann sich nicht vollenden, weil er anderweitig gebunden ist.
Kei schreibt an einem Roman und als sie diesen Seiji, ihrem Freund, zu lesen gibt, ist auch der Roman von Hiromi Kawakami beendet.

Die zarten Andeutungen gestatten dem Leser, die eigene Fantasie zu bemühen, um zu schauen, was hinter dem Verschwinden von Rei steckt. War die Ehe nicht gut? Gab es Streit? Liebten sich die beiden nicht mehr?
Alles bleibt offen und Kei bleibt zurück als eine Frau, die sich mühsam durchs Leben schlägt, in Gedanken hin und her gerissen zwischen den Erinnerungen an ihre Ehe mit ihrem Mann Rei und der Gegenwart mit dem Freund Seiji.

Wenngleich die Autorin das Thema Liebe in den unterschiedlichsten Versionen abhandelt, bleibt dieser Roman hinter ihren vorherigen zurück. Zu langatmig bleibt die Geschichte, ohne Ziel und ohne Stringenz.
Alleine die poetische Sprache und die verschleiernd- andeutenden Gegensätze zwischen gegenwärtiger und vergangener Liebe machen noch keinen guten Roman aus.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was bleibt? 6. Oktober 2010
Von Birkel
Ich habe mich sehr über die Veröffentlichung des neuen Kawakami-Romans gefreut und das Buch auch regelrecht verschlungen. Die typische Vermischung von Wirklichkeit und Parallelwelt, für die die bei uns bekannten, zeitgenössischen japanischen Schriftsteller stehen, findet auch in "Am Meer ist es wärmer" statt. Aber irgendwie fühlt man sich von der Autorin am Schluss etwas im Regen stehen gelassen. Was wollte sie dem Leser sagen?
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