... engagiert sie bestimmt nicht Max Greger, Ray Conniff oder Günter Noris + Big-Band, sondern geht eben eigene andere Wege. Wie man es bei allen ihren "ruhigeren" CDs . also nicht gerade "Lion and the cobra" - machen sollte, also: Zeit mitbringen und Zeit nehmen, zuhören, abschalten, "relaxen", Augen-zu (nicht Ohren-zu, liebe "stereoplay"!) ...
Es ist ein ganz-ganz ruhiges Album, das Sinead, auch psychologisch nicht ganz uninteressant, von ihrer ganz sanften filigranen Seite zeigt. Es ist eben ein Blues-Album, Swing, nichts das man aufdreht wenn man bügeln oder das Buchregal umsortieren will, nichts zum "mitgrooven" oder "mitkrähen", sondern, auch wenn man es, wie bei einem "Kracher" wie "Once I had a secret love" manchmal möchte, eben zum Entspannen, zum Zuhören, zum Wohlfühlen.
Man wagt sich auf keine 8K-Tour, man erforscht nicht unbedingt Neues wenn man sich dem Album widmet. Man hat die Songs wohl schon x-mal gehört, und man kennt sie, vielleicht?, in verschiedenen Arrangements - aber es ist und bleibt ein "typisches" Sinead-Album - und damit sei nichts versprochen, das nicht auch zu halten wäre. Wer Sinead von ihrer bluesy filigranen Seite kennen lernen möchte, dem sei "Am I not your Girl" empfohlen, wirklich!