Was für Kenia-Fans...
Am Fuße des Kilimandscharo" ist ein gut zu lesendes Buch für Kenia-Fans. Anfangs ein bisschen weniger mitreißend als erwartet, mit einer längeren Phase des Bergsteigens, nimmt es einen doch nach einer Weile mit auf die Reise durch Kenias Wildnis der Nationalparks, bis hin zum Ozean.
Da wir selbst noch vor zwei Monaten einen Großteil der hier erwähnten Landschaften live gesehen haben, war ich immer wieder erfreut, sie in diesem Buch wieder zu finden, Sätze über das Verhalten der Tiere zu lesen und an bestimmte skurile Pflanzen erinnert zu werden. Auch das Verhalten der Ranger, die diesen kleinen Trupp begleitet haben, war mir nicht ganz fremd, so dass ich immer wieder etwas für mich interessantes fand.
Vorwiegend in der letzten Hälfte des Buches lernt der Leser etwas über die Konflikte und Freundschaften, zwischen Wilddieben & Wildhütern, Tierforschern und Wissenschaftlern. Langsam bauen sich vor dem geistigen Auge die Gefüge der afrikanischen Natur und Tierwelt immer mehr zusammen, man kann sehen, wie sich alles gegenseitig beeinflusst, begünstigt oder auch schädigt. Auch der Konflikt zwischen zwei Tierforschern, die beide das aus ihrer Sicht Beste für die Tiere wollen, es aber mit gegensätzlichen Methoden versuchen und sich deshalb eher aus dem Weg gehen, wird ein wenig beleuchtet.
Schwierig finde ich es zu beurteilen, wie jemand, der kein Afrika/Kenia-Fan ist, das Buch wohl findet - aber eigentlich werden es wohl eh vorwiegend Afrika-/Kenia-/Fans kaufen wollen ; ) Jedenfalls bin ich der Meinung, dass das Buch soweit ganz gelungen ist, auch wenn ich mir manchmal ein bisschen mehr Tiefgang und Intensität gewünscht hätte. Alles in allem aber immer noch 4 Sterne von mir.