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Am Flussufer
 
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Am Flussufer

Konstantin Wecker Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach vier Jahren voller Projekte legt Konstantin Wecker mit Am Flussufer endlich wieder ein Album mit komplett neuen Liedern vor. War die letzte Song-LP Vaterland eher politisch laut und prall, schlägt er dieses Mal die feinen Zwischentöne an und frönt zudem dem skurillen Humor.

Einerseits bestimmen eher nachdenkliche und subtil kritische Lieder über die Kindheit und die Kinder dieser Welt die Themen, wie etwa "Flaschenpost" und "Wiegenlied" über zerstörte Kindheit in aktuellen Kriegs- und Armutsgebieten. Aber auch die eigene mit dem nostalgischen "Das ganze schrecklich schöne Leben", das er selbst "ein Liebeslied ans Leben" nennt. Andererseits kommt der Satiriker zum Vorschein, dieses Mal schwarzhumorig und verschmitzt. Mit "Namen abgelehnt", "Statistisch erwiesen" oder "Praeposthum" erzählt Wecker moderne Fabeln über bürokratischen Unsinn - und fragt ganz hinterlistig - ja wo ist da "Der Sinn"? Auch auf "Däumlingsgesetze" bewegen sich seine Possen zwischen Ringelnatz und Dada. Doch was wäre ein Wecker-Album ohne wehmütig-romantischen Liebeslieder - "Was immer mir der Wind erzählt", "Lass mich einfach nicht mehr los" oder "Dem Mond entgegen" schildern den Drahtseilakt zwischen Lebenslust und Liebesleid.

Ein Novum für den Münchner war es, mit allen Musikern das Album gänzlich live im Studio einzuspielen, was dem präsenten Gesang zugute kam. Und den Arrangements, die oft wie hingehaucht klingen, stilistisch zwischen französischem Chanson, New-Orleans-Blues, Klezmer-Jazz und schrägen Jazz & Poetry-Improvisationen, leichtfüßig dahin geschlendert. -- Ingeborg Schober

kulturnews.de

Konstantin Wecker hat einen weiten Weg hinter sich. Seit er den Vers "Du, ich liege immer am Strand, unter dem Blütenfall des Meeres" aus Gottfried Benns "Hier ist kein Trost" entfernte und tolldreist aus einem nihilistischen in ein barockes Umfeld stellte, galt der bayerische Liedermacher als Experte für Genuss und Lebensfreude. Dann kam der Entzug. Jetzt muss es nicht mehr der Strand sein, das Flussufer tut's auch. Und die Zweisamkeit. "Lass mich einfach nicht mehr los, auch wenn rund um uns die Welt zusammenbricht", singt Wecker nun. Alle Songs wurden im Studio live eingespielt, und unser Anti-Benn träumt vom "Einfach wieder schlendern", hört "All die ungewohnten Klänge" und steht "Wieder im Leben". Sie haben das schon mal gehört? Kann gut sein. Noch auseinanderhalten, was vor zehn Jahren erschien oder gerade eben, kann bei Wecker längst keiner mehr, denn künstlerisch entwickelte er sich seit seinen ersten Alben nicht weiter. Und doch möchte man ihn nach wie vor knuddeln für jedes seiner Liebeslieder. (jw)

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