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Am Ende der Straße: Roman
 
 
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Am Ende der Straße: Roman [Taschenbuch]

Brian Keene , Charlotte Lungstrass
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (11. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453528492
  • ISBN-13: 978-3453528499
  • Originaltitel: Darkness on the Edge of Town
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.894 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Walden ist eine gewöhnliche, verschlafene Kleinstadt – bis sich von einem Tag auf den anderen eine unerklärliche Schwärze herabsenkt und Walden von der Außenwelt abschottet. Jeder, der die Stadt verlassen will, verschwindet spurlos – nur die Schreie dringen aus der Finsternis. Als das Dunkel schließlich seine furchtbare Gestalt offenbart, geht es für Waldens Bewohner ums nackte Überleben.

Über den Autor

Brian Keene, geboren 1967, hat bereits zahlreiche Horrorromane veröffentlicht und dafür zweimal den begehrten Bram Stoker Award gewonnen. Zurzeit sind zwei Verfilmungen seiner Romane in Arbeit. Er lebt in Pennsylvania.

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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Spaddl TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Romane und Filme, die das Thema der Apokalypse bzw. der Endzeit beackern, haben, so scheint mir, seit Längerem bereits Hochkonjunktur. Seien es Filme wie "28 Days Later", "The After Tomorrow" oder jüngst "The Road" (nach Cormac McCarthys brillantem gleichnamigen Roman) bzw. Romane wie David Moodys "Herbst"-Tetralogie und Michael McBrides spannende Apokalypse-Trilogie sind unter Kennern und Fans heiß begehrt. Brian Keene gehört längst zu der Riege an Autoren, die unter Insidern Kultstatus genießt und der, dank des Heyne-Verlages, dem breiten Publikum bekannt gemacht wird.

"Am Ende der Straße" ist der vierte Roman, der im Heyne-Verlag publiziert wurde und der so ganz anders daherkommt, als "Die Verschollenen" oder "Totes Meer". Aus der Sicht des sympathischen Pizzalieferanten Robbie Higgins wird diese düstere Apokalypse dem Leser vermittelt, der in tage- bzw. notizbuchähnlicher Form die Geschichte erzählt. Robbie, seine Freundin Christy und sein Nachbar Russ wachen eines Morgens auf und ihre Stadt Walden ist von einer Dunkelheit umschlossen, die am Ende der Straße (ins benachbarte Verona führend) eine Barriere bildet und keine Bewohner leben rein, aber auch keine lebend heraus lässt. Die ersten Plünderungen und Morde geschehen prompt, die Menschen drehen durch, Walden versinkt im Chaos...

Brian Keene bedient sich - so scheint es - eifrig bei seinen Schriftstellerkollegen. Ein bisschen von David Moodys "Im Wahn", ein bisschen mehr von Stephen Kings "Der Nebel" und H.P. Lovecrafts Ideen werden ebenfalls angezapft. Was diesen Umstand jedoch weniger schlimm gestaltet, ist die Tatsache, dass Brian Keene offen diesen "Klau" anspricht und augenzwinkernd behandelt. Wenn Robbie beispielsweise versucht, seine Mitbewohner davon zu überzeugen, dass sich einige an ein Seil zusammen binden sollten, um die Barriere aus Dunkelheit zu durchdringen und ein Beteiligter empört ausstößt: "Hast du nie 'Der Nebel' gesehen" (S. 200) musste ich unweigerlich lachen. Leider driftet diese hommageartige Verwendung von fremden Ideen an einigen Stellen, zum Beispiel beim Auftritt einer fanatischen Frau, die die Menge aufhetzt (ein Schelm, wer an Mrs Carmody aus 'Der Nebel' denkt), in die Einfallslosigkeit ab - dies kostet dem Roman auch den fünften Stern. Witzig ist jedoch, dass Brian Keene seine eigenen, älteren Romane mit (wenn auch kurz) in die Handlung einbezieht, so dass sich kleine Bezüge zu "Die Verschollenen" oder "Das Reich der Siqquism" finden lassen.

Die 350 Seiten, aufgeteilt in 18 Einzelkapitel, habe ich innerhalb eines Tages gelesen. Dies spricht für den lockeren, gut zu lesenden Stil Brian Keenes, der mich außerdem mit clever gesetzten Andeutungen und Hinweisen an das Buch fesseln konnte. Der Leser sollte natürlich keine aussagekräftigen, bedeutungsschwangeren Metaphern erwarten, sondern wird vielmehr mit manchmal völlig gewollt überzogenen sprachlichen Bildner beglückt: "Russ sah aus wie etwas, das die Katze abgeschlachtet, gefressen, wieder ausgespuckt, nochmal gefressen, ausgeschissen und dann ins Haus getragen hatte." (S. 46) Solche Aussagen passen jedoch zu dem flapsigen Ich-Erzähler Robbie, was die Sympathie für und die Authentizität des Charakters fördert.
Die Erläuterungen der Verhaltensweisen der Einwohner Waldens, aber auch der allumfassenden Dunkelheit sind plausibel und gut durchdacht. Insbesondere letzte Erklärung empfand ich als langjähriger Horrorromanleser - mit besonderem Hang zur Apoklaypsen-Thematik - als überaus gelungen und interessant.

Ebenfalls zu betonen sei außerdem, dass das Hauptaugenmerk auf der Veränderung der Personen liegt - nicht auf den, zwar vorhandenen Tötungsszenerien - und eine Gesellschaft schildert, die nachdem Anarchie und Chaos das Zepter übernommen haben, in bestialischen Morden und Vergewaltigungen ihren Zeitvertreib findet. Diese gesellschaftskritischen, stellenweise etwas zu aufdringlichen Anti-USA-Kommentare ziehen sich durch den ganzen Roman, sei es die Verwüstung von New Orleans, das Attentat vom 11. September oder die Waffenvernarrtheit der Amerika: Brian Keene schießt scharf.

"Am Ende der Straße" ist kein Roman, der exorbitant spannend und adrenalingeladen ist (allein durch den erzählerischen Charakter des Tagebuches weiß der Leser, dass Robbie sämtliche Geschehnisse überleben muss!), aber der flotte Schreibstil und die gut gemachten Wendungen lassen dieses Keene-Werk zu einem tollen Leseerlebnis werden und der Leser fühlt förmlich die kriechende Dunkelheit durch die Seiten strömen. Wer sich außerdem nicht daran stört, dass einige Ideen nicht die neuesten sind, hat mit "Am Ende der Straße" seine Freude.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Licht aus, das war's ... 1. Februar 2012
Von Sahara
Format:Taschenbuch
Mein vierter Keene und zum ersten Mal ein wenig enttäuscht. Mitreißend schreibt er, ganz klar, aber diesmal fehlte irgendwie das gewisse Etwas.
Es wird dunkel um das Städtchen Walden. Zack, Licht aus, Dunkelheit drum herum. Die Bewohner sind natürlich schockiert und fangen bald schon an durchzudrehen, weil es natürlich nicht eine normale Dunkelheit ist, sondern eine apokalyptische Finsternisglocke. Erinnert stark an Kings Arena - und der musste schon massig Kritik für Ideenlosigkeit einstecken. Mich persönlich stört es nicht, wenn die Story nun nicht vollkommen glatt runtergespult worden wäre. Das Buch lebt tatsächlich von dieser einen Idee und der Auflösung am Schluss, die Keene in einer ermüdenden Wiederholungsschleife präsentiert. Sorry, mit Spannung war da nix und beklemmend fand ich es auch nicht. Dafür war das schon zu oft da. Inhaltlich hätte es Stoff für eine Kurzgeschichte hergegeben. Die Figuren reißen es leider auch nicht raus.
Ansonsten ist das Buch flüssig erzählt und weiß wie gewohnt durch reibungsloses Herunterlesen zu überzeugen. Wer also ein paar Stunden seichte Unterhaltung haben will, bei der er das Ende bereits am Anfang schon kennt, der kann zugreifen.
Fazit: Routine-Arbeit, die man nicht lesen muss.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christina Liebeck (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Brian Keenes kleines Schauerstück "Das Ende der Straße" - ein ziemlich unpassender deutscher Titel - lässt sich in kürzester Zeit verschlingen, was zum einen am angenehmen und lässigen Schreibstil des bekannten Autors liegt, zum anderen an der unheilvollen Spannung, die düster und erstickend dicht greifbar ist und die sich immer weiter aufbaut.
Wer meint, den Inhalt bereits zu kennen und Vergleichbares schon zigmal gelesen haben, etwa in Stephen Kings "Der Nebel", dem nimmt Keene augenzwinkernd den Wind aus den Segeln, indem er eben dieses Werk von seinen Romanfiguren zitieren lässt. Auch die Tatsache, dass in Roman-Kleinstädten meist jeder jeden kennt und Städte in Horror-Romanen meist wunderbar beschaulich und altmodisch sind, führt Keene ad adsurdum und zeigt stattdessen eine weitaus realistischere Version der Gegenwart, in der man seinen eigenen Nachbarn nur vom Sehen kennt und in der es keinen urigen Gemischtwarenladen gibt, sondern nur einen Wal-Mart.
Die Bewohner von Walden sind nicht dumm, sie kennen ihre Popkultur und rennen nicht blindlings in die Dunkelheit hinaus, als hätten sie noch nie einen Horrorfilm gesehen. Statt besagtem Nebel ist es hier eine undurchdringliche Schwärze, die die Stadtbewohner einschließt und aus der bald Stimmen und Visionen zu den geschockten Einwohnern zu sprechen beginnen. Gleichzeitig verschärft sich die Lage in der von der Außenwelt vollkommen abgeschnittenen Stadt von Minute zu Minute. Während manche Menschen den Selbstmord wählen oder den Tod in der Dunkelheit vor der Stadtgrenze finden, kehren andere ihre schwärzesten Seiten nach außen, werden zu Plünderern, Vergewaltigern und Mördern. Ob dies typische Verhaltensweisen von Menschen in Extremsituationen sind oder ob es tatsächlich die Dunkelheit ist, die solche dunklen Seiten forciert, lässt Keene elegant offen, er lässt beide Überlegungen zu. Der Roman ist rasch ausgelesen und bietet ein Ende, das zwar nicht befriedigend, aber logisch ist.

"Das Ende der Straße" ist ein spannender, gut geschriebener Horror-Happen für zwischendurch, in dem Brian Keene viele Parallelen zu Genre-Klassikern zieht; es macht Spaß, die vielen Anspielungen auf andere Werke zu entdecken. Da der Roman sehr schnell ausgelesen ist, wirkt er ein wenig wie eine langgezogene Kurzgeschichte, das Ende der gut 350 Seiten ist rasch erreicht. Spannend, beängstigend und teils angenehm flapsig geschrieben: eine gute Horror-Erzählung über eine der ältesten Urängste des Menschen - und die Dunkelheit in seinem Inneren.
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