Zusammenfassung: Da hat der Magier Susnam Evvydd sich wohl etwas überschätzt - leider fällt er seinem mächtigen Feind Khaxan Mundurucu zum Opfer. Schlauerweise hat er aber für den Fall seines Ablebens vorgesorgt. Seine Haustiere, drei Katzen, ein Hund, eine Schlange und ein Vogel, werden in Menschen verwandelt und in ein unmögliches Abenteuer geschickt - nämlich mit der Aufgabe, alle Farben wiederzubeschaffen, die Mundurucu gestohlen hat...
Bewertung:
Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Buch enttäuscht war. Ich hatte das Gefühl, hier hat der Grossmeister Foster eine nette Idee gehabt, oder besser eine ganze Reihe Ideen, und diese dann ziemlich lustlos zusammengewürfelt. Das Buch steckt voller logischer Fehler, und vermag nicht so recht mitzureissen. Einem unbekannteren Autor, der noch nicht viel veröffentlicht hat, könnte man es durchaus durchgehen lassen und es sogar als halbwegs gelungen betrachten - aber von Foster bin ich einfach viel besseres gewöhnt.
Weder kann Foster sich festlegen, ob der Mensch nun die Krone der Schöpfung ist oder doch eher deren trauriger Kehrsatz, noch vermag die Welt, die er erschafft, zu überzeugen. Zuviele Ansätze sind fast zusammenhangslos aneinandergereiht, keiner wird näher ausgeführt. Schwächen in der Story werden durch unlogische und unerklärte Handlungssprünge und eine Prise erotischer Anspielungen zu verdecken versucht.
Foster geht seiner Leitidee, dem Verschwinden der Farben bzw. dem Durchqueren der Farbreiche, nicht konsequent nach. Es wird weder ersichtlich, welch grosser Verlust das Verbannen der Farbe ist, noch wie die einzelnen Farbreiche mit ihren Farben verbunden sind.
Insgesamt macht das Buch einen unausgegorenen Eindruck, als sei es zu schnell auf den Markt geworfen worden. Die logischen Fehler hätte ein aufmerksamer Beta-Leser eigentlich entdecken müssen (z.B wenn Foster in einer Welt, in der keine Farbe mehr existiert, von "rot-blau-gesprenkelten Augen" spricht, oder ein Panther sich plötzlich "mit einer Hand" festklammert...)
Und nicht zuletzt fehlt mir der feine Humor, der sonst viele Werke dieses grossen Autors durchzieht.
Insgesamt eine schwache Leistung. Empfehlenswert höchstens für ganz hartgesottene Foster-Fans. Alle anderen greifen besser zu einem Buch aus dem Homanx-Universum oder der Bannsänger-Reihe.