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Produktinformation
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Wim Wenders nähert sich seinen Themen eigentlich immer auf verschiedenen Wegen und Umwegen, darin liegt der Reiz seines Schaffens, aber oft auch dessen größte Schwäche. Bei Am Ende der Gewalt kreist er auf zwei parallelen Umlaufbahnen um sie herum und ermöglicht uns so einen doppelten, im weitesten Sinne kulturellen und politischen, Blick auf die Welt am Ende des 20. Jahrhunderts. Mike Max (Bill Pullman) ist als Produzent von B-Actionfilmen reich und berühmt geworden, doch sein Leben befindet sich wie seine Ehe mit der gelangweilten Paige Stockard (Andie McDowell) in einer Krise. Als ihn zwei mysteriöse Killer attackieren, kann er nur knapp entkommen und taucht bei einer mexikanischen Familie unter. Der Wissenschaftler Ray Bering (Gabriel Byrne) ist ein reiner Beobachter. Von einer Sternwarte aus überwacht er für das FBI mit einem neuartigen Videokamerasystem die Straßen von Los Angeles. Er glaubt, die Gewalt zu kontrollieren, doch es sind die Menschen an sich, die seine Vorgesetzten bespitzeln wollen.
Mit den Geschichten von Mike Max und Ray Bering kann Wim Wenders klassische Hollywood-Genres wie das Liebesmelodram, den Verschwörungsthriller und den Krimi zitieren und variieren. Zugleich ermöglichen sie ihm aber auch einen Diskurs über das Kino und die Gesellschaft, die Gewalt in den Medien und die Gewalt auf den Straßen, der in seiner Komplexität seinesgleichen sucht. Dank dieses so mutigen wie innovativen Spagats geht Wenders Reflexivität nie auf Kosten der Emotionalität. Selten haben die Figuren in seinen Filmen so berührt wie die beiden einsamen, verlorenen Männer, die Bill Pullman und Gabriel Byrne mit einer unwiderstehlichen Aura von einsamer Größe und Tragik umgeben. --Sascha Westphal
Dieser Film ist genau das Richtige für ruhige Nächte, denn da kann er seine Wirkung voll entfalten.
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