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Am Anfang war das Wort: Roman
 
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Am Anfang war das Wort: Roman [Taschenbuch]

Batya Gur , Mirjam Pressler
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

An der Universität von Jerusalem geht ein Mörder um. Inspektor Ochajon, bekannt für Charme, Eigensinn und unorthodoxe Methoden, beginnt zu ermitteln und gerät immer tiefer in die elitäre akademische Gesellschaft, eine Welt, in der Worte eine tödliche Macht besitzen können. Mit wunderbar tiefgründigen Charakteren, einem schillernden Ambiente und psychologischem Spürsinn gibt Batya Gur dem Kriminalroman eine neue Note.

carpe.com

In "Am Anfang war das Wort" schreibt Batya Gur über ein Milieu, das sie kennt: Die israelische Autorin war viele Jahre selbst Dozentin für Literatur. In Am Anfang war das Wort geht es um dieses ungewöhnliche Universitätsmilieu, besser gesagt um den Fachbereich für Literatur. Gleich zu Beginn des Romans entführt Gur die Leser in einen temporeichen Strudel von Beziehungen und Charakteren, und es geschehen zwei Morde. An der Universität von Jerusalem sterben an einem Wochenende zwei Dozenten desselben Fachbereichs: Der Doktorand Ido Dudai stirbt bei einem Tauchunfall, der sich schon bald als Mord entpuppt und Professor Schaul Tirosch wird erschlagen in seinem Büro aufgefunden. So vertrackt und undurchschaubar die universitären Beziehungen um Ansehen, wissenschaftlichen Stolz, Begünstigung, autoritären Druck und elitäre Gespreiztheit sind, so kompliziert gestaltet sich auch die Aufklärung der Mordfälle. Inspektor Michael Ochajon von der Jerusalemer Polizei sieht sich einem unentwirrbaren Geflecht von Andeutungen, Indizien und Beziehungen gegenüber. Bald schon stößt Ochajon auf einige Geheimnisse im Leben Tiroschs: Hinter der Maske des peniblen Literaturpapsts mit einer hypnotischen Wirkung auf Frauen scheint einiges verborgen zu sein. Dudai, der sich kurz vor seinem Tod in den USA aufhielt, scheint diesem Geheimnis seines Professors auf die Spur gekommen zu sein. Schließlich glaubt Ochajon, dass die Lösung des Rätsels in Gedichtband Schira des hebräischen Dichters Argon versteckt liegt. Für einige Zeit verlegt er die Untersuchung in die Universitätsbibliothek. Als Ochajon das Doppelleben eines Professors aufdeckt, ist es bis zum Motiv für die beiden Morde, die irgendeinen Zusammenhang haben müssen, nicht mehr weit.

In diesem Roman sorgen die komplizierten universitären Verhältnisse mit ihrer eigenen Ethik für eine Vielzahl von Andeutungen und ein immer komplexer werdendes Geflecht von menschlichen Beziehungen und mörderischen Indizien. Gur erzählt weniger aus kriminalistischem, sondern aus psychologischem Interesse. Die Personen sind vielschichtig und in all ihrer Widersprüchlichkeit beschrieben. Seine Faszination bezieht dieses Buch dabei aus der spannenden Enthüllung als Annährung an ein Rätsel. Mit Inspektor Ochajon schuf Gur den kriminalistischen Anti-Held schlechthin: Seine privaten Probleme sind etwa so kompliziert wie der Fall, an dem er gerade arbeitet und Ochajon verfügt über den intuitiven Spürsinn eines Gefühlsmenschen. Ein Inspektor also, der gerade das Gegenteil von den beinharten Spürhunden dieses Krimi-Genres ist.

Am Anfang war das Wort ist ein Roman, in dem Stoff und Erzählung die bestmögliche Einheit bilden und die Schwierigkeiten der Hochschulverhältnisse in die mörderische Kompliziertheit der Erzählung münden. --Christoph Steven

Über den Autor

Batya Gur, geboren 1947 in Tel Aviv als Kind polnischer Einwanderer, arbeitete zunächst als Lehrerin und Journalistin, bevor sie mit ihren Kriminalromanen um Inspektor Ochajon von der Jerusalemer Polizei internationalen Ruhm erlangte. Für ihren ersten Roman "Denn am Sabbat sollst Du ruhen" (1992) erhielt sie den deutschen Krimipreis. Ihre Ochajon-Romane wurden weltweit zum berühmten Markenzeichen literarisch-intelligenter Kriminalunterhaltung, und in ihrer Heimat galt sie als Begründerin des israelischen Krimi-Genres. In allen ihren Romanen spielte aber auch die Auseinandersetzung mit der israelischen Gesellschaft und Politik eine ganz wesentliche Rolle.
Neben der schriftstellerischen Tätigkeit war Batya Gur als bedeutende Literaturkritikerin bekannt. Viele Jahre schrieb sie eine regelmäßige Literaturkolumne für die angesehene israelische Tageszeitung "Ha'aretz". Batya Gur lebte mit ihrer Familie in Jerusalem. Am 19. Mai 2005 starb sie in ihrer Heimatstadt an Krebs.


Mirjam Pressler, 1940 in Darmstadt geboren, gehört zu den namhaftesten Autorinnen der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Für ihr Romandebüt "Bitterschokolade" erhielt sie 1980 den "Oldenburger Jugendbuchpreis", 1995 folgten der "Deutsche Jugendliteraturpreis" sowie der "Zuercher Kinderbuchpreis" für "Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen". Im Januar 2001 wurde sie mit der "Carl-Zuckmayer-Medaille" ausgezeichnet. Pressler ist auch eine renommierte Übersetzerin aus dem Hebräischen und Niederländischen. Für ihr übersetzerisches Gesamtwerk erhielt sie 1994 den "Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises". Im April 2004 erhielt sie für ihr Gesamtwerk den "Deutschen Bücherpreis". Nach langen Aufenthalten in Israel lebt die Autorin jetzt in der Nähe von München. Mirjam Pressler hat drei erwachsene Töchter.
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