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Am Anfang war das Wort: Roman
 
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Am Anfang war das Wort: Roman [Taschenbuch]

Batya Gur , Mirjam Pressler
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. Ausgabe (1. März 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344205995X
  • ISBN-13: 978-3442059959
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 524.432 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Batyah Gur
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

An der Universität von Jerusalem geht ein Mörder um. Inspektor Ochajon, bekannt für Charme, Eigensinn und unorthodoxe Methoden, beginnt zu ermitteln und gerät immer tiefer in die elitäre akademische Gesellschaft, eine Welt, in der Worte eine tödliche Macht besitzen können. Mit wunderbar tiefgründigen Charakteren, einem schillernden Ambiente und psychologischem Spürsinn gibt Batya Gur dem Kriminalroman eine neue Note.

carpe.com

In "Am Anfang war das Wort" schreibt Batya Gur über ein Milieu, das sie kennt: Die israelische Autorin war viele Jahre selbst Dozentin für Literatur. In Am Anfang war das Wort geht es um dieses ungewöhnliche Universitätsmilieu, besser gesagt um den Fachbereich für Literatur. Gleich zu Beginn des Romans entführt Gur die Leser in einen temporeichen Strudel von Beziehungen und Charakteren, und es geschehen zwei Morde. An der Universität von Jerusalem sterben an einem Wochenende zwei Dozenten desselben Fachbereichs: Der Doktorand Ido Dudai stirbt bei einem Tauchunfall, der sich schon bald als Mord entpuppt und Professor Schaul Tirosch wird erschlagen in seinem Büro aufgefunden. So vertrackt und undurchschaubar die universitären Beziehungen um Ansehen, wissenschaftlichen Stolz, Begünstigung, autoritären Druck und elitäre Gespreiztheit sind, so kompliziert gestaltet sich auch die Aufklärung der Mordfälle. Inspektor Michael Ochajon von der Jerusalemer Polizei sieht sich einem unentwirrbaren Geflecht von Andeutungen, Indizien und Beziehungen gegenüber. Bald schon stößt Ochajon auf einige Geheimnisse im Leben Tiroschs: Hinter der Maske des peniblen Literaturpapsts mit einer hypnotischen Wirkung auf Frauen scheint einiges verborgen zu sein. Dudai, der sich kurz vor seinem Tod in den USA aufhielt, scheint diesem Geheimnis seines Professors auf die Spur gekommen zu sein. Schließlich glaubt Ochajon, dass die Lösung des Rätsels in Gedichtband Schira des hebräischen Dichters Argon versteckt liegt. Für einige Zeit verlegt er die Untersuchung in die Universitätsbibliothek. Als Ochajon das Doppelleben eines Professors aufdeckt, ist es bis zum Motiv für die beiden Morde, die irgendeinen Zusammenhang haben müssen, nicht mehr weit.

In diesem Roman sorgen die komplizierten universitären Verhältnisse mit ihrer eigenen Ethik für eine Vielzahl von Andeutungen und ein immer komplexer werdendes Geflecht von menschlichen Beziehungen und mörderischen Indizien. Gur erzählt weniger aus kriminalistischem, sondern aus psychologischem Interesse. Die Personen sind vielschichtig und in all ihrer Widersprüchlichkeit beschrieben. Seine Faszination bezieht dieses Buch dabei aus der spannenden Enthüllung als Annährung an ein Rätsel. Mit Inspektor Ochajon schuf Gur den kriminalistischen Anti-Held schlechthin: Seine privaten Probleme sind etwa so kompliziert wie der Fall, an dem er gerade arbeitet und Ochajon verfügt über den intuitiven Spürsinn eines Gefühlsmenschen. Ein Inspektor also, der gerade das Gegenteil von den beinharten Spürhunden dieses Krimi-Genres ist.

Am Anfang war das Wort ist ein Roman, in dem Stoff und Erzählung die bestmögliche Einheit bilden und die Schwierigkeiten der Hochschulverhältnisse in die mörderische Kompliziertheit der Erzählung münden. --Christoph Steven


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Zwei Morde im literaturwissenschaftlichen Seminar der Universität Jerusalem: ein Dichter wird erschlagen, ein Promovend stirbt beim Tauchen. Wer nun wen umgebracht hat und warum, ist im Gespinst der Beziehungen (sexueller und anderer Natur), in dem sich alle Verdächtigen - und die Opfer - befinden, nur schwer herauszufinden. Inspektor Ochajon, selbst einmal Literaturstudent, versucht die Lösung zu finden: sie liegt zwischen den Gedichtzeilen verborgen. Batya Gur gelingt es, eine dichte Geschichte zu erzählen, die den Leser durchaus in Bann schlagen kann. Allerdings darf man die "literaturwissenschaftlichen" Ausführungen der Protagonisten nicht immer ganz ernst nehmen. Natürlich hat Ochajon (offenbar ein "must" für Vertreter der Staatsmacht, die ein bißchen interessant wirken sollen) auch Schwierigkeiten mit seiner Freundin (geschieden und mit Kind ist er sowieso), die im Rahmen der Geschichte allerdings ein wenig aufgesetzt wirken, haben sie doch keinerlei Bedeutung für den Verlauf der Geschichte, sieht man davon ab, daß Ochajon noch weniger schläft und mehr Kaffee trinkt als sowieso schon. Nicht nur durch diese Nebenhandlung wird die Geschichte stellenweise etwas langatmig - im Gegenzug verwirren unklare Informationen den Leser zwischendurch mehr, als daß sie die Spannung erhöhten. Was das Buch dennoch lesenswert macht, sind zweifellos die interessanten Figuren und die Schwierigkeiten, die Inspektor Ochajon mit ihnen hat: der bei allen beliebte Literaturprofessor, der vielleicht doch gemordet hat (das will ich nicht verraten), die blasse Schönheit, die mit dem Dichter verheiratet war und deren Verhalten sie mehr als verdächtig macht... und am Schluß kommt alles ganz anders. Die Lösung liegt, tatsächlich, in den Gedichten. Insgesamt also ein streckenweise etwas mäßiges Buch, das aber durchaus gepflegte Unterhaltung bietet. Drei Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Am Anfang war das Wort" (Goldmann 43600 - hebräische Originalausgabe 1991) ist nach dem 1992 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneten Roman "Denn am Sabbat sollst du ruhen" (Goldmann 42597 - hebräische Originalausgabe 1989) der zweite Roman Batya Gur's mit Inspektor Ochajon. Während sich ihr erster Roman mit Inspektor Ochajon in der Welt der Psychoanalyse abspielte, bietet in diesem Buch die Welt der Literatur den Hintergrund für die Ermittlungen von Insepektor Ochajon. Zuerst verunglückt ein junger Literaturdozent, Ido Dudai, beim Tauchen am Roten Meer. Doch der vorgebliche Unfall entpuppt sich bald als Mord. Am selben Wochenende wird der berühmte Dichter und Vorstand des Instituts für Hebräische Literatur an der Universität Jerusalem, Professor Schaul Tirosch, in seinem Büro erschlagen aufgefunden. Auf der Suche nach dem/den Mörder/n dringt Inspektor Ochajon in die akademische Welt der Literaturwissenschaft ein. Von Gespräch zu Gespräch, von Verhör zu Verhör lernt er, daß auch die literarische Welt nicht nur den Wohlklang der Prosa und der Poesie kennt. Schließlich glaubt er in den Gedichten des ermordeten Professors den Schlüssel für die Aufklärung der beiden Morde gefunden zu haben. Alles in allem ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes Buch ohne daß es hierzu Action bedarf und - wie die Süddeutsche Zeitung schreibt - "ein brillanter Diskurs über Kunst, Mord und Obsession".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Hörkassette
Hörspielbearbeitungen haben immer ein Problem: Die Vorlage muss für mehrere Sprecher umgeschrieben werden und dabei wird meist ein Teil der Geschichte stark verkürzt. So auch bei "Am Anfang war das Wort". Das Buch fand ich spannend, ganz in Batya Gur-Manier. Beim Hörbuch geht es allzu schnell, und da viel vom Innenleben der Personen entfällt, verkommt die Geschichte und wird flach. Die Spannung fehlt, nicht zu empfehlen.
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