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Alzheimer. Spurensuche im Niemandsland
 
 
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Alzheimer. Spurensuche im Niemandsland [Taschenbuch]

Michael Jürgs
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 351 Seiten
  • Verlag: List Tb. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548600190
  • ISBN-13: 978-3548600192
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Michael Jürgs
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Auguste Deter im April 1906 in der Städtischen Irrenanstalt zu Frankfurt verstarb, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung die Untersuchungsergebnisse des behandelnden Arztes einmal bekommen würden. Alois Alzheimer stellte den Fall im Herbst desselben Jahres zwar den Teilnehmern einer Konferenz vor, erhielt dafür aber kaum Beachtung. Die Geheimräte sollen sich sogar gelangweilt haben und obwohl das Krankheitsbild wenige Jahre später seinen Namen erhielt, geriet es schließlich völlig in Vergessenheit. Erst als Rita Hayworth in den achtziger Jahren diese heimtückische Reise ins Niemandsland antrat, gelangte der Morbus Alzheimer in den Blick einer weiten Öffentlichkeit.

Es ist schon eindrucksvoll, in welcher Art und Weise sich Michael Jürgs der Alzheimerschen Krankheit nähert. Wer war Alois Alzheimer? Akribisch zeichnet er den Lebensweg Alois Alzheimers nach und dabei gelingt es dem Autor in eindrucksvoller Weise, den langsamen Abschied des eigenen Ich zu schildern, der allein in Deutschland rund 50 000 neue Fälle pro Jahr heimsucht. Der Wissenschaftler, der einerseits besessen war von seinen Forschungen, andererseits aber auch aus vollem Herzen genießen konnte, dessen politisches Desinteresse auch zu nationaler Engstirnigkeit führte und dessen Bescheidenheit für Wissenschaftskreise gänzlich unüblich war.

Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird bald in einem außerordentlich spannenden Stück Wissenschaftsgeschichte gefangen sein und dabei Menschen kennenlernen, die langsam ihre Biographie verlieren. Auch wenn es keineswegs nur für betroffene Menschen und deren Umfeld gedacht ist, so machen die Darstellungen neuester Forschungsergebnisse und die Schilderung der Besuche in Pflegeheimen und Gedächtniskliniken dieses ungewöhnliche Werk doch zu einem der wichtigsten Handbücher über diese Krankheit. Ein umfangreicher Anhang mit Glossar, Literaturverzeichnis und Adressenlisten runden das Bild dieser erstklassigen Arbeit ab. --J. Schüring -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der Wissenschaftler Alois Alzheimer steht im Mittelpunkt dieses Buches. Seine Entdeckung, die Alzheimersche Krankheit, gilt inzwischen als Geißel des Jahrhunderts. Die Ursachen für das Verlöschen des Geistes und wer daran wann und warum erkrankt, weißman bis heute nicht.
Die Biographie des Privatmannes Alzheimer ist eine Geschichte von Schuld und Veränderung. Seine Frau Cäcile, die viel zu früh starb, war Jüdin, ihre drei Kinder galten in der perversen Logik der nationalsozialistischen Rassengesetze als Mischlinge. Wie sie das Dritte Reich überlebten, was das Vermögen seiner Frau mit der Entdeckung der Krankheit zu tun hatte, wie die frühe Diagnose Alzheimers für Jahrzehnte vergessen wurde, das ist nicht nur deutsche Historie, sondern Medizingeschichte, die sich wie ein Krimi liest.
Der Autor zitiert außerdem Fallstudien von berühmten Alzheimer-Kranken wie Ronald Reagan, Rita Hayworth oder Immanuel Kant.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Michael Jürgs, auch bekannt durch "Der Fall Axel Springer" ( veröffentlicht 1995 ) nimmt den Leser in seinem Buch " Alzheimer-Spurensuche im Niemandsland" ( veröffentlicht 1999 ) mit auf eine spannende Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Anschaulich berichtet er über die unheimliche Krankheit Alzheimer und läßt uns teilhaben am Leben des Mannes, der sie entdeckte. Einzelschicksale wie die Ronald Reagans, Rita Hayworths, Immanuel Kants bringen das Leiden dieser Krankheit näher. Interessant schildert Michael Jürgs die Arbeit in den Forschungslaboren und gibt damit eine Übersicht, wie weit die Forschung heute ist und wielang der Weg bis zu einer möglichen Heilung noch sein wird. Selbst dem Laien sind seine Schilderungen und Erklärungen gut verständlich. Wunderbar recherchiert und erstaunlich zusammengefügt hat Jürgs seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus seiner eigenen " Alzheimerforschung". Ein ergänzendes Fachbuch und doch so spannend wie ein guter Roman, ja fast schon wie ein Krimi. Ein Buchtip für jeden, der mehr über die Krankheit Alzheimer, den Mann, der sie entdeckte, ihren Forschungsstand und ihre Schicksale erfahren möchte.
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Schwere Kost! 25. Oktober 2011
Von Michaela
Format:Taschenbuch
Michael Jürgs beschäftigt sich in seinem Buch " Alzheimer: Spurensuche im Niemandsland" sehr ausführlich mit der Geschichte Alois Alzheimers. Ich finde das nicht so passend, da es scheinbar nicht viel Schriftliches von ihm selbst gibt und Jürgs deshalb viele Spekulationen in den Raum stellt, die ich persönlich uninteressant finde.
Noch weitschweifender wird es, als er auch sämtliche Kollegen und Mitstreiter Alzheimers und deren persönliche Einstellungen erörtert und seine Meinung dazu zum besten gibt.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt er gut wieder, allerdings wiederholt er sich häufig.
Wie man mit Alzheimerpatienten umgeht, wie man ihnen ihr Leben erleichtern kann und die konkrete Unterscheidung von allgemeiner Demenz und Alzheimer bleibt unbeantwortet.
Alles in allem finde ich dieses Buch nicht empfehelnswert, da es sehr lang und sehr schwer zu verstehen ist und keine Hilfe im Umgang mit Alzheimer Patienten bietet.
Generell finde ich seine eigene Interpretation der Dinge oft fehl am Platz.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist - wenn man sich mal an den zugegebenermaßen etwas weitschweifigen und zT nervigen Stil des Autors gewöhnt hat - ein Gewinn. Man erfährt sowohl viel interessantes über die Person Aloys Alzheimer, als auch über die nach ihm benannte Erkrankung und deren Ursachen/Verlauf. Außerdem fand ich den Einblick in die Strukturen der Institutionen und Wissenschaftler zu Zeiten Alzheimers sehr gut - plötzlich tauchen Namen auf, die man mit etwas ganz anderem in Verbindung bringt und man erfährt, daß dieser mit jenem am Institut soundso gearbeitet hat etc.
Man braucht Zeit für dieses Buch aber es ist auf jeden Fall zu empfehlen!
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