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Altstadtfest: Kollers dritter Fall
 
 

Altstadtfest: Kollers dritter Fall [Kindle Edition]

Marcus Imbsweiler
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Pressestimmen

Der raubeinige Charme des Max Koller macht Imbsweilers Bücher zum puren Lesevergnügen. Im ironischen Plauderton und mit einer herrlichen Leichtigkeit erzählt der Krimiautor seine dritte Geschichte um den Heidelberger Privatermittler bis zum überraschenden Ende.

Kurzbeschreibung

Das Heidelberger Altstadtfest. Tausende drängen sich durch die Straßen des historischen Zentrums. Plötzlich fallen Schüsse auf dem Uniplatz, es gibt etliche Tote und Verletzte. Der Täter flüchtet unerkannt.Der Amoklauf eines Verwirrten? Ein Terroranschlag? Oder die Tat von Rechtsradikalen? Fieberhaft ermitteln Polizei und Geheimdienste. Und auch Privatdetektiv Max Koller wird in den Fall hineingezogen: Flavio Petazzi, italienischer Politiker und Vater eines der Opfer, betraut ihn mit eigenen Nachforschungen. Er soll Belege dafür finden, dass allein Petazzis Tochter Ziel des Anschlags war. Gegen seine Überzeugung nimmt Koller den Auftrag an. Und kommt am Ende zu einer unerwarteten Lösung ...

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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
humorvoller krimi 19. August 2009
Format:Broschiert
Auf dem Cover ist eine kopfsteingepflasterte Straße mit Gebäuden auf beiden Seiten und ein paar Menschen im Schatten zu sehen. Die Sonne geht gerade auf oder unter.
Mit einem Blick auf das Bild fühlte ich mich gleich in einer Altstadt, wie der Titel schon kundtut.

Die Handlung fängt mit der Tat selbst an und bringt so schon Spannung mit sich. Geschildert wird aus Sicht eines Mannes, dessen Aufgabe in der Handlung wenig später klar wird. Es handelt sich dabei um den Protagonisten Max Koller. Im Laufe des Romans erfährt man mehr über sein Privatleben, wie er es verbringt, wo er sich gerne aufhält und mit wem er die Zeit verbringt. Dabei wird nur ein Freund etwas genauer beschrieben. Aber trotz der eher oberflächlichen Beschreibung von Max Koller konnte ich schnell eine Verbindung zu ihm herstellen.
Die anschauliche Darstellung, die ich von Anfang an bewundern durfte, ist in meinen Augen großartig umgesetzt und immer wieder mit einem Witz aufgelockert.
Einzelne Sätze waren so humorvoll geschrieben, dass sie mich zum Schmunzeln brachten. Auch waren hin und wieder einige genial eingestreute Lacher zu finden!
Der Autor schreibt manches im Dialekt und auch umgangssprachlich, was mir sehr gut gefiel.

Allem Anschein nach sieht die Schießerei auf dem Heidelberger Stadtfest aus wie ein Attentat. Aber nicht für einen italienischen Politiker sowie Großindustriellen, dessen Tochter dabei ums Leben kam. Er beauftragt einen Privatdetektiv (lt. Autor in Heidelberg Privatflic), um zu beweisen, dass dieses Attentat allein seiner Tochter galt. Und so liegt der Fall nun bei Max Koller.
Dieser weiß erst einmal gar nicht, an welcher Stelle er mit seinen Ermittlungen ansetzen soll. Durch persönliche Gespräche mit Vater und Freunden der Toten, sowie einem Verdächtigen, kommt er dem wahren Hintergrund der Tat auf die Spur. Begleitet wird das Ganze von den ironisch-sarkastischen Gedanken des Privatdetektivs. Das alles ist gewürzt mit einer großen Portion Humor, der die Ermittlungen etwas aufpeppt.
Allerdings erfährt man durch Kollers Gedankengänge nichts, was zu der Lösung des Falles hilfreich wäre, weswegen die Ermittlungen für mich immer überraschend waren.
Die Spannung war in meinen Augen immer unterschwellig spürbar, mal mehr, mal weniger. Zum Ende hin wird Max Koller auch noch selbst zur Zielscheibe und so wurde es noch regelrecht dramatisch.
Dies ist der dritte Fall von Max Koller. Der Krimi ließ sich für mich flüssig lesen. Es wurden keine irritierenden Verstrickungen zu älteren Fällen gezogen, wofür ich als Quereinsteiger dankbar bin.
Was das Ende anbelangt, kann jeder Leser die Auflösung sehen, wie er mag. Für mich war dieser Fall abgeschlossen, trotz offener Fragen und mancher Ungereimtheiten.

Der Roman ist in der Ich-Form verfasst und in Blocksatz gedruckt, was mir das Lesen erleichtert hat.
Der Autor verwendet zahlreiche Fremdwörter, die nicht erklärt wurden, was ich als störend empfand.
Kurz vor der Auflösung des Falles liest Max Koller zwei Erzählungen, wovon eine nur in Kleinbuchstaben abgedruckt ist. Beide Kurzgeschichten sind in Kursivschrift dargestellt.
Ich gehe davon aus, dass die Örtlichkeiten den Tatsachen entsprechen, da der Autor selbst in dieser Stadt lebt. So könnte ich mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen Heidelberger Freude bereiten wird, manche Wege vielleicht nachzugehen.

Fazit:
Ein humorvoller Krimi erster Klasse!
Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen!
Hätte der Autor die Fremdwörter erklärt oder weggelassen, hätte es 5 Sterne gegeben. So sind es nun 4 von 5 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
In Heidelberg wird das traditionelle Altstadtfest gefeiert. Tausende von Menschen haben sich im historischen Zentrum zusammengefunden. Doch dann schlägt die Feierlaune in lähmendes Entsetzen um. Ein Schütze feuert in die Menge und kann unerkannt flüchten. Zurück bleiben Tote und Verletzte. Unter den Toten ist auch Bianca Petazzi, Tochter des italienischen Großindustriellen und Politikers Flavio Petazzi. Hinter dem Anschlag wird eine rechtsradikale Gruppierung vermutet. Petazzi beauftragt den Privatdetektiv Max Koller, weil er hinter dem Anschlag einen gezielten Anschlag gegen seine Tochter vermutet, zudem ist er mit der Ermittlungsarbeit der zuständigen Behörden unzufrieden.

Max Koller in seinem dritten Fall. Zynischer und politischer als in seinen beiden ersten Fällen. Marcus Imbsweiler ist mit diesem Buch ein sehr realistischer Krimi gelungen. Aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen baut er geschickt in seine Geschichte ein. Aber in diesem Krimi findet sich auch ein resignativer Unterton. Resignation mit den politischen Entwicklungen und Praktiken in unserer Zeit. Genau dieses macht auch den ganz besonderen Reiz dieses Krimis aus. Imbsweiler beschreibt nicht eine heile Welt, die es in der Realität einfach nicht gibt. Er beschreibt die Dinge so wie sie sind. Max Koller steht oftmals stellvertretend für die Menschen, die sich engagieren aber dabei oftmals eben auch gegen Windmühlenflügel kämpfen. Max Koller ist zwar zynisch und mit einen ganz besonderen raubeinigen Charme ausgestattet, aber trotzdem hat er sich immer noch ein Rest Idealismus bewahrt.

Ein lesenswerter Krimi
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Blutiger Herbst 23. Dezember 2009
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
*Als dieser Verrückte auf dem Uniplatz um sich ballerte, stand mit einem Schlag das öffentliche Leben still. Die Würstchenbräter erstarrten hinter ihren Rosten, die Zuckerwatteverkäufer hielten im Zuckerwatteverkaufen inne, die Biertrinker setzten ihre Plastikbecher ab, und die guten Bekannten, die man nicht hatte treffen wollen, stoppten ihre Redefluss mitten in der Silbe. Auch die Musik verstummte. Drüben, auf der Bühne vor der Neuen Aula, blieben der Sängerin einer Volksmusikgruppe die Töne im Hals stecken. Die Gruppe nannte sich 'Die Fidelen Odenthäler', und nie war ihr Name so unpassend wie in diesem Moment. Mitten unter ihnen stand der Attentäter, MP im Anschlag.
Ohne Musik keine Sicherheit. Als sie aussetzte, brach den Feiernden eine Stütze weg, eine Wand, an die sie sich, ohne es zu merken, gelehnt hatten. Statt ihrer breitete sich Stille aus: die Druckwelle einer tonlosen Explosion ...*
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Zum Inhalt & Hintergrund: "Eine Panzerfaust hoch über uns nahm uns von links hinten unter Beschuss. Das Glas der Heckscheibe zerbrach, fiel nach vorne und zerschnitt meinen Hinterkopf. Ich warf mich nach vorne, zu Boden. Meine Frau sah mich an und glaubte, ich sei tot, weil sie dachte, mein ganzer Hinterkopf sei weggeschossen. Alles war voller Blut ..."
So erinnert sich Frederick Kroesen, Kommandierender General der US-Armee in Deutschland, an das Attentat vom 15. September 1981 in Heidelberg. Verübt wurde es von der zweiten Generation der RAF, Christian Klar bediente die Panzerfaust. Das Geschoss durchschlug den Kofferraum von Kroesens Limousine, der General und seine Frau kamen mit leichten Verletzungen davon.
Lange her, könnte man sagen.
Doch nun, im Sommer 2009, fallen in der Stadt am Neckar vier Unschuldige einem Attentat zum Opfer. Mitten im historischen Zentrum, während des von Tausenden besuchten Heidelberger Herbsts.
Amoklauf oder gezielter Anschlag? Die Tat eines Einzelnen oder ein politisches Fanal? In der Stadt werden Erinnerungen an frühere Zeiten wach. Ein Bekennerschreiben scheint für Klarheit über die Hintergründe zu sorgen, doch dann reist der Vater eines der Opfer aus Italien an und präsentiert eine neue, haarsträubende Theorie. Fieberhaft ermitteln Polizei und Geheimdienste. Und auch Privatdetektiv Max Koller wird in den Fall hineingezogen ...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Fazit: Jüngere deutsche Geschichte verwoben mit spannender Fiktion - ein beeindruckender Kriminalroman!
Der Autor Marcus Imbsweiler besticht durch eine spürbare Freude am Erzählen, am Ausschmücken und Ausfeilen des Ambientes, des scheinbar Nebensächlichen, der Ränder der Geschichte - und dies alles hebt diesen Roman weit über die gängige Routine hinaus.
Sehr empfehlenswert - meint -
Reinhard Busse
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