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Alternative Wohnformen: Selbstbestimmtes Wohnen im Alter
 
 
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Alternative Wohnformen: Selbstbestimmtes Wohnen im Alter [Taschenbuch]

Jan Hendrik Schönfeld
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Räume schaffen für ein aktives Leben im Alter. Unsere Gesellschaft wird älter und die zahlreichen Dienstleistungsangebote – die den Alltag älterer Menschen erleichtern sollen – sind in Zukunft nicht immer bezahlbar. Dieses Buch zeigt auf, ob alternative Wohnformen – insbesondere gemeinschaftliches Wohnen interessant für Wohnungsunternehmen sind. Es werden die herkömmlichen Wohnformen wie Service Wohnen, Betreutes Wohnen und Wohnen im Altenheim, den alternativen Wohnformen, zum Beispiel gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt u. a. auch mit den Erfahrungen im Ausland gegenübergestellt. Das Buch richtet sich an die Wohnungswirtschaft und auch an Interessierte des gemeinschaftlichen Wohnens.

Der Verlag über das Buch

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Diplomarbeit die am 24.09.2004 erfolgreich an einer Akademie in DEUTSCHLAND im Fachbereich Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eingereicht wurde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Auszug aus Alternative Wohnformen. Selbstbestimmtes Wohnen im Alter von Jan H. Schönfeld. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Einleitung: Bereits heute verändert sich teilweise dramatisch
die Situation auf den Wohnungsmärkten, welche im Kapitel 3 erläutert
werden. Insbesondere erhöht sich in unserer Gesellschaft der Anteil der
älteren Menschen erheblich. Die sozialstaatlichen Ressourcen werden durch
die alternde Gesellschaft stärker strapaziert. Es ist davon auszugehen,
dass das Risiko von sozialer Ungleichheit im Alter ansteigt. Die
Entwicklungen aus der Individualisierung und der Pluralisierung verändern
die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen. Es entstehen neue
Lebensformen und Haushaltstypen, die die traditionellen Familienformen
ablösen. Familiäre Netzwerke werden weniger, so dass die soziale Sicherheit
abnimmt. Die Situation der älteren Menschen ist im Kapitel 4 beschrieben.
Dabei ist auf die Vereinzelung, dem Lebensstil und dem Trend des
freiwilligen Engagements eingegangen.

Steigende Kosten durch Fluktuation - aufgrund von nicht funktionierenden
Nachbarschaften und sozialen Erosionserscheinungen - grundsätzlichen
Vermarktungsproblemen bis hin zu Leerständen erhöhen den wirtschaftlichen
Druck auf die Wohnungsunternehmen, wenn nicht markt- und zukunftsorientiert
agiert wird. Eine Anpassung der Wohnungsbestände, besonders an das
altersgerechte Leben und Wohnen, wird notwendig sein.

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit alternativen Wohnformen; mit dem
Schwerpunkt selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Hierbei geht es um die Frage,
inwieweit gemeinschaftliche Wohnformen Lösungsansätze bzw. eine
Entschärfung der erwähnten Risiken in Portfolios von Wohnungsunternehmen
sein können. Im 5. Kapitel sind die herkömmlichen Wohnformen, wie Service
Wohnen, Betreutes Wohnen und Wohnen im Altenheim, den alternativen
Wohnformen, zum Beispiel gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt, auch
mit den Erfahrungen im Ausland gegenübergestellt.

Die Arbeit baut sich auf die folgenden Kernfragen auf:

- Wie sehen die gesellschaftlichen Veränderungen in der Gesellschaft
insbesondere der älteren Menschen aus?
- Welche Wohnformen gibt es für ältere Menschen und wie sehen deren
Bedürfnisse aus?
- Warum sollten Wohnungsunternehmen alternative Wohnformen initiieren?

- Welche Anforderungen werden in der Planung und Realisierungsphase von
Wohnprojekten an die operativen Handlungen des Wohnungsunternehmens
gestellt?
- Wie können Gruppen gebildet werden?
- Welche Rechtsformen eignen sich und wie können die Wohnprojekte
finanziert werden?

Es wurde ein vorhandenes Wohnprojekt des gemeinschaftlichen Wohnens im
Mietwohnungsbestand eines größeren Wohnungsunternehmens, ein Wohnprojekt
während der Bauphase einer Wohnungsgenossenschaft und ein geplantes Projekt
eines kommunalen Wohnungsunternehmens untersucht.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind im 6. Kapitel Handlungsempfehlungen
für die Planung, Realisierung und Steuerung von gemeinschaftlichen
Wohnprojekten erarbeitet worden. Neben der Erläuterung des
gemeinschaftlichen Wohnens und den betriebswirtschaftlichen Vorteilen
solcher Wohnprojekte sind im Wesentlichen die Planungs-, Realisierungs- und
Wohnpraxisphase dargestellt. Außerdem sind der Prozess der Gruppenbildung
sowie die Wahl der Rechtsformen und Finanzierungsmodelle im 6. Kapitel
erläutert. Darüber hinaus ist die Notwendigkeit barrierefreier
Wohnungsgrundrisse beschrieben.

Bei der Umsetzung solcher Wohnprojekte müssen Wohnungsunternehmen mit neuen
Anforderungen umgehen können. Daher werden insbesondere die Aspekte der
Zusammenarbeit, Sicherstellung der Kontinuität und Entscheidungskompetenzen
zwischen den Wohngruppen und den Wohnungsunternehmen behandelt.

Am Ende wird im Resümee abgeleitet, welche Zukunft solche von
Wohnungsunternehmen initiierten Wohnprojekte haben könnten und es wird eine
zusammenfassende Kritik geäußert.

2. Methodik
Im Zeitraum Juli bis September 2004 wurden leitfadenorientierte
Experteninterviews mit rund 15 Gesprächspartnern durchgeführt.

Experten von Vereinen, die das gemeinschaftliche Wohnen im Alter,
selbstbestimmtes Leben und generationenübergreifendes Wohnen als Ziel haben
sowie Geschäftsführungen und Vorstände von Wohnungsunternehmen, die solche
Projekte unterstützen, wurden interviewt.

Außerdem wurden Ansprechpartner im Niedersächsischen Ministerium für
Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und eine Expertin eines
bundesweiten Beratungsforums für gemeinschaftliches Wohnen im Alter
befragt.

Die Interviews dauerten meistens 1 ae bis 2 Stunden und fanden stets in den
Räumlichkeiten der Befragten statt. Der erste Kontakt wurde per e-mail, in
der kurz das Thema, die Problematik und der Interviewer vorgestellt wurde,
aufgenommen.

Die Terminvereinbarung für das persönliche Interview wurde telefonisch
vorgenommen.

Es wurden Gespräche mit dem Initiator, einer Bewohnerin und Mitinitiatoren
des Wohnprojektes für gemeinschaftliches Wohnen gemeinsam statt einsam e.
V. geführt. Ein Gespräch über dieses Wohnprojekt wurde ebenfalls beim
dazugehörigen Wohnungsunternehmen NILEG Wohnen, Hannover, geführt. Darüber
hinaus wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden und einer Mitarbeiterin der
Wohnungsgenossenschaft Ostland, Hannover, über ein geplantes Neubauprojekt
gesprochen. Bei diesem Gespräch waren eine Mitinitiatorin des Vereins für
gemeinschaftliches Wohnen Wohnkonzept 12 e. V. und eine zukünftige
Bewohnerin der geplanten Wohngruppe anwesend. Bei einem weiteren Gespräch
wurde die Geschäftsführerin der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg,
welche das gemeinschaftliche Wohnprojekt Mehr Leben e. V. in Lüneburg
plant, befragt.

Die Auswahl der Gesprächspartner berücksichtigt die Interessen der
Wohnungsunternehmen. Sämtliche Gesprächspartner haben einen entsprechenden
Erfahrungshorizont bei der Umsetzung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten
in der Wohnungswirtschaft.

Die Wohnprojekte sind von Wohnungsunternehmen in Niedersachsen geplant
sowie umgesetzt worden. Jedoch kann der überwiegende Anteil der Ergebnisse
aus den Befragungen sicherlich auf die restlichen Bundesländer übertragen
werden.

Art und Weise der Gesprächsabläufe
Für die Interviews wurde ein Leitfaden erarbeitet. Dieser Leitfaden
enthielt Leitfragen, die zielgerichtete Informationen aus dem individuellen
Erfahrungshintergrund der Befragten herausfilterten. Um spezifisches Wissen
der Personen abzufragen, wurde die offene Fragetechnik gewählt. Sämtliche
Interviews entwickelten eine eigene Dynamik zu einer Form des Gespräches
und Diskussion, welche schwerpunktmäßig auf die persönlichen Erlebnisse
bzw. den beruflichen Tätigkeitsbereichen abzielten.

Somit ist die gewählte Methode geeignet, in kürzester Zeit im Rahmen der
Bearbeitung der Diplomarbeit qualitativ wertvolle Informationen von
Personen mit konzentriertem und speziellem Wissen zu erhalten. Im Gespräch
konnte das Risiko von fehlerhaften Interpretationen durch direkte
Verständnisfragen minimiert werden.

Auswertung der Gespräche
Aus den Gesprächen resultieren fundierte und qualitätsvolle Informationen,
die stets praxisbezogen aus dem Nahbereich der behandelten Thematik
hervorgehen. Die Aussagen wurden weitgehend auf Diktiergerätkassetten
aufgenommen und archiviert. Neben der Aufzeichnung durch das Diktiergerät
wurden schriftliche Notizen - als Leitfaden bzw. Orientierung bei der
Auswertung der Aussagen - während des Gespräches angefertigt.

Die Aussagen der Gesprächspartner wurden sprachlich angepasst, kursiv
gedruckt und in Anführungszeichen gesetzt. Außerdem sind Wiederholungen
oder Exkurse in den Aussagen mit dem Zeichen (...) in dieser Arbeit
gekennzeichnet.

Die Informationen aus den Gesprächen dienen dieser Arbeit als Grundlage für
die Erarbeitung von praxisorientierten Handlungsempfehlungen.

Weiteres methodisches Vorgehen
Es wurden weitgehend praxisnahe Informationsquellen über die Thematik
alternativen Wohnens, insbesondere dem gemeinschaftlichen Wohnen
herangezogen. Überwiegend wurden Quellen in Form von Literatur-, Dokumenten
und Informationen aus den Gesprächen bei den Vereinen des
gemeinschaftlichen Wohnens, Wohnungsunternehmen, dem Forum für
gemeinschaftlichen Wohnen im Alter e. V., dem Verband der
Wohnungswirtschaft Niedersachsen Bremen e. V. und dem Niedersächsischen
Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit bevorzugt.

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