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Altern wie ein Gentleman: Zwischen Müßiggang und Engagement Gebundene Ausgabe – 9. Mai 2011

30 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 8. Auflage. (9. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357010091X
  • ISBN-13: 978-3570100912
  • Größe und/oder Gewicht: 14,5 x 2,9 x 22,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.428 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein herrliches, wirklich großartiges Buch, das mir das erste Mal ein bisschen die Angst vorm Älterwerden genommen hat." (Markus Lanz)

„Diese eigenwillige Mischung aus Ironie und Empfindsamkeit, aus Distanz und Nähe, prägt auch den Grundton seines Buches. Wie wollen wir im Alter leben? Am besten so, wie wir Kuntzes Buch lesen: mit einem Lächeln auf den Lippen.“ (Die Zeit)

"Ein ebenso nachdenkliches wie selbstironisch-amüsantes Buch." (west.art Magazin)

„Äußerst lesenswert und mit viel Humor geschrieben.“ (3sat Kulturzeit)

„Ein kluges und lesenswertes Buch.“ (Giovanni di Lorenzo in 3nach9)

"Ein weises Buch, das zum Nachdenken über die Werte und Ziele des Lebens anregt." (sf magazin)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sven Kuntze ist Journalist und Fernsehmoderator. Er studierte Soziologie, Psychologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Bis 1984 arbeitet er als Assistent an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Tübingen, bevor er beim WDR anfängt. Nach Stationen in Bonn, New York und Washington begann er 1993 das ARD Morgenmagazin zu moderieren. Mit dem Regierungsumzug ging er nach Berlin, wo er als Hauptstadtkorrespondent arbeitete. 2007 ging Sven Kuntze in den Ruhestand, ist aber seither immer noch als freier Journalist und Moderator tätig. 2008 drehte Kuntze die Reportage Alt sein auf Probe, in der er von seinen Erfahrungen in einem Altersheim berichtet, in das er für 7 Wochen gezogen war. Hierfür wurde Kuntze 2008 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Reportage" ausgezeichnet. Seine zweite Dokumentation Gut sein auf Probe wurde 2009 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 2010 wird sich Sven Kuntze erneut auf Reisen gehen und sich diesmal mit dem Glauben im Alter sowie den Möglichkeiten und Grenzen der Weltreligionen befassen.

Ausstrahlungstermin ist Herbst 2011 in der ARD.

Seine Erinnerungen an die Zeit in New York hat Sven Kuntze in dem Buch "New York City, Eine wunderbare Katastrophe" (Ullstein Verlag 2001) festgehalten. Der Autor lebt in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

75 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 30. Mai 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Eine ganz besondere Zeit ist es, nach eigener Aussage, in der Sven Kuntze sich befindet. Eine 'geschenkte' Zeit, geschenkte 15 Jahre, die Generationen vorher nicht gegeben waren.

Jene Zeit zwischen 60 und 75 (plus minus), die einerseits meist schon im Ruhestand verbracht werden, keine dringende 'Arbeitsaufgabe' (und damit landläufig auch Sinn) mit sich bringen, die andererseits aber noch viele Möglichkeiten offen lassen würden und nicht, wie in den Generationen vor Sven Kuntze (Jahrgang 1942), bereits dem Greisenalter zuzuzählen sind.

Er selbst ist diesen Schritt irgendwann gegangen, vom aktiven Journalisten in den Ruhestand hinein und hat diese Erfahrungen, vor allem aber viele grundlegende Gedanken zum Altern nun in Buchform vorgelegt. Kein Ratgeber ist es, was er geschrieben hat, sondern eine Zustandsbeschreibung, nach einigen, großen Themen hin geordnet, die intensiv im Tonfall und den dahinter erkennbaren Emotionen nun im Raum steht.
Durchaus ironisch bis zynisch, in Teilen enttäuscht wirkend, aber auch mit so manchen Ratlosigkeiten daherkommend, bis hin zum (natürlich ohnmächtigen) Auflehnen gegen das, was an körperlichem Verfall noch zu erwarten ist.

Wobei Kuntze durchaus nicht nur von eigener Seite nun her, sondern bereits im Vorfeld sich kompetent mit diesem Lebensabschnitt beschäftigt hatte. Im Zuge seiner Arbeit hatte er sich bereits einmal 3 Monate in ein Seniorenzentrum eingemietet. Erfahrungen, die vielfältig mit in seinen Lebensbericht, so kann man das Buch nennen, einfließen. Da, wo die Blumen noch blühen auf dem Balkon, da sitzen die regen Bewohner, da, wo das Gestrüpp verdorrt, da geht es auch im Zimmer dem Ende entgegen.
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59 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Falk Müller TOP 50 REZENSENT am 16. Mai 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Geht es nach den gängigen Ratgebern, dann braucht man nur ein paar Regeln befolgen und schon ist das Rentenalter der schönste Lebensabschnitt: täglich 2 Glas Rotwein, keine Zigaretten, gesunde Ernährung, regelmässige Vorsorgeuntersuchungen, viel Bewegung, soziale Kontakte pflegen - und nichts steht dem goldenen Lebensherbst mehr entgegen. Der Autor zeigt im Buch jedoch, dass es künftig nicht mehr so einfach sein wird. Und er scheut sich nicht, dabei unbequeme Tabus anzusprechen.

Der sogenannte Generationenvertrag wird in der Zukunft nicht weiter so bestehen können. Die ältere Generation wird die Nachkommen von den Kosten ihres erfreulicherweise immer längeren Lebens entlasten müssen. Bisher scheuten viele Rentner ihresgleichen. Und wandten sich lieber den Heranwachsenden zu in Form von "Mietgroßmüttern" oder "Märchenonkeln" - in der Hoffnung, dass sie der Umgang mit den Jungen selbst jung hält.

Künftig werden sich die älteren Mitbürger mehr um ihre eigene Generation kümmern müssen. Der Kindermangel, das ungünstige Verhältnis von jungen zu alten Menschen und die steigende Lebenserwartung lassen keine andere Wahl. Statt ausgedehnter Reisen in fremde Länder und die Flucht vor kaltem Wetter an sonnige Strände wird eher der tägliche Gang zur Nachbarin auf dem Terminplan stehen, welche versorgt werden muss. "Das Rentenalter kann nicht mehr länger nur in Freizeit münden", wie es im Buch zugespitzt heißt.

Sollen wir uns im Angesicht dessen nicht mehr auf das Rentenalter freuen, oder gar Angst vor ihm haben? Natürlich nicht!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Franz Pitz am 13. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Intelligent und humorvoll geschriebenes Buch, das auch nützliche Anregungen zur Gestaltung des Lebensabends gibt.
Der Autor schreibt aus eigener Erfahrung und Erlebnissen mit Zeitgenossen.
Insgesamt sehr glaubwürdig und dennoch unterhaltsam.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gelegenheitsleser am 14. November 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Am Ende habe ich meinen Frieden mit dem Buch gemacht und es entspannt zugeklappt. Zu Anfang fand ich es unausgewogen. Da preist jemand den großbürgerlichen Flaneur, dem als Alt-68er so ganz der Habitus dafür abgeht. Die protestantische Arbeitsethik wird als Hemmnis fürs glückliche Altern entsorgt, um das dritte Glas Wein soll kein Aufstand mehr gemacht werden, o.k., denkt man, alles easy. Aber dann kommt die Kehrtwende, fun haben Oma und Opa nur, wenn sie fit sind und fleißig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Ja was denn nun? Damit ich mir dort die milde Fettleber vorhalten lassen soll? Wie soll ich mich um das Mütterchen kümmern, wenn ich mir über die Ethik nicht selbst Streicheleinheiten verpasse?

Auch das Urteil über den Lebensabend in milderen Gefilden auf der Basis eines einzigen Falls (der spanische Ober aus vergangenen Urlaubsjahren will sich mit den jetzt zugezogenen deutschen Rentnern nebenan nicht fraternisieren) steht auf schwachen Beinen. Man sieht auch andere Modelle von Rentnerkolonien und der ewige Frühling auf den Kanaren wiegt einiges auf. Kuntze, durch seine Korrespondententätigkeit ein guter Kenner der USA, bewundert die schicken Heime in Nordamerika. Richtig, nicht nur in Florida, auch an der Pazifikküste, etwa auf Vancouver Island, gibt es Senior Residences, die weit weg sind von deutschen Altenheimen a la "Rosenpark". Aber dann müsste man dazusagen, dass auch dort das nur solange gutgeht, wie deren private Altersversorgung mehr Zinsen und Dividenden abwirft, als die Inflation frisst.

Insgesamt kokettiert Kuntze etwas mit seiner schonungslosen Offenheit, wonach das Altern ein unaufhörlicher Abstieg ist, was natürlich stimmt.
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