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Das Alter kommt auf meine Weise: Lebenskonzepte heute für morgen
 
 

Das Alter kommt auf meine Weise: Lebenskonzepte heute für morgen [Kindle Edition]

Ilse Biberti , Henning Scherf
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch ist voller Lebensfreude." (Susanne Fröhlich )

"Das Buch gefällt mir außerordentlich. Ich versuche, wenn es auch schwerfällt, das Älterwerden komisch zu finden. Hie und da gelingt’s. Und irgendwann lache ich mich tot. dann ist das Alter wieder weg." (Dieter Hildebrandt )

"Manchmal kann man echte Propheten an der Arbeit sehen. Zum Beispiel Henning Scherf, wenn er das Modell eines für die Zukunft angesagten tragfähigen Lebenstils alter Menschen praktisch vorlebt und Ilse Biberti ihn beschreibt." (Jörg Zink )

Kurzbeschreibung

Das Gesellschaftsthema Nr. 1

Ilse Biberti und Henning Scherf sind Bestsellerautoren. Ihre beiden Bücher: „Hilfe, meine Eltern sind alt“ und „Grau ist bunt – was im Alter möglich ist“ ragen heraus aus der Masse von Büchern zum Thema „Alter“. Kein Wunder, denn die konstruktive, positive und humorvolle Haltung trifft auf breite Zustimmung. In TV, Talkshows, Lesungen etc. haben diese Autoren viele Menschen für ihre Bücher und ihr Thema begeistert. Beiden geht es um den respektvollen Umgang mit dem Alter, um das Ausloten von lebenswerten Möglichkeiten, die die Generation 50 plus, die Alten (70) und die Hochbetagten (90) haben.
Nun schreiben Ilse Biberti und Henning Scherf zusammen ein Buch. Sie stellen Chancen und Möglichkeiten des Alters vor, von der individuellen bis hin zur gesellschaftlichen Situation. Sie nennen die Bedürfnisse dieser Generationen und zeigen Wege, wie diese Bedürfnisse gelebt werden können. Sie setzen sich für die Entwicklung neuer Werte der Nächstenliebe ein. Sie weisen auf die Pflichten und Rechte der Bürger in unserer Demokratie hin. Und sie wissen genau, wovon sie reden: Ilse Biberti ist gerade 50 Jahre und Henning Scherf 70 Jahre alt geworden.
Worum es nicht geht: dies ist keine reißerische Abrechnung mit den Unzulänglichkeiten des Staates und der oft unbefriedigenden Situation der Altenpflege. Die Autoren verwahren sich auch gegen eine Diskussion von Jung gegen Alt. Es geht ihnen um Dialog, das Sprechen und Nachdenken über die wichtige Frage, wie wir heute und morgen leben wollen und wann wir spätestens anfangen müssen, uns damit zu befassen. Und dieses Nachdenken oder besser Vordenken bleibt nicht im engen Rahmen der materiellen Existenzsicherung stecken, sondern schließt philosophische, geistige und spirituelle Aspekte ausdrücklich ein.
Wenn Henning Scherf schon über Ilse Bibertis erstes Buch urteilte „Dieses Buch gehört in jede Familie“, dann gilt dies umso mehr für ihr gemeinsames Buch!


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Katja Maria Weinl (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Entstanden ist schließlich das Buch Das Alter kommt auf meine Weise", das im Mai 2009 im Südwest Verlag veröffentlicht wurde. Die erste Hälfte des Buches besteht hauptsächlich aus den Schilderungen Bibertis und wie es zu der Zusammenarbeit mit Henning Scherf gekommen ist. Sie schildert außerdem ihr Leben, das beinahe komplett mit der Pflege ihrer Eltern ausgefüllt ist und kaum Zeit für anderes lässt. Nicht nur der erste Teil, aber besonders der erste Teil, zeigt eine emotional aufgeladene Autorin - angesichts der Lebensumstände mehr als verständlich. Dass das allerdings die beste Verfassung ist, um gute Bücher zu schreiben, kann man bezweifeln. Als Leser findet man im Buch Gedanken der Autorin zum Altern, zum Umgang mit dem Alter in unserer Gesellschaft, zu politischen Missständen Altern und Pflege betreffend. Das sind vor allem assoziative Gedanken, die das Ich", das da schreibt, ganz stark in den Mittelpunkt rücken. Distanzierte und systematische Gedanken zum Thema Alter und Altern gibt es besonders im ersten Teil kaum, nur ein Ich", das geschunden wirkt und ausgelaugt, müde, aber trotzdem erregt.

Als Leser ist es ermüdend, ständig jemandem folgen zu müssen, dessen Gedanken lange Zeit ausschließlich um das eigene Leben kreisen. Die konkrete Ebene des Ich" wird im ersten Teil kaum verlassen, das Ich" schimpft und brüllt und wendet sich an offizielle Stellen (Koordination im Alter" in Berlin) und sagt dort: Gut, ich möchte jetzt einfach Menschen, die uns besuchen." Dieses Fordern und Anklagen ist es, was einem mitunter sauer aufstößt und das reflektiertes Denken zuweilen vermissen lässt. Dass es Biberti und ihren Eltern schlecht geht und man in unserer Gesellschaft, in unserem Sozialstaat damit nicht alleine gelassen werden sollte, ist sicher für Betroffene ein Zug, auf den sie gerne aufspringen. Als nicht Betroffener ist man froh, wenn in einem Gespräch Henning Scherf antwortet: Und du machst das auch ganz toll, dass du darüber redest und sagst: Leute, nun ist aber Schluss mit schönfärben, so, jetzt will ich das benennen. Da bin ich sehr dafür. Aber dann muss man weiterdenken und sagen: Wie kann man dagegen angehen?" Und auch dass er sagt: Deine Eltern haben offenbar nicht hingekriegt, dass sie mit den anderen wirklich vertraut im Haus zusammengelebt haben."

Im Gespräch mit Scherf, das sich auf die zweite Hälfte beschränkt, kann man dann als Leser dazulernen. Hier kann man auch einen Schritt zurücktreten, diese Verteidigungsposition, die Biberti mit ihrem Angriff auslöst, hinter sich lassen und fragen: "Wie geht das, auf gute Weise altern? Wie geht man der Einsamkeit aus dem Weg? Was sollte man beizeiten tun, um am Ende nicht allein dazustehen?"' Das sind gute Fragen und auch wenn die Antworten nicht immer einfach sind und individuell sicher sehr verschieden, liegt hier der Nutzen des Buches. Allerdings muss man sich dafür zuvor durch die verschlungenen Denk- und Gefühlspfade der Ilse Biberti wühlen, die sicher ganz normale Reaktionen zeigt, die aber nicht für jeden jederzeit lesenswert sind. Ein bisschen mehr Distanz hätte dem Buch und damit dem Leser sicher gut getan, der fühlt sich zuweilen auch etwas unmündig, wenn ihm Sätze, Satzteile oder Wörter zwischendurch fett gedruckt präsentiert werden, wohl um deren Bedeutung hervorzuheben.

Ein Buch von einer Betroffenen für Betroffene, so könnte man das Buch wohl am ehesten beschreiben. Wer sich in einer ähnlichen Situation wie Biberti befindet, kann hier vielleicht Trost finden und Beistand, erkennen, dass andere in ähnlichen Situationen stecken, genauso überfordert und ausgelaugt sind. Dann ist es vielleicht genau das richtige Buch. Wer aber auf der Suche nach einer Art Analyse ist, nach einem systematischen Blick, der wird enttäuscht werden oder sollte einfach die erste Hälfte überspringen und sich direkt in die Gespräche mit Henning Scherf begeben.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein ungewöhnliches Buch. Zwei Menschen in so unterschiedlichen Lebensumständen sprechen über das ganz große Thema: Was wird mit uns und unseren Mitmenschen, wen wir alt sind. Eigentlich war ich voller Vorurteile: wieder so ein Buch, das vor der Alterspyramide warnt bzw. was an Grausamkeiten auf uns alle im Alter zukommt, wie schlecht das mit der Pflege ist oder im Gegenzug, wie lebenslustig und bunt (Henning Scherf) das Leben im Alter sein kann. Nichts von beiden traf zu. In diesem Buch fand ich sehr lebensfrohe, intime Gedanken und sehr menschliche Situationen rund um das Thema Alter. Am besten gefällt mir, das hier nicht eine Filmemacherin und ein Politiker sprechen, sondern zwei Menschen, pardon, Bürger, die sich Gedanken machen, sich fragen, was sie selbst tun können für ein besseres Leben im Alter und die darüber nachdenken, wie man andere ins Boot holen kann. Sehr schön und ungewöhnlich.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mata Hari
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst zum ersten (Biberti-) Teil:
Auch in diesem Buch schildert Frau Biberti ihre persönliche Art, den Alterungsprozess ihrer Eltern zu verarbeiten.

Was dieses Buch jedoch sicherlich nicht ist, ist ein Ratgeber.
Sicherlich finden zahlreiche Menschen es durchaus hilfreich, zu sehen, wie Frau Biberti lebt.

Doch wird hier eine höchst pathologische Entwicklung als postitiv dargestellt:
in diesem Buch befindet sich Frau Biberti in der typischen Opferrolle und zieht ihr Selbstbewusstsein einzig daraus, dass sie es ja besser mache als "alle anderen". Man spürt förmlich beim Lesen ihre Hilflosigkeit, die sie sich jedoch nicht einzugestehen vermag, sondern permanent "Schuldige" für ihre Lage sucht.

Der eigentliche psychologische Verarbeitungsprozess sowohl der Tochter als auch der Mutter bleibt völlig auf der Strecke, übrig bleibt ein Opfer und keinesfalls eine Atmosphäre von echtem gegenseitigem Respekt.

Dies ist nicht verwerflich, es ist jedoch erst ein kleiner Schritt einer großen Arbeit, einer psychologischen Mühe. Sicher hilft es einigen Betroffenen, zu lesen, dass es "jeden" treffen kann, sich um seine Eltern kümmern zu müssen; trotzdem bleibt dieser Teil des Buches nur eine subjektive Schilderung ohne Ratgebercharakter.

Ich hoffe für die Autorin inständig, dass es eines Tages noch eine Fortsetzung dieses Buches geben wird, in dem Frau Biberti wahrhaft mit ihren alten Eltern zu leben lernt, ohne hierbei selber nur Frust und Leid zu empfinden.

Allen Betroffen möchte ich raten, wenn sie sich in den Schilderungen Frau Bibertis wiederfinden, weitere Ratgeber zu suchen - oder eventuell professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auf alle Fälle: den Weg nicht da zu beenden, wo Frau Biberti gerade steht, sondern jeden Tag einen Schritt weiter zu gehen.

Denn das Ziel sollte sein, ein erfülltes Leben für alle Beteiligten zu ermöglichen. Nicht diese Situation, die hier am Ende des Buches geschildert wird und die von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist.

Der zweite Teil des Buchs ist durchaus für jeden Leser sinnvoll und als Ratgeber und hilfreiche Lektüre für alle Betroffenen zu empfehlen. Ihm gilt der zweite Punkt - null für Frau Biberti plus vier für Herrn Scherf, geteilt durch zwei macht zwei, auch wenn es mir um den zweiten Teil wirklich leid tut.

Sinnvoll wäre eine Teilung des Buches - Teil Biberti als Biografie und Teil Scherf als echte Hilfe. Auch wenn er ebenfalls nicht unbedingt als Ratgeber zu verwenden ist, hat der Leser hier das Gefühl einer tiefen Ruhe und Abgeklärtheit.
Herr Scherf ist seinen Weg gegangen, Frau Biberti noch nicht einmal zur Hälfte.
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