Deutschland ist voll von Einmannunterhaltern.Frauen und Männer presentieren sich als "Zeitkritiker".Die Themen der Zeit werden vordergründig verballhornt,lösen zwar Lachsalven aus,sind meistens gegen die deutschen Konservativen gerichtet,aber das Lachen bleibt nicht im Halse stecken,man lacht wie über einen Witz.Man lacht und vergißt.
Es fehlt der mahnende Zeigefinger.der zum Nachdenken auffordert.Es fehlt nicht an Themen,vielleicht fehlt das Publikum.Die Ausbildung der "Comedy"im deutschne Fernsehn ist die drastische Verkörperung dieser unheilvollen Entwicklung.Warum ist Werner Finck in diesem Medium nicht present?Wo bleibt ein Abend nur über ihn,der in einem (meist nicht ganz vollendeten) Satz ein ganzes Programm verkünden konnte,der freundlich lächelnd,durchaus witzig wie mit Schwerthieben auf Zustände und Personen einhieb.Wo ist der Regisseur,der sich traut,diesem Mann einen ganzen Abend zu widmen?Der von Finck so beeinflusste(leider von der Sozialdemokratie vereinahmte) Dieter Hildebrand war der letzte dieser Komödianten,die nur durch das Wort wirken konnten.Da Finck im Medium Fernsehn fehlt,bleibt dieses Buch,das nun allerdings eine Vorstellung davon gibt,das auch zur Unterhaltung Genie gehört.
Hat man es gelesen,weiß man ,was uns fehlt.