Also ich habe gerade alle 3 Systeme da, und möchte kurz meine Eindrücke schildern.
JBL on Tour: Das System fällt natürlich klangtechnisch ab. Für diese Größe hat der Lautsprecher eine erstaunliche Klangqualität (ein etwas computerkritischer Bekannter meinte sogar, dass ihn diese Boxen mehr beeindrucken als der danebenliegende iPod - diese Einschätzung kann ich allerdings nicht teilen). Allerdings sind die Lautsprecher sehr transportabel, die Akkus halten ewig (werden aber leider nicht im Gerät geladen) und das ganze Hanling ist weitgehend sehr gut (wenngleich das Ausschalten mittels Drücken der beiden Lautstärkeregler gleichzeitig 2 Hände erfordert und das Gerät sich mit eingestecktem Kabel nicht schließen lässt). Gegenüber den wesentlich besser klingenden und halb so teuren Creative Traveller Lautsprechern hat das Gerät den Vorteil, dass es zum iPod Design passt und ein Netzteil mitgeliefert wird. Klangmäßig kann es bei weitem nicht mit Bose Sounddock und iM7 mithalten. .
Bose Sounddock im Vergleich zu iM7:
Bose deutlich teuerer (in USA 299 Dollar in Deutschland 380 Euro - Unverschämtheit!!!)
Bose nicht ohne Netzteil betreibbar - iM7 mit 8 Baby-Batterien oder entsprechenden Akkus betreibbar (Leider keine AA-Akkus, die wesentlich verbreiteter sind. Jetzt sind bei mir neue Akkus und Ladegerät fällig, aber das liegt wohl am Stromverbrauch). Die Akkus können leider nicht im Gerät geladen werden, dafür kann es allerdings auch nicht zu einem Unfall kommen, wenn man mal versehentlich Batterien im Gerät belässt, wenn es in der Steckdose steckt.
Bose-Dock versus iM7-Dock: Der iPod ist beim Bose Dock wesentlich schneller eingelegt und wieder herausgenommen. Dafür muss man ihn bei der Bedienung mit der einen Hand festhalten, damit er nicht kippelt. Beim iM7 wird das Dock wie ein Cassettenfach durch Drücken der oberen Leiste des Docks herausgeschnappt. Dann wird der iPod fest fixiert. Dies hat den Vorteil, dass das Ganze mit einer Hand sicher transportiert werden kann. DAfür hat das Gerät auch einen extra Griff. Nachteiil: Beim häufigen Hereinschieben udn Herausholen des iPods (und das ist wohl gängige Praxis) kann der iPod verkratzt werden.
Anschlüsse: Bose Sounddock: lediglich Netzteil-Anschluss. iM7: Audio-Eingang (Miniklinke für Computer andere Player usw.), Kopfhörerausgang, Videoausgänge (für Photopräsentation auf TV-Gerät (Composite und S-VHS). Deutlicher Vorteil für das iM7. Schließlich ist ja denkbar, dass irgendwann der iPod den Geist aufgibt oder ersetzt wird. Dann kann man den iM7 immer noch als edle Aktivboxen für den Computer verwenden, das Sounddock dürfte dann wohl auf dem Speicher landen.
Fernbedienungen:
Bose Sounddock: Reichweite gut. Allerdings können mit der Fernbedienung lediglich das Gerät ein- und ausgeschaltet werden, die Lautstärke geregelt werden, Tracks in einer Wiedergabeliste weitergeskippt werden und die Pausefunktion eingeschaltet werden. iM7: Reichweite etwas schlechter - die Fernbedienung muss wirklich direkt auf das Gerät ausgerichtet werden. Auch sind die Tasten etwas enger beieinander und der Druckpunkt ist etwas schwabbeliger (gewöhnt man sich aber dran). Dafür und das ist für mich der entscheidende Vorteil können mit der Fernbedienung auch Bass und Höhen geregelt werden. Dies kann bei beiden Geräten nicht direkt am Lautsprecher getätigt werden, so dass ein Frequenzanpassung beim Sounddock unmöglich ist (hier bleibt nur die Programmierung in iTunes was sehr umständlich ist und zusätzlich die Einstellungen im Song speichert). Beim iM7 ist eine Veränderung der Frequenzanteile via Fernbedienung möglich (also gut drauf aufpassen). Die Fernbedienung kann sehr gut im rückseitigen Tragegriff des iM7 verstaut werden.
Klang:
Also beim Klang scheiden sich zumeist die Geister. Ich hatte das Sounddock zuerst und sprach ihm eher Disco-Tauglichkeit als HiFi-Tauglichkeit zu. Vom iM7 war ich im Nachhinein positiv überrascht. Wenn man beim iM7 die Bässe etwas zurückfährt und die Höhen etwas anhebt hat man, wie ich finde einen sehr guten Klang, der mir nicht nur beim Arbeiten reicht. In meiner Begeisterung für das Handling des ganzen Geräts liege ich derzeit öfter auf dem Sofa und höre Musik aus dem iM7 statt aus meinen 1000 Euro -Boxen. Damit will ich nun natürlich nicht sagen, dass das iM7 wirklich meinen Hifi-Boxen überlegen ist. Dennoch: ich bin durchaus begeistert.
Ganz anders das Bose Sounddock: Ich habe noch nie einen so schwammigen Bass gehört. Mag sein, dass die kräftigen Bässe einige Techno-Kids begeistern, aber ich finde, dass man hört, dass die Bässe nicht durch die üblichen Verfahren sondern mit einer besonderen Signalführung entstanden. Insgesamt finde ich den Klang ordentlich, aber ich muss ehrlich sagen: wenn ich nicht das iM7 entdeckt hätte, hätte ich das Sounddock zurückgegeben. Der etwas blecherne Sound mit schwammigen Bass ist zwar okay, aber keine Offenbarung. Zudem ist das Sound-Dock nur schlecht transportabel. Ich vermute mal stark, dass die jbl-Creatures und vor allem die Harmann Kardon Soundsticks das Sound Dock locker an die Wand drücken und dabei nicht mal die Hälfte (Soundsticks) oder gar ein Drittel (creatures) kosten. Ganz anders beim iM7. Die konnte ich nachregeln und jetzt habe ich einen trockenen Sound mit sattem, aber klar definierbarem Bass, der mich voll zufriedenstellt.
Fazit: Die Entscheidung fällt leicht: iM7 hat mich begeistert, SoundDock gewaltig enttäuscht. Selbst wenn das Sounddock 290 Euro und die iM7 370 Euro kosten würden, wäre dies für mich keine Frage. Das iM7 klingt besser, ist zukunftssicher und flexibel (durch Audio-Eingang (die nächste Computer-Präsentation läuft mit dem iM7), transportabel (durch optionale Akkus sogar bis in den Strand) und ich mag das innovative Design inzwischen lieber als das Sounddock-Design, das ich aber auch gut finde.
Fazit: Bose 2 Sterne (für den unverschämten Preis sogar bloß einen Stern) iM7 5 Sterne.
Ach ja: Der Alteclansing-Support beantwortete mir eine Frage zur Ladbarkeit der Akkus innerhalb 2 Stunden - Kompliment.