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Alte Schule
 
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Alte Schule [Broschiert]

Tobias Wolff , Frank Heibert
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 250 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833304030
  • ISBN-13: 978-3833304033
  • Originaltitel: Old School
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 260.722 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tobias Wolff
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Amerika in den Sechzigern: Eines der besten Internate der Ostküste wird zum Schauplatz eines persönlichen Dramas. In dieser Schule gilt Herkunft, Leistung und Haltung und der Snobismus literarischer Kultur. Die Helden der Jungen sind Schriftsteller: Fitzgerald, Frost, Cummings, Kerouac. Als verkündet wird, dass Ernest Hemingway die Schule besuchen wird und dass dem Jungen, der den besten Aufsatz schreibt, eine Audienz mit dem großen Autor zufallen wird, ist die Konkurrenz unter den Jungen intensiv, und der offizielle Verhaltenskodex der Schule - Ehre, Loyalität, Freundschaft - zerbricht. Tobias Wolffs Bildungsroman ist ein moderner Klassiker, ein unbestritten zeitloses Werk.

Klappentext

»Eine Liebeserklärung ans Lesen.« FAZ

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Tobias Wolff, nach etlichen anderen Büchern Ende der neunziger Jahre mit seinem autobiographischen „This boy`s life" ( verfilmt mit L. Di Caprio und Robert de Niro) auf einen Schlag berühmt geworden, legt nun mit „Alte Schule" einen anspruchsvollen Bildungsroman vor, in dem sicher auch viele eigene Collegeerlebnisse verarbeitet sind.

Der siebzehnjährige Ich-Erzähler besucht Anfang der sechziger Jahre als Stipendiat eines der besten Internate der amerikanischen Ostküste.
Die Mehrheit seiner Mitschüler sind Söhne aus reichen Familien, die sich nicht nur durch ihre Kleidung unterscheiden , sondern auch durch die Selbstsicherheit und gesellschaftliche Routine, mit der sie auf den Platz in der Gesellschaft zusteuern, der seit ihrer Geburt für sie freigehalten wird.

Nur in einer Hinsicht kann der Ich-Erzähler mit seinen Mitschülern wetteifern: in seinem fast fanatischen Interesse für Literatur, die an dieser Schule traditionsgemäß einen hohen Stellenwert genießt. Seine jüdische Herkunft verschweigt er, um nicht noch weiter außerhalb zu stehen.

Jedes Jahr lädt die Schule einen erfolgreichen Schriftsteller ein. Nach einem literarischen Wettbewerb vor dem Besuch wird der Autor des besten Gedichtes oder Prosastücks ein Nachmittag mit dem berühmten Autor verbringen.

Als im dritten Oberstufenjahr des Erzählers der Besuch Ernest Hemingways angekündigt wird, verschärft sich die Konkurrenz der Jungen ins Unerträgliche und der offizielle Verhaltenskodex der Schule- Ehre - Loyalität - Freundschaft- zerbricht unter diesem Druck.

Doch nicht nur die Schüler stehen unter Druck ....

Ein wunderbares Buch eines Schriftstellers, von dem sicher noch etliche Werke zu erwarten sind. „Alte Schule" lässt den Leser die Atmosphäre eines Eliteinternats in den Sechzigern spüren; man hat den Eindruck, als sei man selbst ein Teil des Schulsystems. Dass der deutsche Leser des 21. Jahrhunderts nicht alle Schriftsteller und Werke, die in diesem Buch erwähnt sind, kennen und würdigen kann, tut dem Lesegenuß keinen Abbruch; eher ist es eine Einladung, einigen dieser Autoren einmal genauer nachzuspüren.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Meier TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Auch ich kann diesen wunderbaren Roman nur uneingeschränkt empfehlen. Auf 250 Seiten gelingt es Wolff, die Atmosphäre eines amerikanischen Elite-Internats im Jahr 1960 eindrücklich zu schildern. Die Lehrer und ihr Unterricht werden dabei zunächst nur am Rande thematisiert. Wesentliches Thema dieser Geschichte ist der gesellschaftliche Umgang der Schüler untereinander, bestimmt durch Statusdenken, Unaufrichtigkeit, Misstrauen und Selbstbehauptungswillen.

Ausdruck findet all dies auch in einem ehrgeizigen Literaturwettbewerb, der alljährlich im Internat ausgetragen wird. Dem Preisträger winkt eine private "Audienz" bei einem berühmten amerikanischen Schriftsteller, der zu diesem Anlass das Internat besucht. Hierbei gelingen Wollf wunderbar farbig gezeichnete Portraits des Lyrikers Robert Frost und von Ayn Rand. Vom unstillbaren Wunsch getrieben, seinen Lieblingsschriftsteller Ernest Hemingway kennen zu lernen, und durch das herrschende Konkurrenzdenken angestachelt, begeht einer der Schüler den akademischen Sündenfall. Auf den letzten 50 Seiten seiner Geschichte beschreibt Wolff dann das Leben und die weitere Entwicklung dieses Schülers nach seiner unehrenhaften Entlassung aus dem Internat.

Mit einem unerwarteten Perspektivenwechsel legt Wolff in diesem Teil des Buches dem Leser zudem eine zusätzliche Dimension des Konflikts offen - über einen mit dem Literaturwettbewerb in Verbindung stehenden, ebenfalls nicht wirklich gewollten, unaufrichtigen Umgang mit der Wahrheit. Dieser wiederum hatte große Auswirkungen auf das Leben einer am Internat nicht wenig einflussreichen Lehrkraft. Im Nachhinein vergrößert dieser Aspekt der Erzählung die Tragweite der ursprünglichen Begebenheit erheblich. Dem Leser wird dabei die Diskrepanz verdeutlicht, mit der der Direktor des Internats in beiden Fällen entschied. Was im Rückblick auf das Geschehene auch die Frage aufwirft, ob der Schüler seinerzeit nicht ebenfalls mehr "Gnade" verdient hätte. Ein schönes Buch mit einer gleichermaßen schlüssig erzählten wie auch nachdenklich machenden Geschichte.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Buch-Party 26. April 2005
Von F. Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Kniefall vor Herrn Volker Weidermann. In seiner Besprechung zu dem Roman „Alte Schule" (FAZ, 13. März 2005, „Wovon wir reden, wenn wir vom Lesen reden") liefert er die schönste mir bisher bekannte Liebeserklärung an die Literatur und das Lesen überhaupt. Und ich muss sie hier zitieren: „Es hat etwas mit Einsamkeit zu tun. Und mit Traurigkeit. Mit Glauben an die Macht der Literatur. Oder besser: dem Wissen darum. Darum, was Bücher vermögen. Wenn wir austreten aus der Welt, hinein in die Welt eines Buches, die Welt der Literatur. Wenn wir ganz uns selbst gehören. Und der Wahrheit. Und dem Glück des Lesen". Selten war dann auch die Vorfreude über eine Buch-Neuveröffentlichung bei mir so groß wie auf Tobias Wolffs Roman „Alte Schule". Kein Wunder. Bei einer solchen Rezension (siehe oben). Die auch ansonsten - Lobeshymne an Tobias Wolff inklusive - zutrifft. Ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Wer die Literatur liebt, muss dieses Buch lesen.

Zum Inhalt: Amerika, 1960. John F. Kennedy ist junger Präsident. Das interessiert nicht. Nur dessen Buch „Warum England schlief" ist für die Schüler eines kleinen feinen Internats an der Ostküste studienbedingte Pflichtlektüre. Ansonsten leben die Schüler dort nur für die Literatur. Und nur für die ganz großen Dichter wie Fitzgerald, Cummings, Kerouac. Und natürlich für Ernest Hemingway. Der soll bald zu Besuch kommen. Dem Gewinner eines Schreibwettbewerbs will der weltberühmte Autor sogar eine private Audienz gewähren. Dafür gibt man alles. Vergisst Ehre, Loyalität und Freundschaft. Und schreckt auch vor Betrug nicht zurück. Das kann freilich kein gutes Ende nehmen (obwohl es der „alten, behaarten Heldenbrust" gut gefällt). Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die Literatur. Und eine Huldigung an den Übermenschen Papa. Dabei in erster Linie auch immer ein großartiges Lesevergnügen.

Und ganz nebenbei zeigt uns Tobias Wolff noch wie man sie schreibt: The great american novel. So lässt er den jugendlichen Ich-Erzähler auf Seite 133 erklären: „Ich hatte einen Artikel über eine Schriftstellerkolonie in Marshall, Illinois, gelesen, wo die Aspiranten ihre Vormittage damit zubrachten, Meisterwerke abzuschreiben, damit sie lernten, wie es sich anfühlt, etwas Großartiges zu schreiben. James Jones hatte in Verbindung mit dieser Gruppe gestanden." Danach hat sich James Jones hingesetzt. Und „Verdammt in alle Ewigkeit" geschrieben. Ich will das gerne kopieren. Und gleich mit Tobias Wolffs Roman „Alte Schule" beginnen. Natürlich werde ich dafür meine Schreibmaschine benutzen (weil Hemingway für seine bekannt war).

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