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Alte König in seinem Exil
 
 
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Alte König in seinem Exil [Unbekannter Einband]

Arno Geiger
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (148 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Hanser (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446236902
  • ISBN-13: 978-3446236905
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (148 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.051.470 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lebenshilfe 21. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Auch mich hat dieses Buch tief berührt, habe ich doch genau das, was der Autor hier so ungeschminkt und zugleich einfühlsam schildert, mit meiner Mutter erlebt. Nur daß ich selbst völlig hilflos war und mit der Situation nicht umgehen konnte.

Geblieben sind Schuldgefühle und die Angst, eines Tages das gleiche Schicksal zu erleiden.
Obwohl seither viele Jahre vergangen sind, ist dieses Buch für mich eine wunderbare Hilfe, das Leiden meiner Mutter im Nachhinein mit anderen Augen zu sehen und mein "Versagen" in diesen auch für mich schlimmen Jahren nun aufzuarbeiten.

Dafür bin ich dem Autor zutiefst dankbar und ich kann hier nur jedem, der im Familien-und Freundeskreis mit dieser oder ähnlich verlaufenden Alterserkrankungen konfrontiert ist empfehlen, dieses Buch zu lesen.
Besser noch, JEDER sollte es lesen, denn es regt zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg an und über unsere Beziehungen untereinander, besonders zu den Menschen, die uns nahestehen. Und wer weiß schon, wie das eigene Leben im Alter aussieht...

Ein zutiefst humanistisches Buch, eine echte Lebenshilfe für jeden, der sich auf diese authentische Schicksalsgeschichte einläßt.
Ich schreibe nur selten etwas hier bei Amazon,
aber dieses Buch gehört zu den wirklichen Raritäten im Literaturmarkt, die es wert sind, sie möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Das zeigen auch die wertvollen Beiträge der anderen Rezensenten, die hier nach dem Lesen dieses Buches ihr Herz geöffnet haben und mich inspirierten, es ebenfalls zu kaufen. Deshalb auch mein Dank an Sie alle für ihre wunderschönen Beiträge auf dieser Seite.

Allen Lesern und Rezensenten die besten Wünsche H.Friedrich
War diese Rezension für Sie hilfreich?
206 von 231 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Krankheit hält schleichend Einzug in das öffentliche Bewusstsein, nachdem sie schon seit vielen Jahren immer mehr Menschen betroffen hat. Die Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz geraten immer mehr in den Blickpunkt auch der Gesundheitspolitik. Neben der Situation der von der Krankheit betroffenen Menschen sind die Rolle der meist pflegenden Angehörigen und die professionellen Anforderungen an die pflegenden Berufe Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte.

Auch in der Literatur hat dieses Thema Einzug gehalten. Man denke an Tilman Jens` breit diskutiertes, 2009 erschienenes Buch "Demenz. Abschied von meinem Vater", in dem er die Krankheit und seine Beziehung zu Walter Jens, den begnadeten Autor und Rhetoriker beschrieb. Die Debatte war so kontrovers, dass Tilman Jens sich genötigt sah, im Mai 2010 mit einem weiteren Buch zu antworten: "Vatermord. Wider einen Generalverdacht.'"

Ganz anders kam im letzten Jahr das Romandebüt der 1975 geborenen englischen Schriftstellerin Samantha Harvey daher, das unter dem Titel "Tage der Verwilderung" bei DVA erschien, und den verzweifelten
Kampf eines Mannes gegen seinen Gedächtnisverlust und das erbitterte Ringen um die Wiedergewinnung seiner Erinnerung beschrieb.

Das neue Buch des preisgekrönten österreichischen Schriftstellers Arno Geiger ("Es geht uns gut", "Alles über Sally") geht bei der Annäherung an Alzheimer und Demenz einen anderen, sehr persönlichen und intimen Weg. Er beschreibt seinen an Alzheimer erkrankten Vater als den "alten König im Exil" und sein Verhältnis zu ihm, das durch die Krankheit und die Pflege des Vaters eine völlig neue, all die Jahrzehnte vorher nie gekannte und erlebte menschliche Qualität erhält.

Es kommt allerdings nur zu dieser Entwicklung, weil Arno Geiger seinen Vater über Jahre intensiv begleitet, unterstützt von Menschen, die sich noch als eine Familie im alten Sinne verstehen und sich das Engagement um den schwächer und dementer werdenden Vater teilen.
Insofern muss Arno Geiger im Gegensatz etwa zu Peter Härtling ("Nachgetragene Liebe", 1980) nicht lange nach dem Tod des Vaters dessen Leben rekapitulieren und so würdigen und damit seine eigene Existenz und Identität quasi neu begründen, sondern er kann es zu Lebzeiten tun.

In vielen Gesprächen mit ihm versucht er, die oft eigenwilligen und fremden Sätze seines Vaters zu verstehen, lernt auch darüber zu schmunzeln und schließt eine ganz neue Freundschaft mit ihm. Doch das gelingt ihm erst nach längerer Zeit: "Ich stellte mich weiterhin ungeschickt an, weil ich nicht aufhören wollte zu glauben, dass ich die Verbindung des Vaters zur Realität durch Hartnäckigkeit wach halten könne."

Erst als er lernt, diese Haltung aufzugeben und die Realität von Alzheimer zu akzeptieren, gelangt er zu einem völlig neuen und teilweise beglückenden Verständnis seiner Vaters und damit auch seines eigenen Lebens. "Und irgendwann schlugen wir einen Weg ein, der von der nüchternen Wirklichkeit wegführte und über Umwege zur Wirklichkeit zurückkehrte."

"Der alte König in seinem Exil" ist eine bewegende Geschichte einer Liebe zwischen Vater und Sohn, die erst am Ende eines Lebens wirklich zum Tragen kommt. Aus dieser Liebe heraus beschreibt Arno Geiger das Leben eines Mannes, der nach jugendlichen ernüchternden Erfahrungen im Krieg und in der Gefangenschaft nie wieder weggehen wollte aus seinem Dorf.

Es ist ein Buch, das trotz seines Themas an viele Stellen leicht, ja heiter, manchmal komisch daher kommt, weil sein Autor davon überzeugt, ist, das auch das Leben eines Alzheimerkranken ein Leben ist, das es "zutiefst wert ist, gelebt zu werden, und das sich vielleicht nur wenig unterscheidet von dem Leben, was wir alle tagtäglich führen."

Wegen seiner hohen literarischen Qualität und seiner tiefen Menschlichkeit hat dieses neue Buch von Arno Geiger zumindest die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2011 verdient.
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106 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wohin das Leben führt! 1. Februar 2011
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wer weiß schon, was in einem Menschen vorgeht, der langsam sein Gedächtnis verliert? Arno Geiger hat es erfahren und in eine literarische Form gebracht, die anrührend, klar und feinfühlig an die Geschichte seines Vaters heranführt.

Zuerst noch unbemerkt, tastend und irritierend bemerkt der Sohn Veränderungen im Verhalten des Vaters, die er nicht deuten kann. Er verbessert Sätze, wenn sie wirr erscheinen und versucht dem Vater auf die Sprünge zu helfen bei Fehleinschätzungen und Erinnerungslücken. Doch eines Tages dämmert dem Sohn, dass der Vater die Realität nicht mit den gleichen Augen sieht wie er selber. Er muss sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass sich der Geist des Vaters verändert, und er sein Leben aus dem Griff zu verlieren droht. Mit wachen Sinnen und einfühlsamem Bemühen lernt der Sohn, den Vater in seiner sich stetig verändernden Andersartigkeit zu akzeptieren. Die oft wiederholte Phrase"'ich will nach Hause"' bringt Arno Geiger zu der Erkenntnis, dass '"Zu Hause sein"' ein zutiefst menschliches Bedürfnis nach Geborgenheit und Vertrautheit ist, das sich nicht zuletzt in der Religion mit dem Begriff des Himmelreichs bezeichnen lässt.

Feinsinnig und nachdenklich folgt Arno Geiger den Veränderungen im Verhalten seines Vaters und lässt noch einmal dessen Herkunft Revue passieren. Das karge Dasein eines Buben aus einer kinderreichen aber armen Familie lassen nicht viele Hoffnungen und Illusionen auf kommendes Glück zu.
Als der siebenunddreißigjährige Vater eine viel jüngere Lehrerin heiratete, waren beider Erwartungen an die Ehe und das Familienglück so diametral gegensätzlich, dass das Ende dieser Ehe geradezu vorprogrammiert schien. Sie überdauert nur die Zeit des Heranwachsens der Kinder.
Gut erinnert sich Arno Geiger an die eigene Kinderzeit, die Großeltern und die Atmosphäre im Haus und an den fleißigen und arbeitsamen Vater in seiner Rolle als kleiner Beamter in dem Ort Wolfurt in Österreich. Die Natur und erhabene Landschaft mit Blick auf den fernen Bodensee sind wiederholt Anknüpfungspunkte für Arno Geigers eigene Heimatbetrachtungen. Wohltuend steht er in seinen Erinnerungen an den Vater hinter diesem zurück und spiegelt nur seine Gefühle im Wandel zu dem an Demenz erkrankten Vater. Ein anrührendes Stück Literatur zeigt eine Vater-Sohn - Beziehung, die den Sohn zurück zu seinen Wurzeln führt und zu einem Vater, dem er sich lange entfremdet sah. Versöhnlich und liebevoll begleitet er mit wachen Sinnen dessen langsames Verlöschen aus der Gegenwart und aus den Bezügen der Vergangenheit. Wie tröstlich ist das Wiedererkennen der Charakterstrukturen des Vaters auch in seinen trüben Stunden!

Arno Geiger zeigt ein hervorragendes Talent, sich den Gefühlen zu stellen und sie in Worte zu fassen, die ihn zurück zum Vater seiner Kindheit führen und zu dem aus der Welt verschwindenden alten Menschen, der ihm wieder so nahe gekommen ist.
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Auch wenn hier schon (fast) alles gesagt ist ...
Nachdem ich (als in unmittelbarem familiären Umfeld von Altersdemenz betroffener) wirklich nicht behaupten kann, dass es mich zu "Der alte König in seinem Exil"... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Ernie555 veröffentlicht
Inakzeptabel
Diesem Autor ist alles recht, um aus dem Schicksal seines Vaters Geld zu machen. Ich finde das, ehrlich gesagt, verwerflich und halte es auch für ein Zeichen dieser Zeit, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Jürgen Baur veröffentlicht
Verbindungen nicht kappen - sondern knüpfen...
das Buch fand ich überaus gelungen. Leicht zu lesen, mit Wortwitz, Charme, Ehrlichkeit und einer gewissen Ernsthaftigkeit. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von claudi veröffentlicht
Literaturvergnügte Lebenshilfe
Arno Geiger beschreibt in seinem Buch die Beziehung zu seinem an Demenz erkrankten Vater - von jener Zeit an, als die Familie über manche seltsamen Reaktionen des Vaters... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von K. Tilman Gerstner veröffentlicht
Liebevoll geschrieben
Ein liebevoll geschriebenes einfühlsames Buch über ein beängstigendes Thema, das jeden jederzeit treffen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kaa veröffentlicht
ein muss
egal ob man im pflegeberuf arbeitet oder nicht, wenn man irgendwie mit älteren mänschen zu tun hat sollte man dieses buch lesen, man bekommt einen anderen einblick in... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von ND veröffentlicht
Kleinod über die Krankheit des Jahrhunderts
Arno Geiger, einer der renommierten zeitgenössischen Autoren Österreichs und unter anderem Gewinner des Deutschen Buchpreises 2005 für seinen Roman "Es geht uns... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Th. Leibfried veröffentlicht
sehr empfehlenswert
Geigers Buch ist ein einfühlsamer, sehr persönlicher Bericht über die Erfahrungen des Autors mit seinem an Demenz erkrankten Vater. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Petra F. veröffentlicht
Der alte König...
Habe diesen Artikel gebraucht, in sehr gutem Zustand gekauft. Lieferung ging super schnell. Der Inhalt des Buches berührt mich sehr, habe einen Vater, dem es auch so geht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kathrin veröffentlicht
Tolles Buch !!!!
Dieses Buch lässt sich sehr schön lesen .Es ist sehr informativ , ich würde jedem dieses Buch empfehlen dem das Verständniss zu der Erkrankung Alzheimer fehlt . Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Maso06 veröffentlicht
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