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Alte Autos und Rock'n'Roll: Der rasende Rezensent 1
 
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Alte Autos und Rock'n'Roll: Der rasende Rezensent 1 [Broschiert]

Frank Schäfer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 177 Seiten
  • Verlag: Oktober Verlag; Auflage: 1., Aufl. (9. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941895044
  • ISBN-13: 978-3941895041
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.822.760 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Schon seit geraumer Zeit ist der Popkritik ein bisschen unbehaglich zumute. In Anbetracht der schleichenden Entropie der Popkultur im World Wide Web argwöhnt sie einen Verlust an Reputation. »Crisis, what crisis?«, hält Frank Schäfer diesem kulturpessimistischen Befund entgegen. »Woraus resultieren denn Autorität und Überzeugungskraft eines Kritikers? Vor allem aus seiner Beobachtungsgabe, seinem Scharfsinn, seinem sprachkreativen, expressiven, narrativen Talent. Gute Kritiker sind zuallererst gute Schriftsteller. Und solange sich Popkritik auf ihre genuin literarischen Fähigkeiten besinnt, wird man sich um ihre Bedeutung keine grossen Sorgen machen müssen.« Gewissermaßen als Probe aufs Exempel versammelt Schäfer hier seine besten Rockstories aus den letzten zehn Jahren. Er illuminiert seine frühe Faszination für Thin Lizzy, besucht die letzten aufrechten Hippies, trifft das Phantom PeterLicht, nimmt Michael Jacksons Schwärmerei für Peter Pan ganz ernst, diskutiert mit Klaus Theweleit über das Ingenium von Jimi Hendrix, erzählt leidenschaftlich von seinen Freuden und Leiden beim Hören schwarzer Musik, lässt dem ersten deutschen Rockkritiker Gerechtigkeit widerfahren und landet am Ende sowieso immer da, wo es richtig laut wird. »Alte Autos und Rock’n’Roll« bildet den Auftakt der Trilogie »Der rasende Rezensent«, einer auf drei Bände angelegten Edition mit Schäfers gesammelten Essays.

Über den Autor

Frank Schäfer schreibt regelmäßig für Rolling Stone, NZZ, taz, Titanic und konkret. Er veröffentlichte neben diversen Essaysammlungen Sachbücher zur Literatur und Popkultur. 2001 erschien sein Debütroman »Die Welt ist eine Scheibe« beim Oktober Verlag.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Diese Sammlungen sind eine schöne Einrichtungen für Stammleser. Anstatt sich alle Medien kaufen zu müssen, in denen all die Lieblingsautoren publizieren, erwirbt man einzelne Bücher, in denen der Autor jeweils zusammenstellt, was zuletzt seinem Kopf entfloss. Analog zu Schäfers Steckenpferd, dem Rock'n'Roll, kann man hier von einer Compilation sprechen und sich so sehr darüber freuen wie über eine B-Seiten-Sammlung, für die man nicht alle zumeist teuren Import-Singles zusammenkaufen muss.

Der vorliegende Band sammelt höchstens vier Jahre alte Texte aus unter anderem Rolling Stone, Sounds, Neue Zürcher Zeitung, Junge Welt, taz sowie den Online-Erscheinungen von Spiegel und Zeit. So breit wie die Medienpalette ist auch des Autors Stilvielfalt, selbst innerhalb ein und desselben Mediums. Fürs deutsche Rolling Stone Magazine etwa beobachtet Schäfer einerseits die familienidyllische Drogen- und Sex-Suche beim Burg-Herzberg-Festival, setzt sich aber andererseits für Uninformierte eher schwer verständlich mit Klaus Theweleit und Helmut Salzinger auseinander. Enthalten sind außerdem Schallplattenkritiken (wie die Titelgebende über "Fork In The Road" von Neil Young) ebenso wie ein Diskurs über die Relevanz derselben.

Was Schäfers Texte außerdem lesefreudig macht, ist der Autor als Überbringer des Erlebten. Man empfindet sich an Schäfers statt im Geschehen und führt die gelesenen Diskussionen mit sich selbst fort (dazu muss man auch gar nicht in jedem Falle mit dem Autoren übereinstimmen). Seinen überraschenden Höhepunkt findet dies im bis dato unveröffentlichten Text "Nur eine Nacht", in dem Schäfer ein Reunion-Konzert seiner Favoriten Thin Lizzy (zwangsläufig ohne Phil Lynott) einer Wiederbegegnung zweier Ex-Geliebten gegenüberstellt. Man fühlt sowohl mit den sympathischen Freunden des Ich-Erzählers als auch mit dem Musikrezipienten selbst.

Auf Seite 5 findet sich die Unterzeile "Der rasende Rezensent I". Man kann also davon ausgehen, dass Schäfer weitere Textsammlungen zu seinen bisherigen sehr vielen hinzufügen lässt. Sammler sollten jedoch darauf achten, dass sie sich nur des Autorennamens wegen nicht versehentlich ein Buch über Schmetterlingsbuntbarsche zulegen - das ist ein anderer Frank Schäfer.
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