Aus der Amazon.de-Redaktion
Niejahr spricht für die Generation der Babyboomer, die in der ersten Hälfte der sechziger Jahre geboren wurde, und die vor allem ein Gefühl miteinander teilt: dass es nämlich "von uns immer zu viele gab -- erst in der Schule, später an der Universität, dann bei den Bewerbungen für die ersten Jobs. Auch im Rentenalter wird das so sein, es wird viel mehr Alte und viel weniger Junge als heute geben". Mancher heute Vierzigjährige mag ja immer noch denken, er stünde bei dem sich abzeichnenden Konflikt zwischen Jung und Alt auf der Seite der Jungen. Und tatsächlich ist diese Generation ja in vielem ein Opfer des Generationenegoismus der heute Alten. Doch die werden die Folgen davon, dass die Gesellschaft die sie geschaffen haben, ihren Kindern die Lust an der Fortpflanzung ausgetrieben hat, kaum noch zu spüren bekommen. Das werden erst die Alten von morgen und "das sind wir".
Niejahr führt uns anschaulich vor Augen, wie das Alter der heute mittleren und jüngeren Generationen aussehen wird und was unternommen werden muss, um in einer für alle lebenswerten Gesellschaft die rechte Balance zwischen den Generationen herzustellen. -- Recht eigentlich betrachtet hat dieses Buch nicht nur eine Empfehlung verdient: Es sollte Pflichtlektüre sein für jeden unter fünfundsiebzig! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Überaus angenehm ist die Tonlage, in der Niejahr das für die Gesellschaft Angst beladene Thema Altern angeht. Spannend, humorvoll, gut erzählt und stellenweise richtig frech sind die neun Kapitel." (Markus Grabitz, Stuttgarter Nachrichten)
"Unser Leben, so sagt Elisabeth Niejahr in ihrem bemerkenswerten Buch, wird sich bald in jeder Hinsicht grundlegend ändern. Sich darüber Gedanken zu machen, darauf zielt Niejahrs Analyse, die zu lesen sich unbedingt lohnt." (Stuttgarter Zeitung)
"Dieses Buch leistet einen Beitrag zur politischen Aufklärung, wie man ihn sich kaum besser wünschen kann." (Hans Monath, Tagesspiegel)
Kurzbeschreibung
Allein in Deutschland wird in zwanzig Jahren mehr als die Hälfte der Einwohner älter als sechzig sein. Elisabeth Niejahr zeigt, wie das Leben, der Alltag in einer gealterten Gesellschaft dann aussehen könnte und was das für jeden von uns bedeutet. Zahlreiche Veränderungen - zum Beispiel eine längere Lebensarbeitszeit, ein neues Rentensystem - sind absehbar. Aber mit der grauen Revolution ändert sich mehr - im Straßenbild, beim Wohnungsbau, im Verkehr oder im Produktangebot. Auch werden sich neue Lebenskonzepte durchsetzen und neue Gemeinschaften bilden. Denn eines ist sicher: Wir alle werden anders leben, anders denken, anders essen, vielleicht auch anders wählen und anders lieben, egal wie alt wir jetzt sind.