Witzig, böse und höchst anarchisch ist dieser Roman, der sich wie ein Krimi liest aber doch kein klassischer Krimi ist. Hier geht es nicht um gut und böse, Schuld und Sühne - hier hat jeder die Finger in des anderen Wunde. Der Protagonist - ein Trinker, Nihilist und abgewrackter Schauspieler - stolpert valentinesk vor sich selbst auf der Flucht von einer Schlinge in die andere, und begreift weder das Geschehen noch sich selbst. Unkonventionell, undogmatisch mischt der Roman die doch hinlänglich bekannte und oft eintönig strukturierte Krimilandschaft auf und ist ein linguistischer Spass, ein orthographischer Amoklauf mit einem Protagonisten den man ins Herz schließen muss - offenbart er doch Charakterzüge die dem ein oder anderen Leser nicht unbekannt sein dürften.
Kurz: Das Buch ist eine bitterböse Gesellschaftssatire mit kriminalistischer Handlung die kurzweilig ist und viel Vergnügen bereitet.