Kurzbeschreibung
Während der 1. Band »Altägypten im Römischen Reich« einen historischen Überblick über die römische Religionspolitik sowie den römerzeitlichen Tempelbau im pharaonischen Stil in Oberägypten behandelt, bestaunt der Leser im 2. Band die Tempel der Gegend von Aswân (insbes. auf den Inseln Elephantine und Philae) sowie die faszinierenden Heiligtümer des römischen Unternubien (z. B. Kalabscha, Dakke, Maharraqa). Die zentrale Fragestellung konzentriert sich auf die ägyptische Königsfunktion in römischer Zeit. Neben Ritual- und Opferszenen der Kaiser als Pharaonen sollen Reliefs von Krönungszeremonien, in denen der König die Namen des römischen Kaisers trägt, den für den Tempelkult unentbehrlichen Pharao auf magische Weise vergegenwärtigen. In der Realität existierte dieser Pharao aber weder politisch noch rechtlich. Gleichzeitig übernehmen zunehmend Götter selbst die Königsfunktion, tragen den Titel eines "Königs (bzw. einer Königin) von Ober- und Unterägypten" bzw. opfern vor den Hauptgöttern des Tempels. Einen interessanten Aspekt stellen die Verehrungsinschriften in den äußeren Bereichen der Tempel (z.B. Kalabscha und Dakke) dar, die uns die Teilnahme der römischen Soldaten am religiösen Leben vor Ort beweisen. Im 2. Jh. n. Chr. weihte ein römischer Centurio T. Flavius Valens sogar eine vergoldete Sarapisstatue in einer kleinen Seitenkapelle des Tempels von Dakke. Der 3. Band von "Altägypten im Römischen Reich" wird das religiöse Leben in den Wüstenstationen und den Tempelbau in den Oasen des römischen Ägypten behandeln (erscheint voraussichtlich 2005).
Der Verlag über das Buch
Von der Gegend um Aswân bis zur südlichsten Grenze des Imperium Romanum erläutert der vorliegende Band den römerzeitlichen Tempelbau pharaonischen Stils im Niltal