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Also sprach Zarathustra: Ein Buch für alle und keinen
 
 

Also sprach Zarathustra: Ein Buch für alle und keinen (Gebundene Ausgabe)

von Friedrich Nietzsche (Autor)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Also sprach Zarathustra
DE 1883–85 (4 Teile) Form philosophische Dichtung Epoche Moderne
In Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen fasst Friedrich Nietzsche die drei zentralen Formeln seiner Philosophie zusammen: der Wille zur Macht, die ewige Wiederkehr des Gleichen und der Übermensch.
Inhalt: Das Buch entstand vor dem Hintergrund der Umbrüche in Philosophie und Wissenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zum Verlust des Glaubens an Gott führten. Nietzsche bezieht sich im Titel auf den persischen Religionsstifter aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., und deutet damit auf die Funktion seines Zarathustra hin: Ausgehend vom Diktum »Gott ist tot« soll dieser den aufgekommenen Nihilismus (Stichwort R S. 818) besiegen, indem er einen neuen Glauben stiftet.
Das Werk besteht aus einer Vorrede und den Reden des Titelhelden. Der Prophet Zarathustra, der den Tod Gottes diagnostiziert und den Grund dafür im christlich-griechischen Denken sieht, leidet an den nihilistischen Folgen dieser Entwicklung. Mit 30 Jahren zieht er sich auf eine einsame Berghöhle zurück und entwirft dort seine Lehre vom Übermenschen, der den lähmenden Nihilismus überwindenden soll. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er durch seinen Willen zur Macht befähigt ist, die Umwertung der tradierten moralischen Werte zu vollziehen, um in vollkommener Freiheit seine eigenen Wertvorstellungen wie Selbsterhaltung und Vermehrung von Lebensgefühl zu schaffen. Während die schwachen Menschen sich noch den Geboten eines toten Gottes unterordnen, sucht der Übermensch in seiner Ausrichtung auf die Erde Macht, Vitalität und Stärke zu erlangen, um der Welt einen neuen Sinn zu verleihen.
Aufbau: In den ersten beiden Teilen entwickelt und verkündet Zarathustra die Lehre vom Übermenschen.
Im dritten Teil entwirft er den Kerngedanken seiner Philosophie: Grund aller Dinge ist die ewige Wiederkehr des Gleichen mit ihrer Sinnlosigkeit. Damit wendet sich Zarathustra gegen den Glauben an einen übergeordneten Sinn als auch gegen ein zielgerichtetes Geschichtsbild. Hierin manifestiert sich einerseits die extremste Form des Nihilismus, andererseits verrät der Gedanke, dass es der schaffende Wille des Menschen ist, der Götter und Sinn erzeugt. Die Erkenntnis, dass das Hässliche, der Schmerz und das Leiden ewig wiederkehren, führt Zarathustra nicht zur Verzweiflung; vielmehr erkennt er das Leben als Ganzes an und bejaht es. So setzt er dem passiven Nihilismus seinen schaffenden, schöpferischen, sich am Leben und der Natur orientierten Willen entgegen.
Als Zarathustra im vierten Teil von den am Tode Gottes leidenden »höheren Menschen« in seiner Berghöhle besucht wird, damit er ihnen aus ihrer Verzweiflung heraushelfe, empfindet er zunächst Mitleid mit ihnen, schließlich gelingt es ihm, dieses mit seinem Glauben an die ewige Wiederkehr des Gleichen zu überwinden. Indem Zarathustra somit allen Versuchungen der christlichen Wertüberzeugungen widersteht, wird er seinem hohen Ideal des Übermenschen gerecht.
Wirkung: Also sprach Zarathustra fand vor allem am Anfang des 20. Jahrhunderts weltweite Resonanz. Das Werk hinterließ nicht nur in der deutschen Literatur (u. a. Robert R Musil, Heinrich und Thomas R Mann), sondern auch in der Weltliteratur (u. a. André R Gide, André R Malraux) tiefe Spuren. Kulturhistorische Strömungen wie Jugendstil, Expressionismus, Kubismus, Futurismus und Realismus standen unter dessen Einfluss. Eine Umdeutung erfuhr das Werk während des Nationalsozialismus, der Nietzsches Lehren für seine menschenverachtende Ideologie missbrauchte. K. K. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

"Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit.", Friedrich Nietzsche

Zum 100. Todestag des großen Philosophen am 25. August 2000

Die hochgelobte Goldmann-Ausgabe der gesammelten Werke in komplett neuer Ausstattung.

Friedrich Wilhelm Nietzsche wird am 15. Oktober 1844 als Sohn eines protestantischen Pfarrers geboren. Er studiert klassische Philosophie in Bonn und Leipzig, wo er Richard Wagner kennenlernt, den er anfangs verehrt, von dem er sich aber bald entfremdet. 1869 wird Nietzsche noch vor seiner Promotion Professor der klassischen Philosophie in Basel. 1876/77 wird er aus Gesundheitsgründen zunächst vorläufig, 1879 dann endgültig in den Ruhestand versetzt; seitdem widmet er sich ausschließlich der Vollendung seines philosophischen Werkes. Rastlos wechselt er seine Wohn- und Arbeitsorte: Von Rapallo über S. Margherita und Sorrent nach Mentone, Genua, Nizza, Turin und Sils-Maria. 1882 lernt Nietzsche in Rom Lou Andreas-Salomé kennen, mit der er eine intellektuelle Freundschaft pflegt. Im Januar 1889 erleidet Nietzsche in Turin einen paralytischen Anfall, von dem er sich nie wieder richtig erholt. Am 25. August 1900 stirbt er in Weimar.

Friedrich Nietzsche ist einer der bedeutendsten deutschen Philosophen. Sein Werk hat das Denken im 20. Jahrhundert weltweit maßgeblich beeinflußt.

Alle Bände mit einem Nachwort, einer Zeittafel zu Nietzsche, Anmerkungen und bibliographischen Hinweisen von Prof. Dr. Peter Pütz, Professor für neuere deutsche Literatur an der Universität Bonn. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesens- und "Lebens"-wert, 19. März 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch kann Jeden faszinieren. Ob Kröner oder ein anderer Verlag: der Inhalt macht es aus. Nietzsche zu verstehen, ist nicht leicht - aber sicher "leichter" als Kant oder gar Hegel. Gerade als Einstieg zur Nietzsche-Lektüre ist dieses Werk anzuraten.

Nietzsche spielte in jedem Buch auf aktuelle Themen seiner Zeit an, aber das kann beim Zarathustra insofern ignoriert werden, als er hier nicht den Schwerpunkt auf Gesellschaftskritik im engen/seinerzeit aktuellen Sinne legte.

Ich empfehle jedem, der sich mit Nietzsche/Philosophie beschäftigen möchte, dieses Buch, weil es nicht nur "Inhalts-schwanger" ist, sondern auch, weil es durch grandiose Poesie glänzt. Allein die Form, in der es gehalten ist, stimmt [mich jedenfalls] fröhlich/optimistisch.

Man möge sich nicht jede Silbe verständlich machen wollen/zu Herzen nehmen! Insbesondere mag es Gläubige schockieren, daß hier der Satz fällt: "Gott ist tot". Der Gesamtzusammenhang lehrt uns eines Besseren! (Oder) Zumindest gibt er Anlaß, die Ursachen zu dieser Äußerung zu hinterfragen - und die "Gegenoffensive" anzugehen. (!)

Trotz seines Bestrebens, den Nihilismus zu verbreiten/proklamieren (wollte er das wirklich?!?), darf man gerade dieses Zitat nicht als "den/die Nietzsche-Satz" und -Ansicht betrachten.

Selbst meine Mutter -eine sehr gläubige Frau- las ihn und war trotz einiger Schwierigkeiten (sie nahm eben vieles zu wörtlich) sehr angetan.

Fazit(1000 Wörter Maximum...): Wer an Philosophie interessiert ist - oder wenigstens an "Lebensfragen"- und dieses Buch nicht liest, ist selber Schuld. Es ist ohne Weiteres mehrfach lesbar, man entdeckt immer wieder Neues, das bei vorherigem Lesen nicht wahrgenommen wurde. Die DICHTE dieses Werkes macht schon Freude beim Lesen auf die Wiederholung des Procederes. Wer sich darauf einläßt - UND:sich eigene Gedanken dazu macht, was (auch) Nietzsche ungeheuer wichtig war - und sich Mühe gibt, wird belohnt durch Anstöße/Erkenntnisse, die heute vielleicht banal/unwichtig erscheinen, im Grunde aber essentiell wichtig sind.

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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnet! Jedermann sollte es lesen!, 24. März 2003
Dieses Werk ist derart kompakt, dass es allerhöchste Konzentration erfordert. Keine Zeile darf überlesen werden, da dem Leser sonst mit Sicherheit ein Aphorismus verloren geht.
Nietzsche drückt seine Gleichnisse in alter, um nicht zu sagen biblischer, Sprache aus, was das Lesen zwar nicht erleichtert, aber das Verstandene ungleich wertvoller macht. Zum Glück ist das Werk angenehm in unzählige kurze (ca. 4-10 Seiten) Kapitel unterteilt, die nicht unbedingt in direktem Zusammenhang zueinander stehen. Diese Kapitel können ohne weiteres einzeln aus dem Kontext gerissen werden, ohne ihre Grundaussage zu verlieren.
Mit Sicherheit eine Empfehlung für anspruchsvolle Leser. In mir hat es das Interesse an der Philosophie geweckt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fusion, 23. November 2002
Nietzsches Hauptwerk drückt sich alles andere als klar aus, und obwohl es eine lineare Handlung gibt, ist sie nur an manchen Stellen von primärer Bedeutung. Zarathustras Reden spiegeln völlig ungeordnet Nietzsches Philosophie wieder. Dabei ist jeder Satz ein in in sich geschlossenes Ganzes, was das Buch nicht gerade zu schnell lesbarer Lektüre macht. Als Einstieg in Nietzsches Werk würde ich dieses Buch kaum empfehlen. Es kann abschrecken und Zarathustras "Wahrheiten" werden nicht begründet.
Widersprüchlichkeiten sind hier wie in all seinen Werken an der Tagesordnung. Derartige Faktoren sind es aber, die den Reiz an der Philosophie des exzentrischen Denkers ausmachen. Für alle, denen Nietzsche bereits ein Begriff ist - zugreifen!
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5.0 von 5 Sternen Lesens- aber nicht Lebenswert
kurz und knapp:
Ein Bollwerk Nietzsches gegen seine damalige Realität. Das Abrechnen mit Allen und Allem. Hochphilosophisches, am besten mit Begleitliteratur zu empfehlen!
Vor 17 Monaten von reDDconspiracy veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein mutiges Buch
Es gibt keine ewigen Werte, nur relative. Wozu sich noch an diese realitven Werte halten, wenn man sie und ihre Bedingungen doch durchschaut (oder dies zumindest meint) hat? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2008 von Edd

4.0 von 5 Sternen Gewaltig
"Gott ist tot" so der Auspruch Zaratustras vor dem letzten Menschen dem er begegnet bevor er in seine Höhle zurückgeht. "Was höre ich! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2007 von """"""...

5.0 von 5 Sternen Kühn und sprachgewaltig
Nach zehn Jahren der Einsamkeit seines Berggipfels beschließt Zarathustra seinen Untergang - hinab zu den Menschen geht er, um ihnen von seiner Vision des Übermenschen zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2006 von Fermat Sim

5.0 von 5 Sternen Übermensch und Tänzer.
Nietzsche. Genial. Spielerisch.
Zarathustra, nicht der historische, lehrt vom Übermenschen. "Gott ist tot!" - dieser Ausspruch ist wohl vielen bekannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2006 von Dennis Keller

5.0 von 5 Sternen "Trans" nicht "Supra"
Der "Zarathustra" verschliesst sich einer vollständigen Rezension.
Mit dieser Erkenntnis muss man auch das holzschnittartige Bild, was man über Nietzsche hat... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2006 von Tartschthomas

5.0 von 5 Sternen Eines der wichtigsten Buecher der Menschheit
Dieses Buch ist eines der wichtigsten, welches die Menschheit hervorgebracht hat. Nietzsche hat -wenn auch verspaetet- einen ungeheuren Einfluss auf das Denken des 20... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2005 von Jan Schoenmakers

3.0 von 5 Sternen der übermensch muss sich selbst erschaffen
zarathustra ist von stil und aufbau her, dem alten testament nicht unähnlich. und das wollte nietzsche bewusst so halten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2004 von gerleim

5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Philosophie
"Gott ist tot" - mit diesem Diktum hat Nietzsche dem modernen Menschen die Illusion genommen, dass es ein höheres Wesen gebe, das Sinn in diese Welt bringt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2004 von Rolf Dobelli

5.0 von 5 Sternen Mythos Jesus-Evangelium
Also, etwas zu Nietzsches 'Zarathustra' zu schreiben, etwa einen inhaltlichen Überblick, oder gar einen extrahierten Sinn, ist als 'Online-Rezension' nicht machbar. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2004 von Michael Baumann

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