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Als wir jung und schön waren [Gebundene Ausgabe]

Matthias Matussek
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (4. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100489241
  • ISBN-13: 978-3100489241
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.464 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Matthias Matussek
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Noch ein Buch über die 68er - ein harter Brocken nach den unzähligen Rückblicken im vergangenen Jubiläumsjahr. Aber Matusseks Einblicke in seine Revoluzzerjugend verdienen eine Chance: Endlich ein Buch, dass das Lebensgefühl von damals einfängt. Er erzählt von Drogenerfahrungen, politischen Lagern und Lieblingsrockern, von seiner Reise nach Indien und schwärmt von der Aufbruchsstimmung, die vorherrschte. Zudem zeichnet er, ganz Kulturjournalist, die popkulturelle Entwicklung von den 60ern bis heute nach. Seinen humorvollen Erzählfluss reichert Matussek mit Essays, Gedichten und Reportagen an - Kissinger und Pinochet finden hier ebenso Platz wie ein Porträt von William S. Burroughs. All das richtet Matussek an seinen 14-jährigen Sohn und somit an die heutige Jugend, die er ihres Provokationspotentials beraubt sieht. Manchmal kommt er dabei rüber, wie Väter es eben tun: Etwas altbacken. Oder sind wir wirklich eine Generation, deren revolutionärer Funke in virtuellen Computerwelten verglüht? Egal: Matussek spinnt durchaus sinnvolle Gedanken über die heutige Zero-Tolerance-Leistungsgesellschaft. Lösungen hat er natürlich auch nicht zu bieten, aber doch ein paar Ansätze, warum Teenager heutzutage keinen Antrieb mehr verspüren, die Welt aus den Angeln zu heben. (kat)

Kurzbeschreibung

Sie wurden gefeiert und verdammt, die 68er in ihrem Jubiläumsjahr. Unerzählt blieb die Geschichte ihrer jüngeren Brüder zwischen Kifferei und Anarchie. Matthias Matussek, vielfach ausgezeichneter Journalist und Bestsellerautor, holt dies nach. In einer bunten Collage aus Essays, Reportagen und Kurzgeschichten erzählt er vom Werdegang eines Jesuitenschülers, der als 16-jähriger in eine maoistische WG gerät, sich später aufmacht nach Indien und schließlich zum Journalismus findet. In der Alternative zwischen Terror und Krach entschied sich Matussek - Jahrgang 1954 - für den Krach, für Nonsens, für frühen Punk. Sein Buch ist kein Scherbengericht, im Gegenteil. Unter dem apokalyptisch verhängten Himmel der Gegenwart plädiert er für den Aufbruch als jugendliches Recht. Matussek, mittlerweile selber Vater eines pubertierenden Jungen, macht klar: Ohne romantische Erregungskultur, ohne Vision kann keine Gesellschaft über sich hinausgreifen und zukunftsfähig sein.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Romantik pur 8. Juni 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann mich der Meinung meines Vorrezensenten absolut nicht anschließen. Ich habe das Buch vor ein paar Tagen gebraucht gekauft und innerhalb von zwei Tagen verschlungen, es war mein erster Matussek, vorher kannte ich den Autor nur durch seine herrlichen Spiegel-Reportagen, wie zum Beispiel seine jüngste über eine Begegnung mit Clint Eastwood und durch seine Tätigkeit als "Deutschlands Kultur-Blogger No. 1".
In "Als wir jung und schön und waren" gelingt Matussek, wie immer ohne Berührungsängste, eine sehr präzise popkulturelle Analyse der 68er, bzw. der romantischeren 67er mit all ihren herrlichen und schrecklichen Auswüchsen, stets mit einem Augenzwinkern und oft mit wohlbegründeter Distanz erzählt. Die vom Vorresensenten beklagte "Selbstherrlichkeit" ist für mich "Authentizität". Dem Autor gelingt es spielend, die Stimmung der damaligen Zeit wiederzugeben, ohne irgendwo verklärend zu werden. Herrlich sind seine Zeilen über die Spiegel-Fotosession mit den Ex-Kommunarden in Berlin und die Desillusionierung des alten Stones-Fans bei der Begegnung mit den Rock-Greisen Mick Jagger und Keith Richards (der laut Uschi Obermaier genau wusste, was eine Frau wollte) auf der Berlinale 2008. Sehr gefallen hat mir auch, dass in vielen Stellen Matusseks Sohn direkt angesprochen wird, was unter Bezugnahme auf dessen heutigen Lebensstil wunderbar die Auswirkungen des Aufbruchs von damals auf unsere heutige Bundesrepublik, die pluralistischer und freier ist als je zuvor, aufzeigt. Alles in allem ein wunderbares Buch, kurzweilig, interessant und gut geschrieben, ich kann es guten Gewissens jedem weiterempfehlen, der über 68 mal etwas anderes lesen will als die platten Blowjob-Stories einer Uschi Obermaier und das dumpfe 68er-Bashing des Matussek-Kollegen Jan Fleischhauer. Matthias Matussek ist einer der besten Reporter Deutschlands und das merkt man dem Buch an. "The dude abides."
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rasender Mitläufer 10. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ein rundweg ärgerliches Buch. Matthias Matussek entpuppt sich als
reichlich selbstverliebter Erzähler seiner Jugend(streiche), die er
retrospektiv seinem 14-jährigen Sohn erzählt. Bliebe es bei dieser
persönlichen Schiene, könnte man es ja dabei belassen. Aber Matussek
vergißt dabei nie die "repressive Toleranz" des deutschen Staatswesens
in den wilden 68er Jahren zu loben. Er ist halt immer adabei, läßt
aber auch gar nix aus (von KPD-KBW-Polit-Erweckung bis zum Erfahrungstrip
nach Indien). Erkenntnisgewinn: Null. Matussek ist, wie Christian Schult-
Gerstein mal über Rainald Goetz geurteilt hat: "Ein rasender Mitläufer".
Und dass er Nico aka Christa Paeffgen sogar schon mal mit einem Akkordeon
auf der Bühne gesehen haben will, anstelle eines Harmoniums, ist sicher
kein Fehler des Lektorats, sondern da spielen ihm seine Erinnerungen
einen Streich und zeigt, wie lieblos er doch seinen Gegenstand
abhandelt. Um das mindeste zu sagen. Nein, braucht man nicht, wenn
man sich über 1968 und die Folgen, besonders im pop-kulturellen
Diskurs, informieren will. Wie gesagt: Ärgerlich.
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