Das deutsche Fernsehpublikum musste hierauf lange warten: Zum ersten Mal gibt es in Deutschland eine vollständige Veröffentlichung dieser Serie aus den neunziger Jahren. Ein früher Versuch, sie auf VHS an den Mann oder die Frau zu bringen, wurde in Deutschland nach den ersten sechs Folgen eingestellt, und so musste man sich mit der eigenen VHS-Aufzeichnungen behelfen.
Die Forderung einer DVD-Veröffentlichung ist schon so alt wie der "Karrieredurchbruch" des Datenträgers, verhallte jedoch lange ungehört. Verschiedene Privatleute haben seitdem versucht, ihre VHS-Kassetten zu überspielen und gegen einen geringen Obulus unter der Hand abzugeben, doch solch fragwürdige Versuche konnten eines nie ersetzen: diese Serie der breiten Öffentlichkeit endlich unabhängig gelegentlicher Fernseh-Übertragungen zugänglich zu machen.
Nach dem Drängen vieler Fans über Jahre hinweg hat man sich nun einen Ruck gegeben und eine erneute Veröffentlichung gewagt, die erste von drei Staffeln liegt nun erstmalig vollständig in deutscher Sprache vor. Viel hat man finanziell nicht dabei gewagt, sondern sich auf das wesentliche beschränkt: Keine Restaurierung des Bildes oder des Tons, keine Extras abseits eines kleinen Malbuches: Man presste ausschließlich die ersten dreizehn Folgen auf zwei DVDs und packte es in eine handelsübliche DVD-Hülle.
Das ist ausreichend, aber gemessen am heutigen Standard minimalistisch. Der Vorteil ist zweifelsohne der geringe Preis, der die Schwelle zum Kauf zu senken vermag, was die Chancen auf gute Absatzzahlen erhöht und damit vielleicht auch für eine Veröffentlichung zumindest der zweiten Staffel.
In Anbetracht dessen kann man mit dieser ebenso schnörkellosen wie alternativlosen Veröffentlichung gut leben, und seien wir ehrlich, mehr als eine Veröffentlichung der eigentlichen Serie zu einem Preis, bei dem man sich nicht über den Tisch gezogen fühlt, braucht man auch nicht.
Inhaltlich schafft es die Serie, die von der gefahrvollen Reise verschiedenster Waldbewohner aus ihrem zerstörten Heim zu einem Naturschutzgebiet und (vermeintlichen) Paradies handelt, den gedankenlosen Umgang des Menschen mit der Natur und ihren Bewohnern darzustellen, ohne sich in ein moralinsaures Milieu begeben zu müssen. Nicht zuletzt dank der mehrfach ausgezeichneten, gleichnamigen Romanvorlage von Colin Dann gelingt der Spagat zwischen Dramatik und Spannung einerseits und einer kindgerechten Darstellung andererseits.
Die Serie bildet dabei einen angenehmen Kontrast zu den häufig stark überzeichneten amerikanischen Produktionen, kommt im Vergleich geradezu nüchtern daher und schafft es doch, durch eine gewisse Verspieltheit in der Darstellung der Charaktere den jüngeren Zuschauer mitzunehmen. Die Handlung ist kindgerecht, ohne ins Triviale abzurutschen, hat ungeachtet der Zeichentrick-Umsetzung Anspruch, ohne dabei zu viel zu verlangen und bleibt dem Ansinnen Danns treu, ein eindrückliches und doch nonchalantes Plädoyer für einen bewussteren Umgang mit der Natur zu sein, das sich keines mahnenden Zeigefingers bedienen muss und nicht ideologisch verbrähmt ist.