Olli Schulz, dem "rasenden Reporter der Kölnischén Rundschau" ist ein hervorragendes Werk über die Zeit gelungen, in der DIE Kölner Mundart-Band "Bläck Fööss" sich gründete. Er fängt mit vielen Dokumenten aus den Mitte-bis-Ende-Sechzigern die Stimmung dieser Jahre ein und beschreibt die Zeit, in der sich die Jugend aufmachte, gegen den Mief der Alten anzukämpfen. Dabei wählt er exemplarisch die damalige Stadt Porz, die später in die Stadt Köln eingemeindet wurde, weil dort die Jungs aufwuchsen, die später die Bläck Fööss wurden.
Er beschreibt die Szene der unzähligen Bands, die damals in den Kellern der OT's, der Kneipen, Kirchenräumen und privaten Kellern probenden Amateurmusikern ihren Träumem nachhingen, Songs der Beatles, Kinks, Beach Boys, und, und, und... nachspielten und sich auch mit eigenen Kompositionen versuchten.
Er beschreibt weiterhin, wie sich aus diesen Gruppen Formationen herausbildeten, die es schafften, in der Kölner Sporthalle im Vorprogramm ihrer Idole auftreten zu dürfen.
Und schließlich erklärt er, wie sich aus diesen Gruppen 1970 letztendlich die "Bläck Fööss" gründeten, einer Formation, der es gelang, einer Millionenstadt wie Köln und der Region herum, mit ihren Milieu-Beschreibungen in ihren Liedern ein Gefühl zu vermitteln, welches vollkommen unbekannte Menschen veranlasste, sich in die Arme zu nehmen, miteinander zu singen, zu schunkeln und ein "Wir-Kölner-Gefühl" auszuleben.
Es gibt heute keinen Kölner, der nicht mindestens zehn Bläck-Fööss-Songs auswendig mitsingen kann.
Weiterhin erzählt Olli Schulz die Biographien der einzelnen Mitglieder der Bläck Fööss.
Olli Schulz ist ein gutes Werk gelungen. In Köln gibt es heute viele Nachahmer wie die Höhner, Brings, Paveier, Räuber, und so weiter. Diese Gruppen sind eine Bereicherung, aber keine von diesen hat es geschafft, so in die Seele der Kölner einzudringen, wie die Bläck Fööss.
Deswegen empfehle ich allen Kölnern und den Fans, die diese Band lieben, dieses Buch zu lesen. Ich habe es verschlungen.