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Als die Deutschen weg waren
 
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Als die Deutschen weg waren [Gebundene Ausgabe]

Adrian von Arburg , Wlodzimierz Borodziej , Jurij Kostjaschow
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 313 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871345059
  • ISBN-13: 978-3871345050
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 685.058 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Adrian von Arburg
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der 2. Weltkrieg war schrecklich. Bücher und TV-Dokumentationen tragen bei, die menschliche Katastrophe aufzuarbeiten. Ein Thema blieb jedoch weitgehend ausgespart -- nämlich: Was geschah in den ehemals deutsch besiedelten Gebieten, nachdem Deutsche geflüchtet oder vertrieben worden waren? Diese Frage beantwortet nun ein siebenköpfiges Autoren-Team aus Deutschland, Polen, Tschechien und Russland. Ihr mit Karten und Bildern ausgestattetes Buch begleitet eine dreiteilige WDR-Reihe (Erstausstrahlung ab 03.10.2005 wöchentlich um 20.15 Uhr). Als Quelle dienen sowohl Deutsche, die bleiben durften, als auch neue Siedler.

Etwa 20 Millionen Menschen verloren nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat, knapp zwei Drittel davon Deutsche. Polen, die von Lemberg nach Breslau umsiedeln mussten, ging es nicht viel besser als Schlesiern, die aus Breslau vertrieben wurden. Eine einzigartige „ethnische Säuberung“ war voll im Gange. Was danach geschah, zeigen Geschichten aus drei beispielhaften Orten: Tollmingkehmen in Ostpreußen, Groß Döbern in Schlesien und Gablonz im Sudetenland. Auch die Vorgeschichte bleibt nicht ausgespart.

Beispiel Sudetenland: Dort erlebt Christa Petrásková, geborene Tippelt, wie Deutsche nach dem Krieg eine weiße Armbinde mit einem „N“ für „Nemec“ (Deutscher) tragen müssen. Tschechen übernehmen im „Grenzland“ die Häuser der Vertriebenen. Nicht nur wer mit den Nazis kollaboriert hatte, muss gehen. Die deutsche Sprache bleibt verpönt und aus den Schulen verbannt. Da nur zwei Millionen Tschechen in die Gebiete zogen, aus denen drei Millionen Deutsche vertrieben worden waren, entstehen Hunderte von Geisterdörfern. 1948 übernehmen die Kommunisten die Macht, 1968 beenden die „Bruderstaaten“ den Prager Frühling, 1989 bricht die „Sozialistische Republik“ zusammen. Sowohl Versöhnliches als auch Vorbehalte kennzeichnen die deutsch-tschechischen Beziehungen heute.

Wir Deutsche vergessen nicht, dass wir den Krieg und das damit verbundene gewaltige Leid lostraten. Andererseits rechtfertigt der Verweis auf die deutsche Kriegsschuld kein Verbrechen an deutschen Zivilisten -- und auch keine „ethnische Säuberung“. Wiederum schwierig ist es, Nachsicht von denen einzufordern, die überfallen und gedemütigt worden waren und dabei Angehörige wie Freunde verloren hatten. Andauernd mahnen uns alle unschuldigen Opfer, in Frieden zusammenzuleben. Dazu gehört, die Geschichte ehrlich aufzuarbeiten. Dieses Buch hilft dabei. Und letztendlich lädt gestern wie heute der Einzelne Schuld auf sich und nicht das Kollektiv. --Herwig Slezak

Kurzbeschreibung

Die Geschichte der Vertreibung der Deutschen nach 1945 wurde schon oft erzählt - doch ein bestimmtes Kapitel bleibt tabu: Was geschah eigentlich, als die Deutschen weg waren? Was genau passierte, als sie in Ostpreußen, in Schlesien, im Sudetenland ihre Häuser und ihre Heimat verlassen hatten? Wie haben die russischen Besatzer oder polnische und tschechische Nachbarn die Vertreibung der Deutschen erlebt? Wie erging es Deutschen, die sich weigerten zu gehen oder die gezwungen wurden, Tschechen oder Polen zu werden? Fragen, die bis heute in Deutschland, Polen, Tschechien oder Russland kaum gestellt werden.
Anhand zahlreicher Fotos, persönlicher Zeugnisse und unveröffentlichter Quellen widmet sich dieses Buch dem hochemotionalen Thema. Drei Orte - Tollmingkehmen im Kaliningrader Oblast, Groß Döbern in Schlesien und Gablonz im Sudetenland - stehen dabei exemplarisch für das Schicksal von Deutschen und Russen, Polen und Tschechen, die im ehemals deutschen Osten ein neues Leben beginnen mussten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Durch eine Serie im deutschen Fernsehen bin ich aus dieses Buch gestoßen. Da mich dieses Thema heftig interessiert, habe ich mir dieses Buch im Buchhandel gekauft. Ich habe es mit Leidenschaft gelesen, weil ich mir als nicht Betroffenem klar machen wollte, was die Bevölkerung in den ehemals deutschen Gebieten am Ende des Krieges erdulden mußte, als sie mit der Ungeheuerlichkeit der Vertreibung aus ihrer Heimat konfrontiert wurde. Ich habe ein weiters Exemplar dieses Buches gekauft und es einem Freund geschenkt, der 1945 aus der Nähe von Groß Döbern in Schlesien vertrieben worden ist.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Flucht von Tausenden wurde schon oft geschildert. Und wie erging es aber denen die zurückgeblieben sind. Auch nach über 60 Jahren ein Buchthema. Emotionen werden erkennbar. Wir leben in Europa und müssen offen über solch weit zurückliegende Ereignisse sprechen. Das Buch hilft dabei. Die Flucht wurde oft erst nach vielen Versuchen von den damaligen Behörden genehmigt. Die Kriegsgeneration hat die ganze Existenz aufs Spiel gesetzt. An den Übrigen wurde Rache ausgeübt oder es gab Ausnahmen wo es nicht geschehen ist. Wer weis dass heute noch. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen will, sollte das Buch lesen. Mit einem vollständigen Wissen über alle Aspekte der Vertreibung können wir für die Zukunft lernen. Das ist der Buchbeitrag der mit vier Sternen beurteilt wird.

Martin Ludwig, Gessertshausen
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In zwei von drei Kapiteln hält der Titel leider nicht was er verspricht.

Lediglich im Kaptel, welches die Nachkriegsgeschichte des ehemaligen Ostpreussen schildert, erfüllt das Buch, daß was es im Titel verspricht, die Zustände und den Verlauf der Geschichte nach der Vertreibung der Mehrzahl der ursprünglichen deutschen Bewohner zu schildern.

Die Kapitel über Schlesien und das Sudetenland schildern in erster Linie mit Zeitzeugen das Schicksal von gebliebenen und und unter Druck assimilierten Deutschen in diesen Regionen.

Daraus entstehen sehr lesenswerte und äußerst informative und spannende Kapitel, welche nicht nur schwarz und weiß zeichnen, sondern auch die Grautöne der Geschichte abbilden. Leider jedoch mit einem ganz anderen inhaltlichem Resultat, als der Titel und der Begleittext des Buches erwarten lassen.

Zumindestens für das Sudetenland liegt als Begleitresultat zur Ausstellung "Das verschwundene Sudetenland" von einem tschechischen Autorenteam, mit dem zweisprachigen und umfangreich illustriertem Buch ein Titel vor, welcher inhaltlich exakt das erfüllt, was das o. g. Buch nicht halten kann.
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