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Als das Maß voll war: Zur Demo nach Leipzig
 
 
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Als das Maß voll war: Zur Demo nach Leipzig [Ungekürzte Ausgabe] [Broschiert]

Elke Straube , Christian Anders
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 232 Seiten
  • Verlag: Straube, Elke (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937699147
  • ISBN-13: 978-3937699141
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 17 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.218.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Buch beschreibt die Empfindungen und Erlebnisse der Autorin Elke Straube, die in der ehemaligen DDR geboren wurde und heute noch dort lebt. Sie betrachtet rückschauend ihre Kindheit und Schulzeit und reflektiert ihre Entwicklung von der ehrgeizigen Schülerin mit Lob für "gesellschaftliche Arbeit" über erste Bedenken während EOS und Studium und schließlich - nach 15 Jahren als parteiloser Lehrer in der DDR - zu einem Menschen im Zwiespalt und mit einer tiefen inneren Ablehnung dieser Politik. "Als das Maß voll war" blieb als einzige Alternative und befreiendes Erlebnis nur die Teilnahme an der Leipziger Montagsdemo am 16. Oktober 1989 - und die Bombe ging hoch zur Pflichtveranstaltung Parteilehrjahr am ersten Schultag... Im Vorwort weist Christian Anders darauf hin, dass er schon lange vor dem Mauerfall schrieb (und sang): "...die Mauer, ich weiß, eines Tages stürzt sie ein." Eine Voraussage, von der der DDR-Bürger höchstens zu träumen wagte, so fern und unerreichbar erschien sie ihm.

Der Verlag über das Buch

Es ist nicht alles besser heute. Nein, es ist nicht alles besser heute. Wie auch? Aber ist es nicht illusorisch, von einer neuen Gesellschaft nur die guten Seiten haben zu wollen? Jedes Ding hat 2 Seiten, nur die 2. kannten viele von uns nicht (Tal der Ahnungslosen). Und anschauen war nicht erlaubt. Lang ist die Liste der Ärgernisse, aber dürfen wir darum vergessen, was früher war? Vergessen und damit vergeben denjenigen,die uns eingesperrt und bewacht haben? Die zahlreichen Repressalien, wenn man nicht alles gut hieß und machte, die Toten an der innerdeutschen Grenze, die Menschenverachtung von SED und Stasi? Die Selbstherrlichkeit, mit der sie über uns herrschten? Und mit der sie bestimmten, wie und wo wir zu leben hatten? Wie sie sogar unsere Kinder systematisch für ihre politischen Ziele zu missbrauchen versuchten und Internierungslager für Kritiker und anders Denkende planten? Wie sie mit Waffengewalt und Unmenschlichkeit gegen Kritiker vorgingen und in Gefängnissen der Staatssicherheit physisch und psychisch quälten? Dürfen wir deshalb tolerieren, dass diese CLIQUE bis 1981 in Leipzig Menschen hinrichtete? Heimlich und bei Nacht? Wer immer noch zweifelt, der sehe sich das Frontcover an oder stelle sich mitten hinein ins Grenzdenkmal Hötensleben, das ca. 350 Meter Grenzanlagen im Originalzustand präsentiert. Am besten zwischen Schussfeld und Hundetrasse. Und spätestens dann wissen Sie, liebe Leser, warum es in der DDR keinen Nagel, keinen Zement und keinen Meter Maschendraht gab...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Mass war voll. 26. August 2009
Bücher zu diesem Thema sind mit Sicherheit viel auf dem Markt. Mich aber machte der Titel dieses Buches, "Als das Mass voll war", neugierig. Außerdem kenne ich die Autorin Elke Straube.
In diesem Buch sind neben einigen Dokomenten auch Verordungen und Gesetze aufgeführt, die das Leben in der DDR sehr schwer machten, und es ist nur verständlich, dass die Mauer eines Tages fallen mußte. Allein die gezeigten Schulbücher sind eine Zumutung.
In dem Buch kommt auch das private Leben der Autorin nicht zu kurz. Sie beschreibt ihren Lebensweg von der Schulzeit und Studium bis hin zum Beruf als Lehrerin. Dieser Weg war mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Manche Begebenheiten lassen einen sogar schmunzeln.
Elke Straube vermischt gekonnt privates und politisches, daher ist das Buch auch nicht langweilig.
Alle Daten und Fakten mit sind selbstverständlich mit Quellennachweis am Ende des Buches.
Wer sein Wissen über die Zustände, in der ehemaligen DDR, erweitern möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Ich wollte das Buch signiert haben. Die Autorin erfüllte mir diesen Wunsch mit den Worten
"Nie wieder DDR". Dem kann ich mich nur anschließen.
Ich wünsche mir für Frau Straube, dass viele dieses Buch lesen und sich eine eigene Meinung darüber bilden.
Viele Grüße
Hildegard B.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schrankenlos. Frei 28. Juni 2009
"Als das Maß voll war: Zur DEMO nach Leipzig", erschienen im Verlag Elke Straube, ist das Erstlingswerk der gleichnamigen Autorin. Wie der Untertitel - Reflexion über ein Leben in der DDR - verrät, beschreibt die Autorin ihre Empfindungen und Erlebnisse von ihrer Kindheit bis zum Befreiungsschlag.
Den Rahmen bilden die historischen Hintergründe zu Zeiten der DDR, die Lebensbedingungen in jenem Staat allgemein und insbesondere die der Autorin, ihrer Familie und die von Jugendlichen. Folglich sind sie geprägt von familiären Erlebnissen, aber auch von dem Zwiespalt einer Lehrerin, die als Staatsdienerin - obwohl parteilos - die damalige Gesellschaft zu vertreten hatte.
Anhand von Beispielen aus den Lehrplänen für die Fächer Mathematik und Deutsch erläutert die Autorin die utilitäre Absicht eines Staates der immer Recht hat glänzend. Zugleich berichtet sie über den Hass auf den Klassenfeind, dem damit Ausdruck verliehen wurde, indem man z.B. vor imperialistischen Anschlägen warnte.
Dieses Verhalten spiegelte sich, wie von der Autorin beschrieben, auch in der Musikszene wider. Die Mitglieder von Beatgruppen wurden vom Staat als Gammler mit assozialer Lebensweise charakterisiert. Während das Hören von Beat und ähnlicher, meist englischsprachiger Musik sich in westdeutschen Wohnungen manchmal zu einem Privatkrieg zwischen den Generationen entwickelte, war dies in der DDR ein Kampf des Staates gegen Abtrünnige. Schüler, die heimlich verbotene Sender hörten und erwischt wurden, wurden gedemütigt, indem sie Schuldgeständnisse schriftlich verfassen mussten. Auch solche sind in dem Buch zu finden. Sie dienten dazu, das Recht des Staates auf Vergeltung und Abschreckung zu untermauern.
Und was geschah mit wirklichen Dissidenten? Auch dieser Frage ist die Autorin nachgegangen.
"Als das Maß voll war: Zur DEMO nach Leipzig" ist aufgrund seiner historischen Hintergründe und der Schilderung von persönlichen Erlebnissen ein authentisches Buch. Der Hintergrund, der den Bereich Realität abdeckt, ist gut illustriert, der Quellennachweis eindeutig. Selbst die privaten und beruflichen Schilderungen, die normalerweise eher dem Bereich "subjektives Empfinden" zuzuordnen sind, spiegeln in diesem Buch soziale und politische Realitäten wider. Die Mischung macht das Buch nicht nur anspruchsvoll, sondern erhöht das Interesse daran, es zu lesen - gerade weil nicht lediglich Fakten aneinandergereiht werden. Man wird somit nicht nur an viele Dinge in dem Unrechtstaat DDR erinnert, was viele Menschen heute - zumindest in der Medienöffentlichkeit - bereits vergessen haben wollen - sondern erfährt auch vieles über persönliche Einzelschicksale, bis hin zu dem Schicksal einer (?) ganzen Generation.
Wir sollten - wie die Autorin - nicht endlich mit der Vergangenheit abschließen, sondern sie mithilfe dieses Buches zum Anlass nehmen auch unser heutiges Leben in der Bundesrepublik Deutschland kritisch zu hinterfragen. Wer zwischen den Zeilen liest, wird etliche Untugenden des Unrechtstaates auch in unserem heutigen Deutschland wiederentdecken. Möge uns Gott bzw. wir uns selbst vor solchen Untugenden bewahren!
Reiner Möller, Studienrat
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch von Elke Straube ist jedem zeitgeschichtlich interessierten Bürger zu empfehlen. Ich gehe sogar so weit, es für die zehnten Klassen zur Pflichtlektüre zu empfehlen. Die Autorin hat eine äußerst gelungene Mischung aus biographischen Erinnerungen und geschichtlichen Fakten geschrieben.

Auf der Buchmesse in Leipzig 2009 wurde ich auf Autorin und Buch aufmerksam. Im Programmheft war angekündigt, dass die Autorin 14 Jahre Lehrerin in der DDR war, OHNE der SED angehört zu haben. Für mich als 1979 in der DDR geborenen war dies unvorstellbar.

Das in der Ich-Form geschriebene Buch liest sich ausgesprochen flüssig. Begeistert war ich u.a. von den vielen abgedruckten DDR-Quellen. Ungläubig las ich die militaristischen Rechenaufgaben in Mathematik-Lehrbüchern und war erstaunt über die belanglose Korrespondenz von Kreisschulräten betreffs Jugendweihe. Selbst aus Gesetzen bzw. Verordnungen wird zitiert. Das ist nie ermüdend, sondern untermauert die biographische, oft anekdotische Erinnerung. Die Glaubwürdigkeit wird darüber hinaus durch die Quellenangaben in den Fußnoten gestärkt.

Wer sich auf einer lockeren, doch fundierten Grundlage dem System DDR nähern möchte, wer sein geschichtliches Wissen um biographische Erlebnisse erweitern möchte oder wer einfach nur gern ein gut geschriebenes Buch liest, dem sei: Elke Straube: Als das Maß voll war - Zur Demo nach Leipzig, wärmstens empfohlen.
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