Natürlich habe ich diese EP mit Spannung erwartet und am VÖ-Datum sofort verschlungen. Sicherlich geht und ging es jedem so, der bis 1997 die Geschichte dieser
Band verfolgt hat und annähernd alles mochte, was die Jungs zu Werke gebracht hatten.
DIE KRUPPS kann man nicht als reine Industrial-Band einstufen, ganz und gar nicht. Ihr Quell ist die Elektronik und von dieser haben sie sich nie verabschiedet, ihr aber immer wieder neue Facetten abgerungen und speziell in den 90er Jahren den vielerlei vorgekommenen Einzug von Metallelementen gemocht und forciert.
Nun kommt nach vielen Jahren und Englers müdem DK.com eine KRUPPS EP die sich wie eine Frage anhört...was will die Krupps Gemeinde heute? Falls sie noch da ist? Es wird eine extrem geraffte Werkschau angeboten: Propaganda's Mabuse - deutsche und englische Texte - EBM und Gitarren-Crossover. Jedes Stück funktioniert gut und macht Spaß. Aber was kommt jetzt? Ist das der erste Paukenschlag zur Ankündigung eines folgenden, neuen, alles Dagewesene in den Schatten stellenden Albums, voller Kraft(voraus)?
Oder das unsichere Anklopfen bei der Musikgemeinde, von einer der besten Formationen in meinem Plattenschrank: "Was von der EP könnte Euch gefallen, damit wir uns nochmal aufraffen was zu machen?
Fazit: Gute EP - sehr hörbar - alles drin - gutes Gefühl mal wieder eine neue Scheibe von den KRUPPS zu hören und nach vielen Jahren wieder auf mehr hoffen zu dürfen? Für Jubelschreie reicht es leider nicht, dafür fehlt nach so langer Zeit das Adrenalingefühl! Wo ist der Engler samt Band, der auf Konzerten wie ein Wilder auf Stahlrohre eingeprügelt hat :-) Was ein Sound! Letztens habe ich bei meinem Special Dealer noch eine alte Metal-Machine-Musik Mix-Maxi entdeckt, die ich noch nicht hatte. Da ist das Tröpfchen Elan zu hören, welches mir hier ein wenig fehlt!