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Im Jahre 1899 geboren, als Schauspieler erfolgreich und auf politische Karriere bedacht, übernahm Gründgens in den Jahren von 1933 bis 1945 die Leitung des Staatlichen Schauspielhauses in Berlin und wird später zum Generalintendanten des Preußischen Staatstheaters berufen. Nach dem Krieg stand er den Städtischen Bühnen Düsseldorf und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg vor. In zahlreichen großen Rollen brillierte er als Spieler nicht nur auf der Bühne sondern auch in Filmen ("Pygmalion", "Tanz auf dem Vulkan", "Das Glas Wasser"). In Erinnerung blieb bis heute vor allem seine Paraderolle: Mephisto in Goethes Faust. 1963 stirbt er in Manila.
Er habe nie etwas anderes sein wollen als ein Schauspieler, bekennt Gründgens in einem Interview mit Günther Gaus. Und er beherrschte sein Metier auf allen Ebenen -- ob nun auf den Brettern des Theaters oder auf dem politischen Parkett -- und verstand es wie kaum ein anderer, Glanz um sich zu verbreiten. Das Symposium wirft Fragen auf, liefert Interpretationen und nähert sich dem Thema. Die Podiumsdiskussion zum Abschluss der Tagung erfrischt besonders durch die Teilnahme von Marcel Reich-Ranicki, der eingeladen war, um aus seiner Autobiografie "Mein Leben" das Kapitel "Die schönste Zuflucht: das Theater" zu lesen. Vielleicht ist er es, der mit dieser Überschrift dem Rätsel Gründgens am nächsten kommt. Denn letztendlich bleibt die aufgeworfene Frage unbeantwortet und der Schleier von Mystik, der Gründgens umweht, erhalten. --graenitz
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