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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
107 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was für eine Story!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Als das Meer verschwand (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Zugegeben, Brad McGann nimmt einen gewaltigen Anlauf, ehe die Geschichte in Fahrt kommt. Wer mit tiefsinnigen, warmen und melancholischen Bildern nicht viel anfangen kann, der wird die erste halbe Stunde des Films vermutlich nicht "überleben". Aber was dann passiert, wie sich Handlungsstränge, auf die wir vom Regisseur mit äußerster Präzision hingewiesen werden, zu einer Story verdichten, die vor Sinn und Verstand und vor allem jeder Menge Überraschungen fast schon platzt, das ist phänomenal. "Als das Meer verschwand" ist ein genialer Autorenfilm, der die Romanvorlage mit dem viel passenderen Titel "My fathers den" so kontrastreich und unterhaltsam auf Zelluloid bannt, dass man am Ende des Films sogar noch den Abspann genießt.Der Kriegsfotograf Paul kommt nach 16 Jahren in der Fremde in sein Heimatdorf zurück. Er will zur Beerdigung seines Vaters. Im Ort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Paul trifft die Familie seines Bruders, die ihm gegenüber sehr verschlossen reagiert. Er bezieht die ehemalige Wohnung seines Vaters und trifft dort in einer Hütte, die sein Vater mit Büchern und Alben vollgestellt hat, die 16jährige Celia. Zwischen den beiden entsteht nach und nach eine innige Beziehung, wie zwischen Vater und Tochter. Als Celia eines Tages verschwindet, richtet sich der Verdacht der kleinbürgerlichen Bevölkerung sofort gegen Paul. Der macht sich auf die Suche und landet prompt in der eigenen Vergangenheit. Im Geheimnis seiner Familie liegt der Schlüssel zu Celias Verschwinden. Paul ist wild entschlossen, dieses Geheimnis zu lüften. Als er die Schatten der Vergangenheit zerreisst, erwartet ihn ein unvorstellbarer Abgrund... "Als das Meer verschwand" ist melancholisch, dramatisch und schonungslos offen erzählt. Die Story schlägt Haken und Purzelbäume, denen der Zuschauer jedoch problemlos folgen kann. Die Rückblenden sind exquisit gesetzt und sorgen nicht für Verwirrung sondern für Klarheit und Verständnis. Zum Schluss fügen sich Hunderte von Puzzleteilen zu einem perfekten Bild. Das Ganze wird untermalt von einem Soundtrack, dessen Herzstück Pattis Smiths magischer Gesang ist. Ein hundertprozentiger Treffer! Matthew McFayden und Emily Barclay spielen das ungleiche Paar mit Hingebung und Liebe. Jede Geste, jedes Wort, jede noch so kleine Andeutung erscheint glaubwürdig. Lassen sie sich also von der ersten halben Stunde nicht abschrecken. Manchmal braucht man einen langen Anlauf für einen gewaltigen Sprung. Und der ist Brad McGann mit "Als das Meer verschwand" gelungen. Nicht umsonst hat der Film etliche Preise eingeheimst. Ich werde mir in jedem Fall auch noch die Romanvorlage zulegen; denn dieser Film ist wirklich etwas Besonderes. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kluges & intensives Drama !,
Rezension bezieht sich auf: Als das Meer verschwand (DVD)
Der erfahrene und in der Welt herumgekommene Kriegsfotograf Paul kehrt nach dem Tod seines Vaters in sein Heimatdorf in Neuseeland zurück. Dort wird er mit gemischten Gefühlen von seiner Familie und den ehemaligen Freunden empfangen und mit einer Vergangenheit konfrontiert, die er 17 Jahre lang verdrängt hat. Celia, die 16jährige Tochter seiner Ex-Freundin, sucht die Nähe zu Paul, der für sie Freiheit, Wagemut und Individualität verkörpert. Wie Paul seinerzeit, zieht auch Celia sich gerne in die Hütte von Pauls Vater zurück, um sich dort in ein Leben außerhalb der provinziellen Enge hineinzuträumen. Zwischen Celia und Paul entwickelt sich eine außergewöhnliche Beziehung, die von deren Umfeld mit Argwohn und Misstrauen beäugt wird. Als Celia plötzlich verschwindet, wird Paul zum Hauptverdächtigen ...Ein (trotz Überlänge) sehr packendes Drama aus Neuseeland, das eher leisere Töne anschlägt. Was aber durchweg durch brillante Darsteller (allen voran die beiden Hauptfiguren) ungemein glaubhaft verkörpert wird. Brillant gefilmt und klug-vielschichtig erzählt, wird dieses Meisterwerk zu einem großen Filmerlebnis, das von einer verbotenen Liaison und von einem spießigen und trostlosen Umfeld handelt, welches die Menschen erdrücken kann. Und das sind sie irgendwie alle in dem Film! Zwischendrin immer mal wieder kurze Momente des "Glücks". Klare Empfehlung!!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Von Lebenslügen, vom Schweigen und von Geheimnissen...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Als das Meer verschwand (DVD)
Der erfahrene, bekannte Kriegsfotograf und Mittdreissiger Paul (Matthew MacFadyen) kehrt nach dem Tod seines Vaters in sein Heimatdorf in Neuseeland zurück. Dort wird er vom älteren Bruder (Colin Moy), dessen Frau (Miranda Otto) und auch von seiner damaligen Geliebten Jackie (Jodie Rimmer) eher mit gemischten Gefühlen empfangen. Lediglich Jackies 16jährige Tochter Celia (Emily Barclay) sucht die Nähe zum Heimkehrer, der für sie Freiheit, Wagemut und Individualität verkörpert.Auch für Paul wird diese aussergewöhnliche Beziehung immer wichtiger, gemeinsam treffen sich beide immer öfters. Eines Tages verschwindet Celia spurlos, für die Kleinstädter steht bald Paul als Sündenbock fest. Die Polizei geht bald von einem Verbrechen aus. Es beginnt eine Spurensuche, für Paul selbst wird es auch eine Reise ins Ich, in ein vergangenes Geflecht alter Familiengeheimnisse, Lebenslügen und unverarbeiteten traumatischen Erlebnissen. Mit viel poetischem Flair erzählt Regisseur Brad MacGann seine Geschichte, die am Anfang sehr verdeckt ist und sich im Lauf der Geschehnisse immer mehr offenlegt. Dabei variiert der Film zwischen Thriller, Mystery und Familiendrama. Am Ende offenbart sich tatsächlich die grosse griechische Tragödie. "Als das Meer verschwand" (Originaltitel "In my fathers den") ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Maurice Gee. Es ist ein sehr empfehlenswerter. leider wenig bekannter Film aus dem fernen Neuseeland, der vielleicht in den ersten 25 Minuten eher spröde, behäbig, ja auch ziemlich langsam wirkt, weil er sich viel Zeit nimmt, die Charaktere und die Kleinstadt vorzustellen. Es passiert zuerst nicht viel - nach dieser Anlaufzeit dreht der Film allerdings langsam aber sicher auf und legt seine bewegenden und spannenden Anteile frei. Der Film gewann 10 New Zealand Screen Awards im Jahr 2005. Regisseur Brad MacGann verstarb leider im Mai 2007 im Alter von 43 Jahren an Darmkrebs. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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