- Sommer-Special: Laden Sie jetzt für kurze Zeit den Langnese-Song "So schmeckt der Sommer", gesungen von Cassandra Steen, in voller Länge herunter.
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L'ame Immortelle haben sich unglaublich weiterentwickelt was sich schon ein wenig mit der Single "Tiefster Winter" angekündigt hat. Neben den Einfluss von klassischen Instrumenten wie Cello und Violine ist man auch deutlich härter geworden - die Gitarren lassen es teilweise richtig krachen.
Bestes Beispiel dafür ist "Aus den Ruinen" - ein richtiger Gothic Kracher der einen von anfang bis Ende fesslt. Auf diesen Lied liefert sich Sonjas wunderschöne Stimme mit den rauhen Organ ihres Partners Thomas ein mitreißendes Duell. Ein klasse Song!
Aber bereits der erste Track "21. Februar" fesselt den Hörer mit seiner bedrohlich dunklen Stimmung bevor mit der schon bekannten Single "Tiefster Winter" ein kleiner Clubhit auf den Album erscheint. Wieder ist es der Wechselgesang zwischen Sonja und Thomas der zu begeistern weiß. Die Gitarren tun ihr übriges um die nötige Härte zu transportieren.
"Have I Ever?" der 3. Track ist dann kaum in Worte zu fassen. Gleich beim ersten Hören war ich total begeistert. Thomas zeigt hier dass er ebenfalls eine wunderschöne Gesangsstimme hat und die Melodie bzw. der Refrain von "Have I Ever?" geht sofort ins Ohr. Wenn dieser Song nicht für volle Tanzflächen sorgt dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Meiner Ansicht nach hat man hier sogar einen Anwärter auf die Singlecharts geht "Have I Ever?" in bester Depeche Mode zu "Ultra" Zeiten sofort ins Ohr.
Mit "Letting Go" kommt dann eine wunderschöne Ballade die von Sonjas unglaublicher Stimme lebt. Der Song zieht sich zwar ein wenig in die Länge aber genau das macht die Klasse auch aus - er wächst mit jeden Hören.
"Certainly" beginnt ebenfalls ruhig, wird wiederum nur von Sonja gesungen, steigert sich aber mit jeder Sekunde zu einer wahren Club - Hymne die man so schnell nicht aus den Ohren kriegt.
"Lake Of Tears" ist dann wieder ein kleines Meisterwerk im "Have I Ever" Stil. Das Lied beginnt mit einen Cello Solo und ist wahrscheinlich überhaupt das beste Beispiel wie man klassische Instrumente mit ektronischer Musik kombiniert. Thomas und Sonja glänzen beide mit ihren Stimmen und runden "Lake Of Tears" zu einen weiteren Clubhit ab.
"Betrayal" ist ein typischer L'ame Immortelle Song der auch auf "Dann habe ich umsonst gelebt" hätte stehen können - gegen Ende zeigt sich aber auch dass die neu hinzugewonne Gitarre solche Songs noch stärker macht. Ein klasse Song nur von Sonja vorgetragen.
"Im Tod vereint" ist wahrscheinlich der elektronischste Song mit den ich am Anfang nicht so zurecht kam. Aber mit jeden hören gewinnt auch dieser Song an Qualität - hier liefern sich Thomas und Sonja wieder ein spannendes Gesangsduell.
"Disharmony" ist das letzte Stück des Albums und ist einfach traumhaft. Eine unglaubliche Ballade wo Sonja, die hier fast schon elfengleich singt, für Gänsehaut sorgt - ein würdiger Abschluß für "Als die Liebe starb"
Was auffällt ist dass sich "Als die Liebe starb" wie ein roter Faden zieht - von Anfang bis Ende hat mich das Album in seinen Bann gezogen. Vielleicht liegt es auch daran dass Thomas hier ein Konzeptalbum vorgelegt hat wo er die Gefühle und Gedanken seiner gescheiterten Beziehung verarbeitet hat. Das Datum wo ihn seine Freundin sitzen gelassen hat kann man gleich beim ersten Song heraushören: "21. Februar" Mutig dass Thomas die Zuhörer an seinen Gefühlen teilnehmen läßt ist "Als die Liebe starb" sicherlich sein persönlichstes Werk. Aber genau das macht auch die Klasse dieses Albums aus - der Hörer leidet hier wirklich mit und wird vielleicht seine eigenen Gefühle die er bei seinen gescheiterten Beziehungen erlebt hat wieder finden.
Was bleibt noch zu sagen: Es ist einfach bemerkenswert wie sich die Band gesteigert hat. Der stärkere Gitarren - Einfluss (übrigens von Ashley Dayour von Whispers In The Shadows eingespielt) macht die Klasse des Albums aus und um nichts den Zufall zu überlassen holte man sich mit John A. Rivers einen Top Produzenten der bereits mit Szenegrößen wie Dead Can Dance gearbeitet hat. So wurde ein einmaliger Sound gezaubert wo auch die klassischen Instrumente nicht zu kurz kommen.
Für mich ist "Als die Liebe starb" jetzt schon ein heißer Anwärter auf die Gothic Platte des Jahres, "Tiefster Winter" wurde nicht umsonst von den Orkus Lesern zum besten Song 2002 gewählt obwohl die Single erst im November rauskam. Ganz groß!!!
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