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Als Hitler unser Nachbar war: Erinnerungen an meine Kindheit im Nationalsozialismus Gebundene Ausgabe – 14. April 2014


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Als Hitler unser Nachbar war: Erinnerungen an meine Kindheit im Nationalsozialismus + Erfolg: Drei Jahre Geschichte einer Provinz. Roman (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 6)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag; Auflage: 2 (14. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827500389
  • ISBN-13: 978-3827500380
  • Originaltitel: Hitler mon voisin
  • Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 2,6 x 20,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Das bewegendste Dokument einer jüdischen Kindheit im Dritten Reich seit Judith Kerrs Roman "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl".« (Süddeutsche Zeitung)

»Eine beeindruckende Perspektive ist es, die das Buch einnimmt: Es erzählt aus naiver Kindersicht anhand kleiner Episoden [...] vom Aufstieg Hitlers zum Diktator und Kriegstreiber.« (dpa)

»Die Geschichte Edgar [Feuchtwangers] überträgt die anschwellende Katastrophe, die der Antisemit Hitler auslöste, verständlich, alltäglich, hautnah.« (Deutschlandradio Kultur)

»Ein Abschied, ein Verlust, bewegend nachzulesen.« (Nürnberger Nachrichten, 17.04.2014)

»Es sind sinnliche Erinnerungen an eine Kindheit in Deutschland, eine Mischung aus Poesie und Schrecknis, die Edgar Feuchtwanger vor einem deutschen Publikum ausbreitet.« (DIE WELT, 14.06.2014)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Edgar Feuchtwanger wurde 1924 in München geboren. Im Jahr 1939, mit 14 Jahren, emigrierte er mit seiner Familie nach England. Dort studierte er Geschichte an der Universität Cambridge und lehrte danach an mehreren Universitäten in England und Deutschland, u.a. in Frankfurt am Main. Edgar Feuchtwanger forschte und publizierte zur Geschichte des viktorianischen Zeitalters ebenso wie zur deutschen Zeitgeschichte. Für seine Verdienste um die deutsch-englischen Beziehungen wurde ihm 2002 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Bertil Scali ist Publizist. Von 1992 bis 2004 schrieb er für verschiedene französische Magazine und Zeitungen, seitdem ist er freischaffender Autor und Herausgeber und hat unter anderem einen Roman und die TV-Dokumentation „Hitler, mon voisin“ über die Kindheit Edgar Feuchtwangers in München veröffentlicht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Winfried Stanzick am 21. Mai 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Der später nach dem Krieg unter anderem in Frankfurt Geschichte lehrende Edgar Feuchtwanger war ein Neffe des berühmten Schriftstellers und Emigranten Lion Feuchtwanger.

Im Jahr 1939, als er 15 Jahre alt war, emigrierte auch Edgar Feuchtwanger mit seiner Familie nach England und kehrte im Unterschied zu vielen anderen Emigranten später in das demokratisch gewordene Deutschland zurück.

Bertil Scali, der in der Vergangenheit schon einen Roman und eine TV-Dokumentation über die Kindheit von Edgar Feuchtwanger im nationalsozialistischen Deutschland geschrieben hat, hat diesen nun in hohem Alter noch einmal ermutigt, seine Geschichte einer zunächst behüteten bildungsbürgerlichen Kindheit in einem jüdischen Elternhaus zu erzählen, in dem sich die intellektuelle Elite der Weimarer Republik die Klinke in die Hand gab. Am Münchner Prinzregentenplatz wird der aufstrebende Hitler zeitweise der Nachbar der Feuchtwangers, was dem Buch den Titel gab, zu dem Scali nun Edgar Feuchtwanger noch einmal ermutigt und überredet hat.

Auf eine berührende und eindrucksvolle Weise erzählt Feuchtwanger von einer großbürgerlich - jüdischen Lebenswelt, die mit dem Holocaust für immer verloren gegangen ist. Ein Verlust, den man in Deutschland lange nicht wahrhaben wollte und der den Leser an vielen Stellen traurig stimmt.

Zehn Jahre in der Nachbarschaft eines Diktators, vor dem die Familie dann doch fliehen und in der Fremde überleben konnte. Nicht allen, auch nicht allen Verwandten und Bekannten der Familie Feuchtwanger war das möglich. Viele sind ermordet worden oder haben das Leid und Elend der Emigration nicht ertragen.

Auch daran erinnert dieses beeindruckende Lebens- und Kindheitszeugnis.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Maria-Rose am 12. Juni 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Man erlebt zehn Jahre aus der Sicht des Edgar Feuchtwanger, die beginnen, als er 5 Jahre alt ist, im Jahr 1929. Adolf Hitler zieht im Haus gegenüber der Familie Feuchtwanger am Münchner Prinzregentenplatz ein. Spannend und bewegend ist zu lesen, wie Edgar die Veränderung der Welt erlebt.
Schweigend lauscht er den Gesprächen der Erwachsenen. Noch 1932 sagt sein Vater: "Niemand will eine Diktatur. Nein, ich mache mir keine Sorgen."
Den ersten schmerzlichen Verlust erlebt Edgar, als sein Kindermädchen Rosie verschwindet, da sie als Arierin nicht mehr bei Juden arbeiten darf. Zunehmend verändern die politischen Verhältnisse in Deutschland auch seine kleine Welt. In der Schule verliert er seine Freunde und steht immer mehr im Abseits. Sein Vater ist jetzt mehr zu Hause, die Gespräche seiner Eltern klingen immer beunruhigender und schließlich wird sein Vater verhaftet.
Nach seiner Entlassung sucht er intensiv nach einer Möglichkeit Deutschland zu verlassen.
1939, vor Ausbruch des Krieges, entschließen sich seine Eltern zur Ausreise nach England und es gelingt ihnen ein Familienvisum für England zu erhalten. Edgar verlässt Deutschland als erster, alleine, im Alter von fast 15 Jahren.
Am letzten Abend vor seiner Abreise nach England schreibt er: "Seit wir die Bestätigung für unsere Abreise nach London erhalten haben, muss ich immer lächeln, wenn am Abend das Licht hinter den Fenstern des Führers angeht. Er weiß nicht, dass ich ihn beobachte, dass ich da bin. Er hat keine Ahnung davon, dass genau ihm gegenüber in zehn Jahren ein Kind herangewachsen ist, das eines Tages Zeugnis ablegen wird."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 10. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Harmlos klingt es selbst nicht aus dem Munde des kleinen Edgar, wenn er darüber spricht, das Adolf Hitler gleich gegenüber in das Haus eingezogen ist. Hitler wird beobachtet, nicht nur von dem kleinen fünfjährigen Steppke. Wird Hitler abgeholt und es regnet, dann ist da ein fremder Mann der ihm den Regenschirm hält. Einmal kommt Edgar geht Edgar sogar so dicht an Hitlers Haustür vorbei und er bekommt mit, dass "Hitler" nicht Mal auf dem Namenschild steht. Das Kindermärchen erklärt warum dies so ist.

Dieses Buch liest sich spannend. Es beginnt mit dem Jahr 1929. Edgar Feuchtwanger schildert seine kindlichen Eindrücke, er beschreibt aber auch wie bekannte Leute auf Hitler reagieren. Da ist zunächst sein Onkel Lion Feuchtwanger, ein Bruder seines Vaters, aber zu den Prominenten gehören auch Thomas Mann und Carl Schmitt. Unterschiedlich bewerten sie die Gefährlichkeit Hitlers. Manche sehen in ihm den Spinner, andere einen gefährlichen Mann dem man alles zutraut.

Die einzelnen Kapitel sind jahrweise geordnet. Das letzte endet 1939. Inzwischen ist klar wie gefährlich Hitler geworden ist. Auch für Edgar Feuchtwanger hat das gefährliche Leben längst begonnen. Parks dürfen von Juden nicht mehr betreten werden und die gesamte Stimmung die der Autor erfährt ist geprägt von Gefahr und Drangsal.

Aus dieser Sicht habe ich jene Zeit noch nicht geschildert bekommen. Ein wertvolles Zeitdokument!
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