Worum geht's?
Herr Martin ist ein ganz gewöhnlicher Mann. Doch eines Tages bekommt er eine ganz merkwürdige Krankheit. Er ging zu vielen Ärzten, doch keiner wusste ein Mittel. Mit der Zeit wurde Herr Martin immer durchsichtiger, selbst seine Kleider waren betroffen. Irgendwann war er gänzlich verschwunden. Für Frau Sawatzki, seine Putzfrau, war es ganz besonders merkwürdig, denn sie konnte schließlich nicht sehen, wo Herr Martin sich gerade herumtrieb. So kam es, dass sie sich aus Versehen auf seinen Schoß setzte, als sie sich ausruhen wollte. So kam es, dass die beiden sich näher kamen und viel Spaß miteinander hatten. Und auch als Herr Martin endlich wieder zu sehen war, setzte sich Frau Sawatzki gerne noch auf seinen Schoß.
Rezension
Eine tolle ungewöhnliche Geschichte hat Paul Maar hier geschrieben. Dieses Bilderbuch hat zum Vorlesen genau die richtige Länge und man kann ganz wunderbar darüber sprechen, indem man sich gemeinsam mit dem Kind überlegt "Was würdest du alles tun, wenn du unsichtbar wärst?". Die Zeichnungen von Katharina Grossmann-Hensel sind wunderschön und verleihen der Geschichte ein überaus freundliches Gesicht. Sie sind mit zahlreichen kleinen Details versehen, sodass man gemeinsam auf den Bildern eine Menge entdecken kann. Es gibt einige lustige Szenen, als der unsichtbare Herr Martin zum Beispiel in der Küche steht und sich etwas zu essen kocht. Man sieht nur die Utensilien durch die Luft schweben, doch wo Herr Martin nun genau ist, bleibt ein Rätsel. Die Liebelei mit Frau Sawatzki ist ganz toll und kindgerecht in die Geschichte eingearbeitet. Seine Krankheit hatte also doch etwas Gutes.
Fazit
Witzige Geschichte mit herrlich komischen Bildern, die man immer wieder vorlesen kann. Es wird garantiert nicht langweilig.