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Alptraum Atommüll
 
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Alptraum Atommüll

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Produktinformation

  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: absolut Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 19. Februar 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 98 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3898485226
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.217 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Endlagerstätten, die mit Wasser voll laufen. Illegal und unter freiem Himmel in Sibirien eingelagerter französischer Atommüll. Schwer umkämpfte Castor-Transporte: Atommüll ist und bleibt die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr verdrängter Alptraum. Die Wissenschaft findet keine annehmbaren Lösungen, die Industrie versucht zu beschwichtigen, die Bevölkerung hat offenbar berechtigte Ängste und die Politik meidet das Thema. Gibt es eine Antwort?

In Zeiten der Angst vor den Folgen der Erderwärmung versuchen Industrielle und Politiker Atomkraft wieder hoffähig zu machen. Gegner und -befürworter streiten darüber, ob diese Form der Energie, in den meisten europäischen Ländern bereits aufgegeben, wieder genutzt werden soll. Im Zentrum der Debatte steht nicht der Super-Gau, der schreckliche Ausnahmeunfall, sondern die alltägliche, gänzlich ungelöste Frage des Atommülls.

Die wenigen europäischen Länder, die eine öffentliche Debatte über radioaktive Abfälle führen, haben bereits einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen: Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien. Dass diese Entscheidung umkehrbar zu sein scheint, belegen die aktuellen Diskussionen in der Energiepolitik.

In Frankreich, Deutschland, den USA und Russland sucht das Filmteam in Gesprächen mit Beschäftigten der Atomindustrie und Atomkraftgegnern sowie Vertretern aus Politik und Industrie erstmals systematisch nach Antworten auf Fragen, die entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der Menschheit betreffen.

Produktbeschreibungen

Endlagerstätten, die mit Wasser voll laufen. Illegal und unter freiem Himmel in Sibirien eingelagerter, französischer Atommüll. Schwer umkämpfte Castor-Transporte: Atommüll ist und bleibt die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr verdrängter Albtraum. Die Wissenschaft findet keine annehmbaren Lösungen, die Industrie versucht zu beschwichtigen, die Bevölkerung hat offenbar berechtigte Ängste und die Politik meidet das Thema. Gibt es eine Antwort? In Zeiten der Angst vor den Folgen der Erderwärmung versuchen Industrielle und Politiker Atomkraft wieder hoffähig zu machen. Gegner und -befürworter streiten darüber, ob diese Form der Energie, in den meisten europäischen Ländern bereits aufgegeben, wieder genutzt werden soll. Im Zentrum der Debatte steht nicht der Supergau, der schreckliche Ausnahmeunfall, sondern die alltägliche, gänzlich ungelöste Frage des Atommülls. Die wenigen europäischen Länder, die eine öffentliche Debatte über radioaktive Abfälle führen, haben bereits einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen: Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien. Dass diese Entscheidung umkehrbar zu sein scheint, belegen die aktuellen Diskussionen in der Energiepolitik. In Frankreich, Deutschland, den USA und Russland sucht das Filmteam in Gesprächen mit Beschäftigten der Atomindustrie und Atomkraftgegnern sowie Vertretern aus Politik und Industrie erstmals systematisch nach Antworten auf Fragen, die entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Man staunt 24. Januar 2010
Der Dokumentarfilm dreht sich - wie der Titel schon sagt - rund um das Thema Atommüll: Wie ging man früher und wie geht man heute noch in Europa, den USA und Russland mit hochradioaktiven Abfällen um? Was steht eigentlich hinter dem Begriff "Entsorgung"? Die Antworten des Films lassen einen in starrem Staunen und mit einem sehr unguten Gefühl zurück: strahlende Fässer, die von Hochseeschiffen aus schlichtweg in den Atlantik gewofen werden; radioaktive Flüssigabfälle, die in der ehemaligen Sowjetunion in gigantischen Freilandseen gesammelt wurden; wie trotz der übereilten Verfüllung des Sees der gesamte Flusslauf verstrahlt wurde und noch heute eine vergleichbare Radioaktivität aufweist wie das Gebiet um Tschernobyl (die Arbeiter, die den See mit schwerem Gerät zuschütteten, konnten das Geröll nur in bleigepanzerten LKW heranfahren und mussten das Ufer angesichts der extremen Strahlendosis innerhalb von drei Minuten wieder verlassen haben).

Aber der Blick geht auch nach Europa: weshalb die "Wiederaufbereitung" von abgebrannten Brennstäben mitnichten diesen Namen verdient; dass in der Aufarbeitungsanlage La Hague flüssiger radioaktiver Abfall legal in den Atlantik geleitet wird und dass die Anlage (aufgrund fehlender, weil zu teurer Filteranlagen) große Mengen radioaktiv verseuchter Abgase in die Luft leitet - ebenfalls völlig legal - während sich die radioaktiven Wolken je nach Windrichtung auf ganz Europa legen.

Insgesamt ein sehr sehenswerter Film, der die Augen öffnet über unseren Umgang mit Atommüll. Wie der Titel vermuten lässt, hat der Film jedoch eine klare Tendenz. Dennoch sehr zu empfehlen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Potentiell muss die Lagerung von Atommüll so beschaffen sein, dass die Sicherheit für mindestens 200000-300000 Jahre gewährleistet wird, da die atomaren Stoffe, welche wir verwenden um Energie zu gewinnen, mindestens für diese Zeiträume hoch gefährlich sind. Im Film wird die Zahl von 6000 Menschengenerationen genannt für die wir Verantwortung zu übernehmen haben (von Flora und Fauna mal abgesehen!).
Der Ursprung der westlichen Kultur wird mit der griechischen Kultur vor 2500 Jahren grob angegeben. Dieser Zeitraum entspricht als gerade mal einem Bruchteil der Zeitspanne für den unsere Vorsorge gelten müsste. Betrachtet man also die 2500 Jahre als den Zeitraum in dem wir unsere wesentlichen kulturellen Erfahrungen generiert haben, dann ist unser Vorhaben den Atommüll zu kontrollieren ein Witz. In dem vergangenen Zeitraum sind Reiche, Kulturen, Gesellschaften untergegangen und aufgestiegen. Politische Modelle wurden erprobt und für schlecht oder gut befunden. Kurz: Die Menschheit entwickelte sich technisch, kulturell, politisch.
Die zeitlichen Größenordnungen machen überaus deutlich mit welcher Hybris der moderne Mensch die Natur zum Untertan gemacht hat und sich nun einbildet, er hätte die Atomenergie unter Kontrolle. Man kann erahnen, wie unschlüssig unsere Logik ist, denn dermaßen große Zeiträume sicherheitstechnisch zu erschließen, scheint nahezu unwahrscheinlich. Noch geht aber alles irgendwie gut, was nun aber nichts beweist.

Normalerweise ist die mediale Aufmerksamkeit bezüglich der Problematik von atomaren Gefahren auf Katastrophen gerichtet. Man nennt Tschernobyl/Hiroshima/Nagasaki und wähnt sich im hoffenden Glück, dass so etwas nicht wieder geschehe, um im gleichen Atemzug die kontaminierten Gebiete als tot zu erklären, als auch die betroffenen Menschen zu bedauern. Es ist scheinbar okay ein bisschen Erde zu opfern, um einseitigen Fortschritt zu realisieren. Dass sich die Krise aber lautlos und unsichtbar normalisiert hat und dabei in eine Art Dauerzustand übergangen ist, werden wir wohl kaum wahrhaben wollen. Die Tragik zeigt sich schon durch den Umgang mit den atomaren Abfällen am Beginn des atomindustriellen Zeitalters, da unser Selbstverständnis, die Meere einfach als unendlich große Mülleimer zu begreifen viel über unseren Wahrnehmungshorizont aussagt. Man schüttete die Nordsee, den Atlantik usw. einfach mit 100000 Tonnen in Fässern verpackten Atommüll zu, die überall verteilt auf dem Meeresgrund lagern und nun munter das Material diffundieren lassen und mit aller Wahrscheinlichkeit in die Nahrungskette gelangen. Als man diese Entsorgungspraxis verbot, wurde radioaktiver Flüssigabfall einfach in die Flüsse und Meere eingeleitet, ganz legal (so zeigt der Film dies zumindest in Frankreich, aber ich denke in der BRD wird das nicht anders sein?).

Meines Erachtens gibt es nicht einmal ein Bewusstsein in der Bevölkerung über diese lebensgefährlichen Alltagspraxen in der Atomindustrie. Die italienische Mafia lasse ich mal unerwähnt, denn so viel ich weiß, entsorgt diese auch für wenig Geld bestimmtes fragwürdiges Material irgendwo im Mittelmeer, darunter sicherlich auch Atommüll (siehe das sehr empfehlenswerte Buch von Roberto Saviano).

Die Franzosen haben Wiederaufbereitungsanlagen z.B. in Le Hague. Diese Anlagen suggerieren, dass sich der Atomenergiekreislauf sinnvoll schließen lässt. Abgesehen davon, dass durch die Belastung mit gasförmigen Atommaterial, welches durch die Schornsteine solcher Anlagen entweicht, eine permanente europaweite Kontamination verursacht wird, landet das in diesen Anlagen wiederaufbereitete materielle Plutonium zu ca.80% in Sibirien, wo es einfach in Fässern gelagert wird, die unter freiem Himmel stehen und ungeschützt sind. Eine praktische aber nicht ungefährliche Entsorgungstechnik. In Deutschland kennen wir ja die Debatten über Gorleben und Asse II, jedoch ohne die Aussicht, dass sich hier eine vernünftige Lösung der Endlagerung durchgesetzt hätte. Man scheint auf Glück und Zufall zu vertrauen. Letztendlich überall.

Fassungslos machen einen die Bilder aus Russland, Sibirien, die im Film gezeigt werden. Riesige Gebiete werden für Ewigkeiten verseucht. Hochradioaktiver, flüssiger Müll wird zum Teil einfach in riesige Seen verfrachtet, die zugeschüttet werden müssen, damit der Kontakt mit der Umwelt verhindert wird. Die Radioaktivität entspricht der von Tschernobyl. Die Bevölkerung wird trotzdem dort wohnen gelassen und fungiert als eine Art unfreiwillige Versuchstruppe mit hoher Krebsrate und aussichtsloser Zukunft. Hinterfragt wird das einfach nicht. So lebt man halt.

Weitermachen ?!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erstklassige Dokumentation! 22. Februar 2011
Von PS3 Fan
Lange war die Dokumentation nur über den ARTE Webshop zu beziehen. Habe damals das Abenteuer auf mich genommen (ohne Franzöisch-Kenntnisse!) den Bestellvorgang zu wagen. Seit damals ein absoluter Pflichtfilm, den ich immer Atomkraftfans in meinem Bekanntenkreis schenke um ihnen aufzuzeigen, welchen Nonsens Sie erzählen. Absoluter Wahnsinn ist, dass es noch immer legal ist Atommüll ins Meer zu pumpen. Im Film wird dies am Beispiel Frankreich dokumentiert, aber leider wird es in anderen Ländern wie z.B. Italien genauso gemacht. Wäre dieser Umstand bekannter, würden vielleicht mal die Touristen ausbleiben und die Verantwortlichen endlich mal zum Handeln zwingen. Wie stark die Atomlobby noch immer ist hat die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs in Deutschland vor wenigen Monaten eindrucksvoll gezeigt. Eine Zahl zum Abschluß: Eine Atomkraftwerk bringt ihren Betreibern einen täglichen(!) Gewinn von 1,5 Mio. Euro!
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