Der erste Teil von Stephen Kings drittem Bündel an Kurzgeschichten (in Deutschland sind zwei von drei nur in mehrere Teile aufgesplittet erschienen - wie auch dieses hier) ist in der Tat ein ganzes Stück besser als der zweite Teil ('Abgrund'); was mich persönlich doch positiv überrascht hat.
Das Vorwort beider Teile ist (leider konsequenterweise) jeweils das gleiche, im jeweiligen Nachwort geht der Autor noch ein wenig auf den Hintergrund einzelner Geschichten des Bandes ein (an sich eine gute Sache, aber leider nicht auf alle). Stephen King muß in seiner Laufbahn schon ganz schön Prügel für sein Schaffen eingesteckt haben, rechtfertigt er sich hierbei zwischen den Zeilen doch an allen Ecken und Enden für sein Vorgehen, Stil, Art, Denken beim Schreiben, obwohl er gerade das auf den ersten Blick weit von sich weisen will. Letzten Endes hinterläßt er einen eher weinerlichen Eindruck. Auch daß er im Nachwort versucht, manche (und an sich banale) Geschichten nachgerade zu intellektualisieren, ruft nur ein stirnrunzelndes Kopfschütteln hervor und paßt zum angesprochenen Rechtfertigungsreigen.
Die erste Geschichte ist richtig gut, und dann im Prinzip ab der siebten alle (wobei es zum Schluß hin wieder etwas flacher wird); Der Rest ist Mittelmaß bis schlecht (Ausschußware). Und auch wenn manche der besseren Geschichten nicht gleich der Oberknaller sind, so sind sie zumeist alle sehr spannend geschrieben und vom Schlag des guten, alten Stephen King, als es noch ums blanke Gruseln und Verwesen ging - was definitiv auch eine Qualität ist!