Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Kinder von Dr. Dré und Burt Bacharach?, 21. März 2004
Von Ein Kunde
Letztes Jahr hielt sich das Gerücht Rap Gigant Dr. Dré und Soft Pop Übervater Burt Bacharach würden zusammen ein Album aufnehmen. Wenn sie dafür den LA Sunshine gegen einen lauwarmen Pariser Frühlingsregen eingetauscht hätten, müsste diese Platte so klingen wie "Alphabetical", das zweite Album des frz. Quartets Phoenix. Dreieinhalb Jahre nachdem ihr sentimentaler Freundschafts Disco Klopfer "If I ever feel better" über Nacht zum Evergreen avancierte, legen die sympathischen Faulpelze endlich nach. Die etwas wahllos wirkende Bandbreite von "United" haben sie jetzt gegen eine durchgehende, freundliche Data Pop Atmosphäre eingetauscht, die da ansetzt, wo seinerzeit der Philip Zdar Remix von "Too Young" aufgehört hatte: Eine glasklare, urbane Oberfläche (ähnlich der slickness von, sagen wir, Steely Dans "Goucho") umschmeichelt Songs, die eine supersanfte Sonntag Morgen Intimität erzeugen, der ich seit "Abandoned Luncheonette", dem grossen blue eyed soul Meisterwerk von Hall & Oates, nicht mehr lauschen durfte. Und mit "Everything is Everything" gelingt ihnen auch noch der würdige Nachfolge Hit, den sich alle erhofft hatten. Mehr geht nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sommerlaune-Mucke vom Feinsten, 28. März 2005
Der erste Track der CD ist ja weitläufig bekannt und meiner Meinung nach auch der beste auf der CD. Der Rest braucht sich aber beileibe nicht hinter diesem Vorhängeschild zu verstecken. Die anderen Songs sind zwar nicht so eingängig wie erstgenannter, machen aber trotzdem einfach nur Laune. Teils wird die CD mal etwas rockiger (I'm an actor), mal elektronischer (Holding on together), mal ruhiger (Love for granted, Alphabetical) und mal etwas akustisch-experimentell (Congratulations). Insgesamt ist diese CD aber bestens für das Frühjahr / den Sommer geeignet oder darüber hinaus, wenn man sich an etwas trüberen Tagen gediegene Stimmung ins Haus holen will. Meine primäre Assoziation sind immer unbeschwerte jugendliche Tage am Badesee. Neben Tahiti 80 das beste, was der französische Retro-Pop meiner Meinung nach derzeit zu bieten hat. Wem diese CD gefällt, der sollte nicht zögern, sich auch mal die "United" zu Gemüte zu führen und ebenso sind Tahiti 80 ein wirklich heißer Tipp - gerade für die etwas wärmere Jahreszeit.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
3,5 Sterne macht 4: Manchmal ist Innovation ein Rückschritt, 16. April 2004
Und wieder haben wir ein Beispiel, wie hoch doch ein Debut-Album eine Latte legen kann. "United" war frisch, frech, grandios, kurzweilig, hip, und auch hop. Kurzum, es war geil! Zeitlos könnte man auch sagen, oder besser: die Halbwertzeit ist größer als bei anderen Produktionen. Leider auch größer, als beim Nachfolger "Alphabetical". Was war ich gespannt! Ich bin keiner, der eine Kopie eines Debut-Albums erwartet hätte. Dafür weiss ich einfach Querschüsse wie Air's zweiten Streich "10000Hz Legend" zu sehr zu schätzen. Aber dennoch überzeugt mich "Alphabetical" auch nach mehrmaligem Hören noch nicht wirklich. Und ich bin am rätseln, was es denn sei? Punkt 1: Weniger Abwechslung, mehr Details. Es scheint fast so, als hätten Phoenix in den letzten Jahren einen "musikalischen" Zoom in ein paar Stücke ihres Erstlings vorgenommen. Das ganze Album wirkt nun homogener. Aber leider auch eine Spur langweiliger. Midtempo-Stücker überwiegen. ("Anybody", "Alphabetical", die zugegebener Maßen schöne Ballade "Love For Granted", "Congratulations", "If Its Not With You"). Die Songs dümpeln teilweise (nicht alle) einfach nur vor sich hin und man hofft (beim ersten Hören): "mit dem nächsten Stück wird alles besser". Pustekuchen! Ein bisschen mehr Pepp hätte dem Album sicher nicht geschadet. Punkt 2: sind es die Melodien? Ich habe das Gefühl, dass sämtliche Stücke auf "United" einen einfacheren Zugang hatten und leichter einem Ohrwurm gleich, sich im Inneren des Kopfes platzierten. Aber ganz ohne ist "Alphabetical" dann doch nicht. (Höre "Everything is Everything", "Run, Run, Run", "Holding on Together", "Anybody"). Und ja, die anderen Stücke sich tapfer den Weg frei. Sie haben es aber noch nicht geschafft. Punkt 3: resultierend aus Punkt 1 erwartet uns nun weniger Stilmix. Das kann erfreulich sein, für mich aber nicht. Denn wer kann schon für gut heißen, dass Experimente, wie "Summer Days" und "Funky Squaredance" keine Fortsetzung gefunden haben (wohl gemerkt, nicht die Stücke sollten fortgesetzt werden, sondern die Experimente). "Alphabetical" klingt nun viel ruhiger, betagter, teilweise auch schläfriger. Irgendwie hat der Soul die Oberhand gewonnen und macht dieses Album gewöhnlich. Da helfen auch die etwas peppigeren Stücke nicht, die diesmal in der absoluten Minderheit sind. Schade, Phoenix, der große Wurf ist das nicht. Eben ein echtes zweites Album oder: "Kunst muss nicht jeden überzeugen". Ich leg jetzt wieder "United" ein.
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