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Alphabet
 
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Alphabet [Gebundene Ausgabe]

Michel Leiris


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Produktbeschreibungen

Klappentext

Aufforderung zum TanzDer französische Schriftsteller Michel Leiris erweist sich in "Alphabet" als ein Sprachverschlinger. Mit dem freudigen Staunen eines Kindes spürt er wie zum ersten Mal dem Zauber der Buchstaben nach. Er betrachtet, berührt, beschnüffelt und erschmeckt sie: als gelbe Butterkekse und in einer Buchstabensuppe. Seine Welt des Alphabets entschlüsselt er als eine der Klänge und Formen: Buchstaben stellen sich in Fechterhaltung auf, zeigen ihre Flügelgirlanden, werden zur zweistrebigen Guillotine. Das A verwandelt sich zur Jakobsleiter, das I in einen Militär in Hab-Acht-Stellung, das O zur Weltkugel. Dem folgt die Sprachverwirrung auf dem Fuß: für den ABC-Schüler erstarrt Loths Weib zur Sattelsäule (statue de selle). Mit wenigen Zeichen öffnet Leiris die Tür in eine Welt von Erinnerung und prüft als Chemiker des Alphabets den Stoff, aus dem ein Kunstwerk wird. Der Typograph Klaus Detjen nimmt die Aufforderung der Zunge, einer "Ballerina im rosa Schleimhaut-Trikot", zum Tanz an; im schwerelosen Pas de deux wird das Alphabet von A bis Z abgeschritten, biegt sich der Text in elegante Figuren, taumelt, hält nachdenklich inne, dreht sich kokett und gleitet schon wieder zum nächsten auf Messers Schneide tanzenden Wunder in Zartrosa, Pistaziengrün und Hellblau. Die Gestaltung macht die Gedanken des Autors sichtbar: Im rhythmisch angeordneten Lesetext ergeben die Textblöcke eine Bewegung des Vor und Zurück. Die elegante Englische Schreibschrift und die Antiqua Perpetua bestimmen das typographische Aroma des Buches. Ein Nachwort von Hubertus v. Amelunxen und Klaus Detjens Anmerkungen zur Gestaltung runden dieses außergewöhnliche Buch ab.

Autorenporträt

Michel Leiris, geboren am 20. 4. 1901 in Paris. Er gehörte in den 20er Jahren der Surrealisten-Gruppe an, unternahm 1931 bis 1933 eine ethnologische Forschungsreise durch Afrika, die die Denkweisen der Ethnographie weitgehend veränderte. 1938 begründete er das College de France, mit Bataille und Caillois, und leitete lange Jahre die Schwarzafrika-Abteilung des Musee de l'Homme in Paris, wo er 1990 verstarb.
Werke: Phantom Afrika (1934, dt. 1980); Die Nereide des Roten Meeres (1936, dt. 1980); Mannesalter (1939, dt. 1975); Aurora (1946, dt. 1979); Die Spielregel, 4 Bde (1948-1976, dt. ab 1982); Das Band am Hals der Olympia (1981, dt. 1983); darüberhinaus diverse ethnologische Schriften und Künstlerstudien.

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