Mit John Mayall, einem Urgestein des weißen Blues, ist es wie mit einem guten Wein: je älter, desto besser. Was er mit seiner neuen Scheibe hier alles an ehemaligen Mitstreitern aus seinen Bluesbreakers und anderen illustren Gästen versammelt hat, das ist schon große Klasse, und musikalisch musizieren sie allesamt auf einem Niveau, das einem Eric Clapton auch gut zu Gesicht stünde.Herrlich bluesige Balladen und rockigere Arrangement wechseln sich hier gekonnt ab, und man kann diese Platte von Anfang bis Ende mit Genuß durchhören. Besonders die verschiedenen Gitarristen prägen mit ihrem eigenen Stil die einzelnen Nummern, und immer merkt man nach wenigen Takten, daß dieser Mann noch den wahren Blues draufhat.Seit vier Jahrzehnten frönt John Mayall nun schon dieser Spielweise und immer noch gelingt es ihm, Bluesmusik auf mitreißende Weise zu zelebrieren, ohne auf den schnellen Markterfolg zu schielen. Das stünde selbst einem Clapton gut zu Gesicht! Hier wird über 70 Minuten herzerfrischend gejammt, das es eine wahre Freude ist, zuzuhören. Ein Who is who der Rock- und Bluesgeschichte gibt sich hier ein Stelldichein von hohem Unterhaltungswert, wobei mir persönlich Gary Moore auf dem Stück "If I Don't Get Home" mit seiner Spielweise gefällt. Das Album ist sehr kurzweilig und macht richtig an . Weiter so!