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Es ist daher schon ein besonderer Kraftakt, hier einen draufzusetzen, selbst für denjenigen, der als kreative Kraft hinter dem Erfolg von Verve stand. Und Richard Ashcrofts Solo Debüt Alone With Everybody entzieht sich jedem Vergleich. Die nachdenklichen Balladen im Country-Stil "Brave New World" und "I Get My Beat" -- einfache Liedbegleitung auf der Gitarre, melancholische Musik der Streichinstrumente und Texte, die sich wie ein Selbstgespräch anhören -- bestätigen Ashcrofts Fähigkeit, eine eingängige Melodie zu schreiben. Singles wie "A Song For The Lovers" und "Money To Burn" an seinen Maßstäben gemessen ganz klar ein Up-Beat -- sind zwar vielleicht nicht so bewegend oder treffen nicht den gleichen Verve-Nerv wie "The Drugs Don't Work", "Lucky Man" oder "Bitter Sweet Symphony" aus Urban Hymns, aber sie gehen immer noch unter die Haut. Und die düstere Atmosphäre und ruppige Aussagekraft "New York" können einen beruhigen, dass er immer noch mehr kann als nur sentimentale akustische Melodien zu produzieren.
Der Band The Verve wäre eine Fortsetzung zu Urban Hymns nicht mehr gelungen. Daher ist es nur klug gewesen, dass ihr führender Kopf ebenfalls nicht versucht, in diese Fußstapfen zu treten. --Dan Gennoe
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
We knew we'd see your face again!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Alone with Everybody (Audio CD)
Nachdem schon „Urban Hymns" ein Soloalbum von Richard Ashcroft werden sollte, es aber dann doch mit der ganzen Band „The Verve" aufgenommen wurde, erschien jetzt nach deren Trennung Ashcrofts erstes Solowerk. Auch wenn der Sound kleinere Unterschiede aufweist (Gitarrensoli nicht allzu ausgeprägt), hört sich das Ganze verdächtig nach der vierten Platte einer englischen Kultband an: „The Verve" Richard Ashcroft war schon immer ein kreativer Kopf und offenbart hier einmal mehr seine unbestrittene Genialität. Auch wenn sich die wahre Qualität der CD erst nach dreimaligem Durchhören zeigt, ist hier doch ein weiterer Meilenstein nach „Urban Hymns" gelungen. „A Song For The Lovers" steckt voller kleiner musikalischer Wunder, allein das Intro ist ein einziger Genuss. Das klingt zwar alles etwas arg pathetisch, aber eben schön pathetisch. Auch „I Get My Beat" führt das Konzept der CD weiter, von Streichern begleitete, geniale Hymnen. „Brave New World", das dritte Stück der CD ist auf Dauer etwas entäuschend, hier fehlt etwas die Abwechslung. Bei „New York" wirft Ashcroft wieder das ganze Konzept über den Haufen und präsentiert coole, moderne und eingängige Popmusik. „You On My Mind In My Sleep" ist eine entspannende Ballade zum Einschlafen. Nicht unbedingt ein Stimmungsmacher, aber das war Ashcroft ja eigentlich noch nie. „Crazy World" ist wiedermal so ein wunderbares Kleinod, wie es nur der dünne Britpopvirtuose zustande bringt. Ständige Tempowechsel, Strophen, die mitreißen, als wären sie schon der Refrain und einfach schöne Musik. Auch „On A Beach" ist atmosphärisch, melodisch und hat einen eingängigen Chorus. „Money To Burn" hört sich da schon wieder vollkommen anders an, ja vollkommen ungewohnt für Ashcroft. Es handelt sich nämlich um einen typischen Popsong, fröhlich und emotionsgeladen. Anscheinend hat der Songschreiber wieder zu einer guten Laune zurückgefunden, die während den traurigen „The Verve" - Liedenr weitestgehend abgestellt war. „Slow Was My Heart" ist wieder so ein Song, der es in puncto Gefühl etwas übertrieben hat. Zu langsamer Song, der auf Dauer nicht gefällt. „C'mon people (we're making it now) ist ähnlich wie „Money To Burn" ein richtiges Stimmungslied, nur diesmal noch um einiges besser und vom Refrain her tauglich für weitreichenden Erfolg. „Everybody" ist wieder mal ein typisches „Ashcroft-Selbstgespräch" mit einem genialen Text und fast abschließendem Charakter für die ganze CD. Was bleibt noch zu sagen? Kritik? Jawoll, denn die meisten Songs mögen wunderschön sein, doch fast alle sind zu lang geraten. Hier wäre weniger mehr gewesen, aber das verschmerzt man dann doch. Auch wenn 2 Stücke dabei sind, die dann doch eher gewöhnungsbedürftig sind („Brave New World", „Slow Was My Heart"), hat diese unglaublich kreative CD fünf Sterne verdient. Die wahre Schönheit erschließt sich dem Hörer erst nach etwa viermaligem Durchhören mit einer guter Anlage.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neue Hymnen und bittersüße Symphonien,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alone with Everybody (Audio CD)
Während Oasis in ihrer gnadenlosen Arroganz und Selbstüberschätzung immer belanglosere Scheiben einspielen und Embrace das hohe Niveau ihres Debuts nicht halten können, macht sich ein Mann ganz unauffällig auf den Weg das Britpop-Album des Jahres zu komponieren. "Alone With Everybody" knüpft nahtlos an The Verve's "Urban Hymns" an. Alleine Ashcrofts Stimme zieht den Hörer von Anfang an in seinen Bann. Die Songs sind durchweg klasse produziert, Streicher und Piano kommen an den richtigen Stellen wohl dosiert zum Einsatz, da ist nichts überladen. Vielleicht fehlt dem Album der Superhit, aber ist der überhaupt nötig? Nicht nur Freunde bittersüßer Symphonien werden an dem Album ihre Freude haben. Das ist Popmusik auf dem Stand der Zeit in Vollendung. Einfach Klasse!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Respekt vor dem Meister!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alone with Everybody (Audio CD)
Richard Ashcroft auf Solo-Pfaden, das verspricht (und hält!) melancholische Melodien und faszinierende Arrangements bis zum ersten Tränenausbruch. Fans von The Verve werden nicht enttäuscht sein, wenn sie sích das Album gönnen, denn in der Tat bleibt der Meister seinem Handwerk treu und setzt in seinen elf Werken mal auf Blues ("Money To Burn"), mal auf Düster-Rock ("New York"), dann wiederum auf pop-geladene Muntermacher ("I Get My Beat"). Jedoch ist "Alone With Everybody" eine Scheibe, die ihre wahre Größe erst nach mehrmaligem Hören so richtig entfaltet, da sie vor Kreativität nur so strotzt und an allen Ecken und Enden versteckte Sound-Sequenzen enthält, die es erst einmal zu ergründen gibt. Einziger Wehmutstropfen: Wirklich potentielle und vor allem radiotaugliche Hits sucht man vergebens, kaum einer der Songs dauert weniger als fünf Minuten, und ab und an verliert sich der ein oder andere Song in seinen eigenen Strukturen - manchmal ist weniger eben mehr. Doch auch wenn Ohrwürmer Mangelware sind, ist "Alone With Everybody" eine großartige Platte, die man sich vor allem an regnerischen Sommertagen bei Kerzenschein im Dunkeln anhören sollte, und die neugierig auf mehr von Richard Ashcroft macht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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