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Moviemans Kommentar zur DVD: Beim Bild gibt es einige deutliche Schwächen zu vermerken, der Ton ist schön geworden. Die Extras sind durchwachsen, besonders, was die Featurettes betrifft. Der Audiokommentar ist jedoch ein Party-Knüller.
Bild: Tja, bei einem Film, der "Alone in the Dark" heißt, sollte man wohl erwarten, dass viele Szenen in pechschwarzer Nacht spielen. Dass man in eben diesen Szenen aber mitunter rein gar nichts mehr erkennen kann, ist dann schon ein echtes Manko, das sicherlich durch die Art des Drehs forciert wird, aber durch den Kontrast auf der DVD auch nicht besser wird. So gibt es zahlreiche dunkle Szenen - sowohl ruhig wie auch mit Action -, in denen man nur erahnen kann, was passiert, bzw. man Einzelheiten nicht mehr wahrnimmt (z.B. 00:57:09 oder 01:02:46). Rauschen ist präsent, allerdings nicht allzu störend, was wohl dem Rauschfiltereinsatz zu verdanken ist. Dafür finden sich stehende Rauschmuster und Blockrauschen immer wieder ein (00:02:46). Der Farbton ist etwas aus der Bahn geraten. Das Schwarz ist schön tief und angenehm, allerdings lassen die hellen Töne zu wünschen übrig, wobei vor allem bei den Hauttönen fast durchgängig Rot etwas zu stark im Spiel ist (00:04:25 oder 00:26:25). Die Schärfe ist angenehm bis gut, aber durchaus schwankend.
Ton: Concorde spendiert auch noch eine DTS-Tonfassung. Nett, aber in dem Fall nicht wirklich eine Bereicherung, denn abgesehen von dem Ballerfest gegen Ende erkennt man kaum Unterschiede zwischen 5.1 und DTS. Immerhin sind beide Spuren aber schön geworden. Die Surroundkanäle leben, werden nicht nur von der Musik eingelullt, sondern setzen auch immer wieder gezielte Effekte und sorgen für ein wohliges Gefühl, mittein in diesem Spektakel dabei zu sein. Die Dialoge sind sauber und gut verständlich, nur im Englischen ergeben sich hin und wieder leichte Störungen. Insgesamt aber schon eine schöne Audioumsetzung.
Extras: Kernstück eines Boll-Werks, wie die Fans seine Filme liebevoll nennen (andere reden lieber vom Boll-Shit), ist ein Audiokommentar des Maestros persönlich. Hat er schon für die US-DVD einen gesprochen, so setzt Boll sich hier mit seinem Drehbuchautor Michael Rösch vors Mikro, um einen deutschsprachigen Kommentar abzuliefern. Die üblichen Boll-Standards dürfen hier nicht fehlen: die lästigen, lauten Hunde und das mehrmals läutende Handy. Einmal verzieht Boll sich gar für längere Zeit und lässt den armen Rösch zurück, der kaum Wissenswertes zu berichten weiß, aber dafür mehrmals betont, er und sein Partner hätten den ersten Draft geschrieben, während der zweite Draft von jemand anderem stammt. Später wurden beide Drafts zu einem einzigen Schlussdrehbuch vermengt. Über die Szenen, die aus dem zweiten Draft stammen, muss Rösch sich aber in Schweigen hüllen. Uwe selbst lässt es wieder mal krachen und sich auch nicht nehmen, über das mangelnde schauspielerische Talent von Tara Reid abzulästern oder einem Journalisten von "Widescreen" eine reinzuwürgen, weil der als Statist beim Film dabei war, ihn später in seiner Kritik aber verrissen hat (Boll: "So geht's ja auch nicht."). Ein absolut spaßiger, mäßig informativer Audiokommentar, der um Welten besser unterhält als der Film selbst. Die anderen Extras können da nur abstinken. Die entfallene Szene erweist sich als die Pflichtsexsequenz aus der Kinofassung, die Boll aus dem Director's Cut entfernt hat. Dazu gibt es ein paar kurze Featurettes, in denen die Beteiligten sich entweder selbst gratulieren (Boll) oder sich bedeckt halten (Slater). Neben Trailer und TV Spots runden Musikvideos und Texttafeln das Ganze ab. --movieman.de
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