Uwe Boll ist in den letzten Jahren zu einem Synonym für Filme geworden, die auf erfolgreichen Computerspielen basieren. Nach "House of the Dead" kam "Alone in the Dark". Und danach wird man von "Bloodrayne" und "In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale" heimgesucht. Richtig gut war keiner von Bolls bisherigen Filmen, was auch an der Attitüde des Regisseurs liegt, der keinen Wert auf Charakterzeichnung legt, sondern Action und Monster bieten will. Dafür bedient er sich einiger Schauspieler, die in großen A-Filmen kaum oder nur selten einen Fuß auf den Boden bekommen, aber wenigstens noch einen halbwegs klangvollen Namen haben, wie etwa Christian Slater oder auch Stephen Dorff. Beiden war wahrscheinlich schon beim Unterschreiben des Vertrags klar, womit sie es zu tun haben würden. Mit dem großen Wurf hat keiner gerechnet und so stellt sich das Schauspiel der Mimen auch als recht anämisch dar. Boll zeigt hin und wieder ein rudimentäres Gespür für Actionszenen, doch sein Problem bleibt, dass er keine eigenen Visionen hat. Er orientiert sich an den Werken anderer, um Inspiration zu finden und er liebt es, seine Filme in Vergleich zu großen Erfolgsstreifen zu setzen. Das zeugt von "cojones", wie die Spanier sagen, aber nicht unbedingt von einem ausgeprägten Gespür für die Realität. Eine faszinierende und schillernde Figur bleibt Boll, der Lücken im deutschen Steuerrecht nutzt, um seine Filmfonds auch für unbedarfte Anleger interessant zu machen, da seine Filme zwar gemeinhin eher der unteren Schublade angehören und dementsprechend Häme ernten, aber eines bleibt unbestritten: Sein Modell geht auf und so ist er ein echter Independent-Regisseur, der sich eine eigene Nische geschaffen hat. Nur leider sind er und seine nicht vorhandene Vision (im Grunde interessiert ihn nur, dass die Filme Geld machen, wofür er auch bereit ist, künstlerische Entscheidungen links liegen zu lassen) sein größter Feind. Fazit: Hanebüchener Action-Horrorfilm mit B-Darstellern
Moviemans Kommentar zur DVD: Beim Bild gibt es einige deutliche Schwächen zu vermerken, der Ton ist schön geworden. Die Extras sind durchwachsen, besonders, was die Featurettes betrifft. Der Audiokommentar ist jedoch ein Party-Knüller.
Bild: Tja, bei einem Film, der "Alone in the Dark" heißt, sollte man wohl erwarten, dass viele Szenen in pechschwarzer Nacht spielen. Dass man in eben diesen Szenen aber mitunter rein gar nichts mehr erkennen kann, ist dann schon ein echtes Manko, das sicherlich durch die Art des Drehs forciert wird, aber durch den Kontrast auf der DVD auch nicht besser wird. So gibt es zahlreiche dunkle Szenen - sowohl ruhig wie auch mit Action -, in denen man nur erahnen kann, was passiert, bzw. man Einzelheiten nicht mehr wahrnimmt (z.B. 00:57:09 oder 01:02:46). Rauschen ist präsent, allerdings nicht allzu störend, was wohl dem Rauschfiltereinsatz zu verdanken ist. Dafür finden sich stehende Rauschmuster und Blockrauschen immer wieder ein (00:02:46). Der Farbton ist etwas aus der Bahn geraten. Das Schwarz ist schön tief und angenehm, allerdings lassen die hellen Töne zu wünschen übrig, wobei vor allem bei den Hauttönen fast durchgängig Rot etwas zu stark im Spiel ist (00:04:25 oder 00:26:25). Die Schärfe ist angenehm bis gut, aber durchaus schwankend.
Ton: Concorde spendiert auch noch eine DTS-Tonfassung. Nett, aber in dem Fall nicht wirklich eine Bereicherung, denn abgesehen von dem Ballerfest gegen Ende erkennt man kaum Unterschiede zwischen 5.1 und DTS. Immerhin sind beide Spuren aber schön geworden. Die Surroundkanäle leben, werden nicht nur von der Musik eingelullt, sondern setzen auch immer wieder gezielte Effekte und sorgen für ein wohliges Gefühl, mittein in diesem Spektakel dabei zu sein. Die Dialoge sind sauber und gut verständlich, nur im Englischen ergeben sich hin und wieder leichte Störungen. Insgesamt aber schon eine schöne Audioumsetzung.
Extras: Kernstück eines Boll-Werks, wie die Fans seine Filme liebevoll nennen (andere reden lieber vom Boll-Shit), ist ein Audiokommentar des Maestros persönlich. Hat er schon für die US-DVD einen gesprochen, so setzt Boll sich hier mit seinem Drehbuchautor Michael Rösch vors Mikro, um einen deutschsprachigen Kommentar abzuliefern. Die üblichen Boll-Standards dürfen hier nicht fehlen: die lästigen, lauten Hunde und das mehrmals läutende Handy. Einmal verzieht Boll sich gar für längere Zeit und lässt den armen Rösch zurück, der kaum Wissenswertes zu berichten weiß, aber dafür mehrmals betont, er und sein Partner hätten den ersten Draft geschrieben, während der zweite Draft von jemand anderem stammt. Später wurden beide Drafts zu einem einzigen Schlussdrehbuch vermengt. Über die Szenen, die aus dem zweiten Draft stammen, muss Rösch sich aber in Schweigen hüllen. Uwe selbst lässt es wieder mal krachen und sich auch nicht nehmen, über das mangelnde schauspielerische Talent von Tara Reid abzulästern oder einem Journalisten von "Widescreen" eine reinzuwürgen, weil der als Statist beim Film dabei war, ihn später in seiner Kritik aber verrissen hat (Boll: "So geht's ja auch nicht."). Ein absolut spaßiger, mäßig informativer Audiokommentar, der um Welten besser unterhält als der Film selbst. Die anderen Extras können da nur abstinken. Die entfallene Szene erweist sich als die Pflichtsexsequenz aus der Kinofassung, die Boll aus dem Director's Cut entfernt hat. Dazu gibt es ein paar kurze Featurettes, in denen die Beteiligten sich entweder selbst gratulieren (Boll) oder sich bedeckt halten (Slater). Neben Trailer und TV Spots runden Musikvideos und Texttafeln das Ganze ab. --movieman.de
Vor Jahren verschwanden auf geheimnisvolle Weise 20 Kinder aus einem Waisenhaus, von denen nur eines wieder gefunden werden konnte. Sein Name: Edward Carnby. 20 Jahre später arbeitet Carnby als freischaffender Ermittler für unerklärliche und übernatürliche Phänomene. Seine Aufträge führen ihn an entlegene Plätze dieser Erde, um Artefakte längst untergegangener Zivilisationen sicherzustellen. Eines dieser geheimnisvollen Völker waren die Abkani, die vor über 10.000 Jahren verschwunden sind und daran glaubten, das Tor zwischen unserer Welt des Lichts und der Welt der Dunkelheit gefunden zu haben. Weil sie von der Gefahr für die Erde wussten, versteckten sie den Schlüssel dazu auf verschiedenen Kontinenten. Als Carnby mit einem Abkani-Fund zu Hause eintrifft, wird er gleich am Flughafen von einem geheimnisvollen Killer verfolgt - mit dem Fund scheint etwas nicht zu stimmen.
Zeitgleich, irgendwo auf einem Schiff. Der fanatische Wissenschaftler Lionel Hudgens hat zusammen mit angeheuerten Helfern einen Abkani-Sarkophag aus purem Gold bergen können. Der geldgierige Kapitän Chernick öffnet trotz Hudgens′ Warnung den Behälter. Außer Hudgens werden alle Besatzungsmitglieder von einem grässlichen Wesen getötet. Auch im fernen Amerika passiert etwas seltsames: Carnby fällt wie vom Schlag getroffen in Ohnmacht, während 19 Männer und Frauen ohne ein Wort der Erklärung ihre Familien oder Arbeitsstätten verlassen.
Wieder auf den Beinen, macht sich Carnby zusammen mit seiner Ex-Freundin, der Archäologin Aline Cedrac, und Paul Fischer, einem Wissenschaftler von der geheimen Regierungsorganisation "Büro 713", auf die