Wer schonmal auf den polynesischen Inseln war, wird eine mindestens Ahnung haben, was der Autor meint, wenn er von "Lebenskunst auf polynesisch" spricht. Aloha ist nicht nur "the most beautiful word in the hawaiian language", sondern dient, zerlegt in Bestandteile "Akahai" (Güte),"Lokahi" (Einheit), "Olu'olu", (Liebenswürdigkeit), "Ha'aha'a" (Demut) und "Ahonui" (Geduld), als Anschauungsobjekt für eine erfüllte und freudenreiche Lebensweise. Unpopuläre Worte in einer Gesellschaft, die "Spass" und "Erfolg" in erster Linie auf Kosten anderer kultiviert. Da man in Polynesien davon ausgeht, dass alles und jede/r miteinander verbunden ist, ist es selbstverständlich, dass sich um andere gekümmert wird wie um einen selbst. Und so stellt der Autor die polynesische Lebensweise der Gemeinschaftlichkeit als eine dritte Form neben den westlichen und östlichen Philosophien vor, die beide das Individuum und seine Entwicklung in den Vordergrund stellen, ohne zu suggerieren, dass es sich um "perfekte Menschen" handeln müsse.
Wer sich schonmal auf den Lebensrhythmus der Inseln eingelassen hat, wird dies glauben. Und wer im "Aloha-Test" über 30 Punkte erreicht hat, für den wird die Vermittlung dieser Erkenntnisse mit viel wissenschaftlichem Hintergrund präsentiert. Glücklich ist, wer sich von dieser Weisheit und diesem Buch tief im Herzen berühren lassen kann.