Als Ally-Fan war ich überrascht, Ally-Nachschub zu finden, der sich dann allerdings als die Auskopplung zweier Weihnachtsfolgen der dritten Staffel erweist, also, wer die Ally-Boxen eh zu Hause hat, sollte sich den Kauf gut überlegen, der Rest kann ohne weiteres zugreifen.
Schließlich sind die Weihnachts-Ally-Folgen die Highlights einer Staffel gewesen. In der ersten Folge versucht John, die Entlassung eines "klassischen" Weihnachstmanns rückgängig zu machen, der durch neue, werbewirksamere Exemplare der schlanken und jugendlichen Art ersetzt werden soll. Auf der einen Seite stellt die Folge in bezaubernder Weise den typisch amerikanischen Kult um den die Figur des CocaCola-gewandeten Weihnachtsmanns dar, der in Deutschland natürlich auch immer mehr um sich greift, auf der anderen Seite wird die Kommerzialisierung des Weihnachtsfest thematisiert und mit einer Ally-typischen Auflösung bedacht. Die zweite Folge ist ausnahmnsweise mal eine Elaine-Folge, in der ihrer Figur zu aussergewöhnlicher Tiefe verholfen wird: Schließlich wandelt sie sich plötzlich von der Büro-Schlampe in die liebevolle Ziehmutter eines Findelkinds. Der Streit um das Sorgerecht vor Gericht wird einer rührenden Freundschaftsbekundung ihrer Kollegen. Genau das richtige für einen verregneten Adventsabend bei Eierpunsch und Kerzenlicht.